Active-Sourcing-Tools im Vergleich

Active-Sourcing-Tools finden passende Kandidaten und sprechen sie direkt an. Vergleich von 17 Tools, von LinkedIn Recruiter und XING TalentManager bis Talentwunder und Juicebox.

Tools im Vergleich
17
Tools im Vergleich
mit Hosting in Deutschland
1
mit Hosting in Deutschland
kostenlos oder Freemium
5
kostenlos oder Freemium
mit kostenloser Testphase
9
mit kostenloser Testphase
Max BenzGeprüft von Max Benz · Tool-Daten aktualisiert im Oktober 2026Über suitApp

Active-Sourcing-Tools helfen Recruiting-Teams, passende Kandidatinnen und Kandidaten selbst zu finden und anzusprechen, statt auf Bewerbungen zu warten. Gerade bei IT-Fachkräften, Ingenieurinnen oder erfahrenen Vertriebsleuten kommt ein großer Teil der Einstellungen über Direktansprache zustande. Die Tools durchsuchen Business-Netzwerke und öffentliche Profile, ergänzen Kontaktdaten, automatisieren die Ansprache und übergeben Interessierte an das Bewerbermanagement.

Wir vergleichen 17 Anbieter: die Recruiting-Lizenzen der Netzwerke LinkedIn Recruiter und XING TalentManager, deutsche Sourcing-Suchmaschinen wie Talentwunder, KI-Plattformen wie Juicebox, SeekOut, hireEZ und Gem, Kontaktdaten-Werkzeuge wie Kaspr, ContactOut und Lusha sowie Automatisierung und Outreach mit PhantomBuster, Dux-Soup und SourceWhale. Ein reines Bewerbermanagement-System ist nicht dabei, dafür gibt es unsere Übersicht zur Recruiting-Software. Alle Preise und Funktionen stammen von den Websites der Hersteller.

Unsere Empfehlungen nach Einsatzzweck

Aus unserem Ratgeber weiter unten

Mittelstand mit Fokus auf DACH

Weil viele Fach- und Führungskräfte im deutschsprachigen Raum vor allem dort ein Profil pflegen.

Auch gut: Talentwunder

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Internationale Suche und Konzerne

Mit Zugriff auf das gesamte LinkedIn-Netzwerk, InMails und Projekten für Teams.

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Viele Netzwerke, deutsches Hosting

Mit Servern in Deutschland, Boolean- und KI-Suche und Anbindung an Personio und softgarden.

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IT- und Tech-Recruiting

Weil die Suche GitHub, Stack Overflow, Kaggle und weitere Entwicklerplattformen zusammenführt.

Auch gut: Instaffo

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Personalberatung und Agenturen

Weil Sourcing, Outreach und Synchronisation mit dem Agentur-CRM eng verzahnt sind.

Auch gut: SourceWhale

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Kontaktdaten für die Direktansprache

Mit Fokus auf europäische Kontakte und Euro-Preisen.

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Alle 17 Active-Sourcing-Tools im Überblick

Zum Vergleichen zwei Tools markieren

XING TalentManager LogoXING TalentManagerab 365,83 € / MonatKostenpflichtig

Der XING TalentManager ist das Recruiting-Werkzeug für Active Sourcing im Jobs-Netzwerk XING, betrieben von der New Work SE aus Hamburg. Eine Zeit lang lief das Produkt unter der Marke onlyfy als onlyfy TalentManager. Inzwischen vertreibt XING seine Recruiting-Lösungen wieder unter eigenem Namen, Funktionsumfang und Zugang blieben laut Anbieter erhalten und wurden um KI-Funktionen ergänzt. XING nennt mehr als 21 Millionen Mitglieder, davon über 6 Millionen mit besonders gut gepflegten Profilen, überwiegend aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Suche greift ausschließlich auf XING-Profile zu. Recruiter kombinieren Boolean-Operatoren mit mehr als 30 Filtern und speichern erfolgreiche Suchen als Suchauftrag, der bei neuen passenden Profilen automatisch benachrichtigt. Alternativ lassen sich Kandidatinnen und Kandidaten vorschlagen: Nach dem Anlegen eines Projekts erzeugt der TalentManager Empfehlungen anhand der Suchkriterien und kann Projektinformationen in eine Suchanfrage umwandeln. Im Profil sieht man zusätzlich Angaben zur Wechselbereitschaft sowie, falls freigegeben, Gehaltsvorstellungen und Karrierewünsche. Das TalentRadar gibt einen Überblick über den Kandidatenmarkt für eine Position oder Region. Eine Anreicherung um externe Kontaktdaten wie private E-Mail-Adressen gibt es nicht, angesprochen wird über XING-Nachrichten. Für die Ansprache stehen eigene Nachrichtenvorlagen, Smart Templates mit automatisch generierten individuellen Texten und eine KI-Unterstützung für personalisierte Nachrichten bereit. Kandidatinnen und Kandidaten werden zusätzlich per Push und E-Mail benachrichtigt, auch wenn sie gerade nicht aktiv sind. Die Kampagnenfunktion informiert mehrere Talente gleichzeitig über eine Stelle, setzt aber XING Stellenanzeigen voraus. Wer den TalentManager mit einer XING Stellenanzeige verknüpft, sieht in der Pro-Version die Besucherinnen und Besucher der Anzeige und kann sie direkt ansprechen. Für die Teamarbeit lassen sich Projekte, Konversationen und Notizen teilen, Nachrichten bleiben im Unternehmen, Kandidaten- und Projektstatus können Administratoren an den eigenen Prozess anpassen. Talent-Pools, Team-Pools und automatisch aktualisierte Smart-Pools halten interessante Profile verfügbar, auch Personen ohne XING-Profil lassen sich zentral verwalten. Berichte zeigen Team-Aktivitäten, Antworten und Vergleichswerte. Anbindungen an fremde ATS-Systeme oder eine offene API nennt XING auf den Produktseiten nicht, dokumentiert ist nur das Zusammenspiel mit XING Stellenanzeigen und dem XING Unternehmensprofil. Es gibt zwei Pakete. Core enthält 200 Nachrichten an Nicht-Kontakte pro Monat (300 für Personalberatungen), Pro unbegrenzte Nachrichten mit Prüfung ab 1.000 pro Monat (für Personalberatungen bei 1.000 begrenzt) sowie erweiterte Talent-Pooling-Funktionen. Der Preis richtet sich nach Unternehmensgröße, Lizenzanzahl und danach, ob es sich um eine Personalberatung handelt. Im Preisrechner von XING kostet Core für Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten 4.390 Euro und Pro 5.690 Euro pro Lizenz und Jahr zuzüglich Mehrwertsteuer, bei größeren Unternehmen mehr, mit Staffelrabatt ab mehreren Lizenzen. Die Mindestlaufzeit beträgt 12 Monate, gezahlt wird im Voraus auf Rechnung, gekündigt werden muss drei Monate vor Ablauf. Zum Datenschutz verweist XING auf die eigene Datenschutzerklärung und die strengen Datenschutzgesetze im deutschsprachigen Raum. Einen konkreten Serverstandort nennt die Produktseite nicht. Da nur Profile genutzt werden, die Mitglieder auf XING selbst angelegt haben, und die Ansprache innerhalb der Plattform erfolgt, ist die Datenherkunft klar. Profilbesuche sehen XING-Premium-Mitglieder erst, wenn ein Profil geöffnet wird. Der XING TalentManager passt zu Unternehmen und Personalberatungen, die vor allem im deutschsprachigen Raum rekrutieren, etwa für Fach- und Führungskräfte im Mittelstand, und XING als Ergänzung oder Alternative zu LinkedIn nutzen wollen.

Vorteile

  • Exklusiver Zugriff auf das XING-Netzwerk mit Schwerpunkt auf dem DACH-Raum.
  • In Pro unbegrenzte Nachrichten an Nicht-Kontakte für Unternehmen.
  • Exklusive Angaben zur Wechselbereitschaft und freigegebene Gehaltsvorstellungen.
  • Smart-Pools, die sich automatisch mit neuen passenden Profilen füllen.
  • Preise online im Preisrechner einsehbar, Bestellung auf Rechnung möglich.
  • Deutschsprachiger Anbieter, Oberfläche und Support auf Deutsch.

Nachteile

  • Datenbasis ausschließlich XING, keine anderen Netzwerke und keine externe Kontaktanreicherung.
  • 12 Monate Mindestlaufzeit mit Vorauszahlung und automatischer Verlängerung.
  • Core auf 200 Nachrichten an Nicht-Kontakte pro Monat begrenzt.
  • Keine ATS-Integrationen oder offene API auf den Produktseiten dokumentiert.
  • Kampagnenfunktion und Besucher-Pools nur in Kombination mit XING Stellenanzeigen.
CloudTalent-SucheKandidatenempfehlungenWechselbereitschaftKI-NachrichtenTalent-PoolsTeamarbeit
TarifeCore 365,83 € / MonatPro 474,17 € / Monatlaut Anbieter

Integrationen: XING Stellenanzeigen, XING Unternehmensprofil

LinkedIn Recruiter LogoLinkedIn RecruiterKostenpflichtigKostenpflichtig

LinkedIn Recruiter ist das Sourcing-Werkzeug von LinkedIn Talent Solutions. Die Suche läuft ausschließlich auf den Profilen der LinkedIn-Mitglieder, also auf Daten, die Kandidatinnen und Kandidaten selbst gepflegt haben. Eine Anreicherung um private E-Mail-Adressen oder Telefonnummern aus externen Quellen gehört nicht zum Produkt, die Kontaktaufnahme läuft über InMail, die Nachrichtenfunktion der Plattform. LinkedIn bietet das Produkt in mehreren Varianten an: Recruiter Lite für Einzelpersonen und kleine Unternehmen, Recruiter (in der Hilfe teils als Recruiter Corporate bezeichnet) für mittlere und große Talent-Acquisition-Teams sowie Recruiter Professional Services (RPS) und RPS+ für Personaldienstleister und Personalberatungen. Die Suche kombiniert Stichworte, Boolean-Operatoren und Filter. Recruiter und die RPS-Varianten bieten mehr als 40 Filter, etwa für Jobtitel, Standort, Skills, Branche, Sprachen und Netzwerkbeziehungen, dazu Filter wie Open to Work, offen für Projektarbeit und eine Einschätzung, wer wahrscheinlich antwortet. Recruiter Lite hat 20 Filter. Ein wichtiger Unterschied liegt in der Reichweite: Recruiter durchsucht das gesamte Netzwerk ohne Begrenzung der Profilansichten, Lite sowie RPS und RPS+ sehen Kontakte bis zum dritten Grad. RPS schaltet zusätzlich 30, RPS+ 50 Profile außerhalb des Netzwerks pro Monat frei. Gespeicherte Suchen lösen Benachrichtigungen aus, bei Lite bis zu 10 pro Lizenz, sonst bis zu 50. Für die Ansprache gibt es ein InMail-Kontingent pro Lizenz und Monat: 30 bei Lite, 100 bei RPS, 140 bei RPS+ und 150 bei Recruiter. Die Kontingente lassen sich im Team bündeln und zukaufen. Außer bei Lite können bis zu 25 InMails auf einmal verschickt werden. KI-Funktionen schlagen personalisierte Nachrichten vor, in RPS+ auch für Massennachrichten. Gegen Aufpreis lässt sich der Hiring Assistant hinzubuchen, ein KI-Agent, der Intake-Fragen stellt, mehrere Suchen ausführt, Bewerbungen aus LinkedIn und dem ATS bewertet, Nachrichten entwirft und Interessierte vorqualifiziert. Laut LinkedIn ist er unter anderem auf Deutsch, Englisch und Französisch verfügbar. Gefundene Profile landen in Projekten, die das Team gemeinsam bearbeitet, mit Notizen, Tags, Teamhistorie und der Möglichkeit, Profile mit Hiring Managern zu teilen. Pro Recruiter-Lizenz sind 20 kostenlose Collaborator-Zugänge enthalten. Die Berichte reichen bei Lite von InMail- bis Job-Auswertungen, ab RPS kommen Nutzungs-, Pipeline- und benutzerdefinierte Berichte hinzu. Über das Partnerprogramm mit Recruiter System Connect, CRM Connect und weiteren Schnittstellen bindet LinkedIn mehr als 28 ATS- und CRM-Partner an, darunter Greenhouse, Lever, Bullhorn, Workday Recruiting, SmartRecruiters und iCIMS. Recruiter Lite bietet keine ATS-Integration. Für iOS und Android gibt es eine Recruiter-App, RPS+ ist mobil derzeit nicht verfügbar. Preise veröffentlicht LinkedIn auf den Produktseiten nicht. Recruiter Lite lässt sich online monatlich oder jährlich abonnieren, teils mit kostenloser Testphase, alle anderen Varianten laufen über den Vertrieb und hängen laut LinkedIn von Unternehmensgröße und Anzahl der Lizenzen ab. Für Active Sourcing in der DACH-Region ist zu bedenken: Die Datenbasis ist auf LinkedIn begrenzt, in vielen Branchen und Regionen des deutschsprachigen Raums sind relevante Profile zusätzlich oder nur auf XING zu finden. Einen Serverstandort in Deutschland oder der EU nennt LinkedIn auf den Produktseiten nicht. Bei den Unternehmensvarianten gehören Projekte und Kommunikation dem Unternehmen, bei Lite dem Administrator der Lizenz. LinkedIn Recruiter passt zu Recruiting-Teams in mittleren und großen Unternehmen, die regelmäßig schwer zu besetzende Stellen haben und LinkedIn als Hauptquelle nutzen, sowie in den RPS-Varianten zu Personalberatungen. Für gelegentliches Sourcing durch Einzelpersonen ist Recruiter Lite gedacht.

Vorteile

  • Zugriff auf das gesamte LinkedIn-Netzwerk in der Variante Recruiter, ohne Begrenzung der Profilansichten.
  • Über 40 Suchfilter mit Signalen wie Open to Work und Antwortwahrscheinlichkeit.
  • Große Auswahl an ATS- und CRM-Integrationen über das offizielle Partnerprogramm.
  • Hiring Assistant als KI-Agent mit deutscher Sprachunterstützung zubuchbar.
  • Abgestufte Varianten für Einzelpersonen, Unternehmen und Personalberatungen.
  • Mobile App für iOS und Android.

Nachteile

  • Keine Preise auf der Website, die meisten Varianten nur über den Vertrieb.
  • InMail-Kontingent begrenzt, bei Recruiter Lite nur 30 Nachrichten pro Monat.
  • Recruiter Lite und die RPS-Varianten sehen nur Kontakte bis zum dritten Grad.
  • Datenbasis auf LinkedIn beschränkt, XING-Profile aus dem DACH-Raum fehlen.
  • Kein Serverstandort in Deutschland oder der EU auf den Produktseiten genannt.
Kostenlose TestphaseMobile AppCloudBoolean- und FiltersucheInMail-AnspracheKI-NachrichtenHiring AssistantProjekte und PipelinesATS-Integrationen
TarifeRecruiter Lite auf AnfrageRecruiter auf AnfrageRecruiter Professional Services auf AnfrageRecruiter Professional Services Plus auf Anfragelaut Anbieter

Integrationen: Greenhouse, Lever, Bullhorn, Jobvite, Oracle Recruiting Cloud und 8 weitere

Talentwunder LogoTalentwunderab 429 € / MonatKostenpflichtigHosting DE

Talentwunder ist eine Sourcing-Plattform der Talentwunder GmbH aus Berlin, die seit 2014 am Markt ist und inzwischen als Talentwunder 2.0 auftritt. Anders als LinkedIn Recruiter oder der XING TalentManager ist Talentwunder nicht an ein einzelnes Netzwerk gebunden: Die Plattform indexiert laut Anbieter über 200 Millionen Profile aus 30 öffentlichen Quellen, darunter LinkedIn, XING, GitHub, GitLab, Stack Overflow, Behance, Dribbble, Kaggle, ResearchGate, Freelancermap, Wellfound, OpenAlex und die Bundesagentur für Arbeit. Der Fokus liegt auf dem DACH-Raum. Kern ist das Super-Profile. Wer auf mehreren Plattformen sichtbar ist, erscheint als ein einziger, deduplizierter Treffer, in dem Werdegang, Skills, Aktivitätssignale wie GitHub-Beiträge und Kontaktwege zusammengeführt sind. Gesucht wird wahlweise mit voller Boolean-Syntax inklusive Klammern, Wildcards und Synonymgruppen oder per KI-Suche in natürlicher Sprache, die eine Beschreibung in strukturierte Kriterien übersetzt. Jeder Treffer erhält einen Fit-Score für Skills, Erfahrung, Standort und Aktivität und eine Begründung, warum er passt. Zusätzlich berechnet Talentwunder vier Scores zu Loyalität, Wettbewerbsfähigkeit, Karrieredynamik und Diversität. Für die Kontaktdaten-Anreicherung setzt Talentwunder den Dienst Lusha ein. Angesprochen wird über LinkedIn, XING oder E-Mail, die KI entwirft personalisierte Nachrichten und schlägt passende Kontaktwege vor. Ein gemeinsamer Posteingang bündelt Antworten aus allen drei Kanälen. KI-Agenten übernehmen auf Wunsch wiederkehrende Schritte: neue Profile finden, Passung bewerten, Ansprache vorbereiten, Antworten vorsortieren. Das Team legt fest, was automatisch läuft und was freigegeben werden muss. Für die Organisation gibt es geteilte Projekte mit Kanban-Pipeline, Bulk-Aktionen, wiederverwendbare Talentpools mit Tags, Notizen, Status, Aufgaben und Follow-ups. Auswertungen zeigen Antworten, Kanäle, Conversion-Raten und Projektfortschritt. An ATS-Systeme übergibt Talentwunder Profile, Status und Notizen, genannt werden unter anderem Personio, softgarden, onlyfy by XING, HR Lab, zfm-Talentboard, Karriera, HubSpot, Manatal und Starhunter. Bestehende Talentpools lassen sich importieren, eigene Workflows laufen über eine REST-API mit Webhooks oder per CSV. Die Preise stehen auf der Website. Es gibt vier Tarife, Starter, Premium, Business und Professional, mit einer bis vier Recruiter-Lizenzen und zusätzlichen Expert-Lizenzen. Pro Recruiter-Lizenz und Monat kostet das bei 12 Monaten Laufzeit zwischen 489 und 429 Euro, bei 24 Monaten zwischen 416 und 365 Euro, jeweils zuzüglich Umsatzsteuer und jährlich im Voraus. Eine kostenlose Testphase gibt es nicht, stattdessen eine Live-Demo und ein kostenloses Onboarding. Beim Datenschutz ist Talentwunder vergleichsweise transparent. Die Anwendung läuft auf AWS in Frankfurt, Datenbanken und Backups liegen bei Hetzner in Deutschland. Die Profile stammen nach Anbieterangaben ausschließlich aus öffentlich zugänglichen Quellen, betroffene Personen können widersprechen, ihr Profil wird dann gelöscht und für eine erneute Erfassung gesperrt. Für die Kundendaten wird ein Auftragsverarbeitungsvertrag geschlossen. Zu beachten: Die Kontaktanreicherung über Lusha verarbeitet Daten in Israel, CloudFront-Edges können auch in Nordamerika liegen, und eine SOC-2- oder ISO-27001-Zertifizierung weist Talentwunder nicht aus. Talentwunder passt zu Talent-Acquisition-Teams und Personalberatungen im DACH-Raum, die schwer zu findende Profile wie IT-, Engineering- oder Forschungsrollen über mehrere Netzwerke hinweg suchen und Sourcing als Teamprozess organisieren wollen. Den Einsatz von LinkedIn Recruiter oder XING TalentManager ersetzt es nach eigener Aussage nicht vollständig.

Vorteile

  • Durchsucht 30 Netzwerke gleichzeitig statt nur LinkedIn oder XING.
  • Super-Profile fassen doppelte Treffer zu einer Person zusammen.
  • Boolean- und KI-Suche im selben Werkzeug, mit nachvollziehbarer Begründung pro Treffer.
  • Hosting bei AWS Frankfurt und Hetzner in Deutschland, Trust-Seite mit Unterauftragsverarbeitern.
  • Preise transparent auf der Website, Onboarding kostenlos.
  • ATS-Anbindungen an im DACH-Raum verbreitete Systeme wie Personio und softgarden.

Nachteile

  • Keine kostenlose Testphase, nur Live-Demo.
  • Mindestlaufzeit 12 Monate mit jährlicher Vorauszahlung und automatischer Verlängerung.
  • Kontaktanreicherung über Lusha mit Datenübermittlung nach Israel.
  • Keine SOC-2- oder ISO-27001-Zertifizierung.
  • Unterschied zwischen Recruiter- und Expert-Lizenz auf der Website nicht im Detail erklärt.
APICloudMulti-Network-SucheSuper-ProfileBoolean- und KI-SucheMehrkanal-AnspracheKI-AgentenProjekte und Talentpools
TarifeStarter 489 € / MonatPremium 469 € / MonatBusiness 449 € / MonatProfessional 429 € / Monatlaut Anbieter

Integrationen: Personio, softgarden, onlyfy by XING, HR Lab, zfm-Talentboard und 7 weitere

AmazingHiring LogoAmazingHiringKostenpflichtigKostenpflichtig

AmazingHiring ist eine Suchmaschine für das Active Sourcing von IT-Fachkräften. Statt Entwicklerinnen und Entwickler einzeln auf LinkedIn, GitHub oder Stack Overflow zu suchen, bündelt das Tool laut Anbieter Daten aus mehr als 50 Netzwerken in einer Oberfläche. Genannt werden unter anderem GitHub, Stack Overflow, Kaggle und LinkedIn. AmazingHiring sieht sich nach eigener Darstellung als Suchmaschine, die Profile aus öffentlich zugänglichen Quellen und lizenzierten Daten Dritter zusammenführt und daraus ein Kandidatenprofil mit Name, Kontaktdaten, Social-Media-Profilen, Jobtitel und Ausbildung erstellt. Der Ansatz ist auf technische Rollen zugeschnitten. Weil Code-Plattformen und Entwickler-Communities mit ausgewertet werden, tauchen auch Kandidaten auf, deren LinkedIn-Profil dünn oder veraltet ist. Gefiltert wird nach Skills, Berufserfahrung, Wechselbereitschaft, Standort und weiteren Kriterien. Im Hilfe-Center beschreibt der Anbieter außerdem einen Diversity-Filter, einen LinkedIn-Filter, Statistiken zu einzelnen Unternehmen, gespeicherte Suchen und eine Suchhistorie. Eine überarbeitete Suchmaske (Search 2.0) ersetzt die alte Suchform. Treffer lassen sich sortieren, taggen, kommentieren und in Ordner ablegen, die als Talent-Pools für einzelne Stellen dienen. Eigene Daten zu Kandidaten können hochgeladen werden. Die Chrome-Erweiterung ist kostenlos installierbar und zeigt beim Aufruf eines Profils, etwa auf LinkedIn, die verknüpften Konten der Person auf anderen Plattformen an. Zahlende Nutzer sehen dort zusätzlich die Daten aus der Suchmaschine, Kandidaten lassen sich auch über ihre E-Mail-Adresse finden. Kontaktdaten zeigt AmazingHiring mit Verweis auf die ursprüngliche Quelle an, was bei der Erstansprache hilft, die Herkunft der Daten nachzuweisen. Für die Ansprache gibt es ein Messaging-Modul mit Einzel- und Massenmails aus Ordnern, E-Mail-Kampagnen mit Follow-ups, Sequenzen, Vorlagen, Signaturen und Tracking. Der Versand läuft über angebundene Gmail- oder Outlook-365-Postfächer, Vorlagen und Nachrichten lassen sich privat halten. Eine GPT-Integration unterstützt beim Formulieren der Ansprache, und Mixmax ist als Integration dokumentiert. Gefundene Profile werden per Klick an das ATS übergeben. Dokumentiert sind Integrationen mit Greenhouse, Lever, SmartRecruiters, Teamtailor, Workable und Huntflow, weitere Systeme laufen über Merge. Bei Greenhouse und SmartRecruiters können zusätzlich bestehende Profile importiert werden. Außerdem gibt es eine Anbindung an Gem und eine Search API. Preise veröffentlicht AmazingHiring nicht. Laut Hilfe-Center hängen sie von der Zahl der Nutzer, dem Funktionsumfang und weiteren Bedingungen ab, der Einstieg führt über eine Demo-Anfrage. Jedes Teammitglied braucht eine eigene Lizenz. Eine kostenlose Testphase wird auf der Website nicht beworben. Beim Datenschutz beschreibt sich AmazingHiring in seinem Whitepaper als Verantwortlicher für die gesammelten Daten, der Kunde wird bei der Nutzung selbst Verantwortlicher und muss eine Rechtsgrundlage wie das berechtigte Interesse haben sowie Kandidaten nach Art. 14 DSGVO informieren. Es gibt einen Datenschutzbeauftragten und ein Formular, über das Personen Auskunft, Löschung oder Widerspruch verlangen können. Daten werden laut Whitepaper in ISO-27001-zertifizierten Rechenzentren von Hetzner Online verarbeitet, einen konkreten Standort nennt der Anbieter nicht. Für Übermittlungen außerhalb der EU nutzt AmazingHiring Standardvertragsklauseln. Die Oberfläche ist englischsprachig, der Fokus liegt klar auf IT-Profilen, für kaufmännische oder gewerbliche Rollen ist das Tool weniger geeignet. AmazingHiring richtet sich an Tech-Recruiter, Sourcer in IT-Unternehmen und Personalberatungen mit Schwerpunkt Softwareentwicklung, Data Science und DevOps.

Vorteile

  • Wertet Entwickler-Plattformen wie GitHub, Stack Overflow und Kaggle aus und findet so auch Kandidaten mit schwachem LinkedIn-Profil.
  • Kontaktdaten werden mit Quellenangabe angezeigt, was die Dokumentation der Datenherkunft erleichtert.
  • Kostenlose Chrome-Erweiterung zeigt verknüpfte Profile direkt auf LinkedIn.
  • Direkter Export in gängige ATS wie Greenhouse, Lever, SmartRecruiters, Teamtailor und Workable.
  • Ausführliches DSGVO-Whitepaper, Datenschutzbeauftragter und Formular für Auskunft, Löschung und Widerspruch.
  • Diversity-Filter und Firmenstatistiken für gezielte Suchen.

Nachteile

  • Keine öffentlichen Preise, Einstieg nur über Demo-Anfrage.
  • Keine kostenlose Testphase beworben.
  • Klar auf IT-Profile ausgerichtet, für andere Berufsgruppen wenig ergiebig.
  • Serverstandort im Hetzner-Rechenzentrum nicht konkret angegeben.
  • Oberfläche nur auf Englisch, Anzahl der Profile wird nicht genannt.
APICloudTech-SuchmaschineFilterKontaktdatenChrome-ErweiterungOrdnerE-Mail-Kampagnen
TarifeLizenz auf Anfragelaut Anbieter

Integrationen: Greenhouse, Lever, SmartRecruiters, Teamtailor, Workable und 7 weitere

Loxo LogoLoxoab 149 $ / MonatKostenpflichtig

Loxo ist eine Talent-Intelligence-Plattform aus Austin in Texas, die ATS, Recruiting-CRM, eine eigene Kandidatendatenbank und Outreach in einem System vereint. Zielgruppe sind vor allem Personalberatungen, Executive-Search-Firmen, Staffing-Agenturen und RPO-Anbieter, daneben auch interne Recruiting-Teams in Unternehmen. Anders als reine Sourcing-Tools ersetzt Loxo damit das bestehende ATS, statt nur daneben zu laufen. Das Sourcing heißt Loxo Source und durchsucht laut Anbieter einen Talent-Graph mit mehr als 850 Millionen Personen und Millionen Unternehmen, und zwar zusammen mit der eigenen CRM-Datenbank. Die Daten stammen nach Angaben von Loxo aus öffentlichen Webquellen und von Drittanbietern und werden bereinigt, dedupliziert und verifiziert. Gesucht wird auf drei Wegen: per natürlicher Sprache, mit Boolean-Strings oder über Keywords und Filter. Eine KI gleicht Profile mit der Stellenbeschreibung ab und sortiert semantisch passende Treffer nach oben. Suchen lassen sich speichern und im Team teilen. Loxo weist selbst darauf hin, dass die Datenqualität je nach Land schwankt, was für den DACH-Raum im Einzelfall geprüft werden sollte. Kontaktdaten liefert Loxo nach eigener Aussage als verifizierte Mobilnummern, private und geschäftliche E-Mail-Adressen, ergänzt um einen Agenten, der Telefonnummern und E-Mails gezielt sucht. Abgerechnet wird über Credits: Im Tarif Professional sind 2.500 Credits pro Nutzer und Monat enthalten, die im Team gepoolt werden, zusätzliche Kontingente gibt es als Boost-Pakete. Eine Chrome-Erweiterung übernimmt Kandidaten von beliebigen Webseiten in die Datenbank. Loxo Outreach führt E-Mail, SMS, Anrufe über einen integrierten Dialer und Termine in einer Oberfläche zusammen. Mehrstufige Sequenzen mit automatischen Follow-ups lassen sich aus Vorlagen bauen und per A/B-Test vergleichen. Kandidaten können manuell oder über Workflow-Trigger eingebucht werden, zum Beispiel wenn sie eine bestimmte Pipeline-Stufe erreichen. Outreach GPT entwirft Nachrichten anhand von Stellenbeschreibung und Profil, laut Loxo auf Basis eines eigenen Sprachmodells. Alle Anrufe, Nachrichten und Termine werden automatisch am Profil protokolliert. Für Agenturen wichtig sind Pipelines, Berichte zu Kandidaten, Jobs, Team und Umsatz sowie ein Portal für Feedback von Hiring Managern auf Kundenseite. Hinzu kommen KI-Agenten für Longlists und Shortlists, Kandidatenvorstellungen, Stellenbeschreibungen, Notizen aus Gesprächen und die Pflege der Datenbank. Über den Loxo Marketplace sind unter anderem Greenhouse, Workday, iCIMS, HubSpot, Mailchimp, Indeed, Broadbean, RingCentral, Ringover, Zoom, Okta und Xero angebunden. Dazu gibt es eine offene API und Loxo MCP. Der Tarif Core kostet ab 149 US-Dollar pro Nutzer und Monat bei jährlicher Vorauszahlung und enthält ATS, CRM, KI-Suche in der eigenen Datenbank und die Chrome-Erweiterung, aber nicht den Talent-Graph. Professional mit Loxo Source, Kontaktdaten-Credits und API sowie Enterprise mit SSO gibt es nur auf Anfrage. Professional lässt sich sieben Tage ohne Kreditkarte testen. Beim Datenschutz nennt Loxo eine SOC-2-Type-II-Zertifizierung, AES-256-Verschlüsselung, TLS 1.2 und die Einhaltung von DSGVO und CCPA, ein Auftragsverarbeitungsvertrag ist veröffentlicht. Einen Serverstandort in Deutschland oder der EU nennt Loxo nicht, internationale Datenübermittlungen sind im Vertrag vorgesehen. Die Oberfläche ist englischsprachig. Bei der Ansprache von Kandidaten aus dem Talent-Graph müssen Nutzer in der EU die Informationspflicht nach Art. 14 DSGVO selbst erfüllen. Loxo eignet sich vor allem für Personalberatungen und Executive-Search-Firmen, die Datenbank, Sourcing, Kontaktdaten und Ansprache per E-Mail, SMS und Telefon in einem System bündeln wollen.

Vorteile

  • ATS, CRM, Sourcing-Datenbank und Outreach in einem System, ohne separate Tools.
  • Suche wahlweise in natürlicher Sprache, per Boolean oder über Filter.
  • Outreach kombiniert E-Mail, SMS und Telefon mit automatischer Protokollierung am Profil.
  • Kontaktdaten-Credits werden im Team gepoolt und sind im Tarif Professional enthalten.
  • Sieben Tage kostenloser Test des Tarifs Professional ohne Kreditkarte.
  • SOC 2 Type II, AES-256-Verschlüsselung und veröffentlichter Auftragsverarbeitungsvertrag.

Nachteile

  • Talent-Graph und Kontaktdaten erst ab Professional, dessen Preis nur auf Anfrage genannt wird.
  • Nur Jahresverträge mit Zahlung im Voraus.
  • Datenqualität schwankt laut Anbieter je nach Land, Abdeckung in DACH nicht belegt.
  • Kein Serverstandort in Deutschland oder der EU angegeben.
  • Oberfläche nur auf Englisch, LinkedIn ist kein eigener Outreach-Kanal.
Kostenlose TestphaseAPICloudTalent-GraphSucheKontaktdatenOmnichannel-OutreachOutreach GPTATS und CRM
TarifeCore 149 $ / MonatProfessional auf AnfrageEnterprise auf Anfragelaut Anbieter

Integrationen: Greenhouse, Workday, iCIMS, HubSpot, Mailchimp und 17 weitere

Kaspr LogoKasprKostenlos nutzbarFreemium

Kaspr ist ein Werkzeug für B2B-Kontaktdaten, das hauptsächlich als Chrome-Erweiterung auf LinkedIn arbeitet. Hinter dem Produkt steht die KASPR SAS mit Sitz in Paris. Der Anbieter stellt europäische Kontaktdaten in den Mittelpunkt und spricht neben Vertriebsteams ausdrücklich Recruiter an: Laut Kaspr nutzen Personalvermittler und Inhouse-Recruiter das Tool, um Kandidaten zu finden und mit Hiring Managern ins Gespräch zu kommen. Die Arbeitsweise ist einfach. Wer ein LinkedIn-Profil öffnet, kann über die Erweiterung geschäftliche E-Mail-Adressen, direkte E-Mail-Adressen und Telefonnummern aufdecken. Jede Abfrage verbraucht Credits der jeweiligen Art. Die Erweiterung funktioniert auf dem normalen LinkedIn, ab dem Tarif Starter auf Sales Navigator und ab dem Tarif Business auf LinkedIn Recruiter Lite. Eine eigene Personendatenbank mit Boolean- oder KI-Suche bietet Kaspr nicht an, die Suche selbst läuft über LinkedIn und dessen Filter. Für das Active Sourcing in größerem Umfang gibt es Anreicherungs-Automationen. Kontakte lassen sich gesammelt aus LinkedIn-Suchen, Sales-Navigator-Suchen, LinkedIn-Gruppen und LinkedIn-Events übernehmen und mit Kontaktdaten anreichern. Zusätzlich können CSV-Dateien mit LinkedIn-URLs hochgeladen werden. Die Zahl der Starts pro Monat und der Kontakte pro Durchlauf ist je Tarif begrenzt, im Free-Tarif auf 25 Kontakte pro Durchlauf, in Business auf 1.000. In der Web-App werden gespeicherte Kontakte in Listen organisiert, mit Notizen versehen und ihre Aktivität nachverfolgt. Teams teilen sich Kandidaten, Aktivitäten und Credits in einem gemeinsamen Workspace. Zu den Datenquellen schreibt Kaspr, dass öffentlich verfügbare Informationen wie Handelsregister und Unternehmenswebsites, eigene Erhebung und Verifizierung sowie vertraglich geprüfte Drittanbieter genutzt werden. Kontaktdaten werden bei jeder Abfrage in Echtzeit aktualisiert, E-Mail-Adressen laut Anbieter mehrstufig verifiziert und etwa alle zwei Monate erneut geprüft. Die Angaben zur Datenbankgröße schwanken auf der Website zwischen über 200 Millionen und über 500 Millionen Datensätzen. Exportiert wird an Salesforce, HubSpot, Pipedrive, Zoho, Lemlist, Brevo sowie an die Telefonie-Tools Aircall und Ringover. Auf der Recruiting-Seite nennt Kaspr außerdem das ATS Bullhorn, weitere Systeme laufen über Zapier. Ab Starter gibt es API-Zugriff auf Anfrage, ab Business regulären API-Zugang. Preislich startet Kaspr mit einem dauerhaft kostenlosen Tarif mit wenigen Telefon- und Direkt-E-Mail-Credits pro Monat. Starter kostet 59 Euro pro Nutzer und Monat bei monatlicher Zahlung und 45 Euro bei jährlicher Zahlung, Business 99 beziehungsweise 79 Euro, Enterprise nur auf Anfrage. Zusätzliche Credits lassen sich jederzeit nachkaufen. Telefonnummern sind auch in den Bezahltarifen kontingentiert, Starter enthält 1.200 Telefon-Credits pro Jahr, aber nur 60 Direkt-E-Mail-Credits. Für den Einsatz in der DACH-Region ist die Datenschutzseite relevant. Kaspr beruft sich auf berechtigtes Interesse nach Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO, arbeitet nach dem Opt-out-Prinzip und informiert nach eigener Aussage täglich mehr als 50.000 Personen per E-Mail über die Verarbeitung ihrer Daten. Betroffene können der Weitergabe über ein Formular widersprechen. Kunden bleiben selbst für die rechtmäßige Nutzung verantwortlich. Laut Datenschutzerklärung werden Daten nach Möglichkeit im Vereinigten Königreich, der EU oder dem EWR verarbeitet, genannt werden OVH und MongoDB als Speicheranbieter, einen konkreten Serverstandort nennt Kaspr nicht. Direkte E-Mail-Adressen lassen sich aus Compliance-Gründen ausblenden. Kaspr passt zu Recruitern und Personalberatungen, die ihre Suche ohnehin in LinkedIn oder LinkedIn Recruiter Lite führen und dort schnell an Telefonnummern für eine Direktansprache kommen wollen.

Vorteile

  • Arbeitet direkt im LinkedIn-Profil, ohne separaten Suchprozess.
  • Unterstützt LinkedIn Recruiter Lite und Sales Navigator, was für Recruiter wichtig ist.
  • Fokus auf europäische Kontaktdaten statt auf reine US-Abdeckung.
  • Dauerhaft kostenloser Tarif zum Ausprobieren ohne Kreditkarte.
  • Opt-out-Verfahren und aktive Benachrichtigung der erfassten Personen laut Anbieter.
  • Export zu Bullhorn, gängigen CRMs und Telefonie-Tools.

Nachteile

  • Telefon- und Direkt-E-Mail-Credits sind auch in Bezahltarifen begrenzt, Starter enthält nur 60 Direkt-E-Mail-Credits pro Jahr.
  • Keine eigene Kandidatensuche mit Boolean- oder KI-Filtern, die Suche läuft über LinkedIn.
  • LinkedIn Recruiter Lite erst ab Business, LinkedIn Recruiter (Corporate) wird nicht genannt.
  • Kein konkreter Serverstandort auf der Herstellerseite angegeben.
  • Rechtliche Verantwortung für die Direktansprache nach DSGVO bleibt beim Kunden.
  • Keine Outreach-Sequenzen im Tool selbst, dafür sind Lemlist oder ein CRM nötig.
APICloudLinkedIn-ErweiterungRecruiter Lite SupportBulk-AnreicherungCSV-AnreicherungLead-ManagementTeam-Workspace
TarifeFree kostenlosStarter 59 € / MonatBusiness 99 € / MonatEnterprise auf Anfragelaut Anbieter

Integrationen: LinkedIn, LinkedIn Sales Navigator, LinkedIn Recruiter Lite, Bullhorn, Salesforce und 9 weitere

Instaffo LogoInstaffoab 990 € / MonatKostenpflichtig

Instaffo ist eine Recruiting-Plattform der Instaffo GmbH aus Heidelberg und 2026 weiterhin aktiv. Das Unternehmen beschreibt sich als Recruiting-Plattform mit kuratiertem Talentmarktplatz und grenzt sich ausdrücklich von klassischen Jobbörsen und Headhuntern ab. Anders als reine Kontaktdaten-Tools durchsucht Instaffo nicht das offene Web oder LinkedIn, sondern einen eigenen Pool registrierter Talente, die nach Angaben des Anbieters mehr als 300.000 Personen umfasst. Der Ablauf beginnt mit einer Stellenbeschreibung samt Anforderungen, Rahmenbedingungen und Wunschprofil. Das KI-Matching vergleicht laut Instaffo über 100 Parameter, darunter Skills, Gehaltsvorstellung und Standort, und analysiert Fähigkeiten, Präferenzen und Soft Skills semantisch. Passende Talente erscheinen mit Lebenslauf und Matching Score in der Pipeline des Unternehmens. Wer selbst aktiv werden will, nutzt den Talent Feed: Dort lassen sich vorqualifizierte Talente mit Filtern durchsuchen und per Klick ansprechen, anschließend läuft die Kommunikation über einen Direkt-Chat mit Automatisierung und Personalisierung. Einen Boolean-Suchmodus oder eine Anreicherung mit externen Kontaktdaten gibt es nicht, da alle Kontakte über die Plattform laufen. Den Pool baut Instaffo über Anzeigen und Inhalte auf Kanälen wie LinkedIn, Google, Reddit, Podcasts und YouTube auf und schaltet für jede Stelle gezielte Anzeigen. Profile werden laut Anbieter auf Skills, Gehaltsrahmen, Motivation und Wechselbereitschaft geprüft. Abgedeckt wird die Wissensarbeit, also Softwareentwicklung, Data, Vertrieb, Marketing, Finanzen, Beratung, HR und Support. Produktion, Logistik, Handwerk, Gastronomie, Zeitarbeit, Praktika und Werkstudentenstellen bedient Instaffo nicht. Für die Zusammenarbeit im Team können Kollegen um Feedback zu Kandidatenprofilen gebeten werden, Notizen werden direkt im Profil gesammelt. Neu sind KI-Interviews, bei denen Talente ein sprachbasiertes Interview für die jeweilige Rolle führen und das Unternehmen eine automatische Zusammenfassung erhält. Ein automatisiertes Screening mit Vorabfragen ist angekündigt. Als Analysewerkzeug gibt es ein Gehalts-Benchmark-Tool, das auf über 750.000 Job- und Talentdatenpunkten basiert und nach Rolle, Region und Seniorität filtert. Laut Anbieter sind über 40 ATS-Systeme anbindbar, konkrete Namen nennt Instaffo nicht. Das Preismodell kombiniert Grundgebühr und Erfolgsprovision. Im Tarif Essential fällt keine monatliche Gebühr an, bei Einstellung werden 15 Prozent des Ziel-Bruttojahresgehalts fällig, bei bis zu fünf aktiven Stellen. Professional kostet 990 Euro im Monat bei sechs Monaten Laufzeit mit 12 Prozent Provision, unbegrenzten Stellen, ATS-Anbindung und 90 Tagen kostenfreier Nachbesetzung. Enterprise mit individueller ATS-Integration und AV-Vertrag gibt es auf Anfrage. Beim Datenschutz punktet das Opt-in-Prinzip: Talente legen ihr Profil selbst an, steuern die Sichtbarkeit und werden nur Unternehmen mit passenden Stellen angezeigt, aktuelle Arbeitgeber sehen das Profil nicht. Für Active Sourcing in Deutschland entfällt damit die Frage nach der Herkunft fremder Kontaktdaten. Die Website wird laut Datenschutzerklärung teils bei DigitalOcean in der EU, teils bei Webflow und über AWS CloudFront in den USA gehostet, einen Serverstandort für die eigentliche Plattform nennt Instaffo nicht. Instaffo eignet sich für Unternehmen und Startups in Deutschland, die Tech- und Fachkräfte ohne eigenen Sourcing-Aufwand finden wollen und lieber pro Einstellung als für Lizenzen und Kontaktdaten-Credits zahlen.

Vorteile

  • Talente melden sich selbst an und steuern ihre Sichtbarkeit, das vereinfacht die DSGVO-Frage bei der Direktansprache.
  • Im Tarif Essential keine Fixkosten, Zahlung erst bei erfolgreicher Einstellung.
  • Klarer Fokus auf Wissensarbeit und Tech-Rollen im deutschsprachigen Markt.
  • KI-Matching liefert Kandidaten mit Matching Score ohne eigenen Sourcing-Aufwand.
  • 90 Tage kostenfreie Nachbesetzung im Tarif Professional.
  • Deutschsprachiger Anbieter aus Heidelberg mit persönlichem Onboarding.

Nachteile

  • Zugriff nur auf den eigenen Talentpool, keine Suche in LinkedIn oder im offenen Web.
  • Erfolgsprovision von 12 bis 15 Prozent des Jahresgehalts wird bei vielen Einstellungen teuer.
  • Keine Produktions-, Logistik-, Handwerks- oder Werkstudentenstellen.
  • ATS-Integration erst ab Professional, konkrete ATS-Systeme werden nicht genannt.
  • Kein Serverstandort für die Plattform auf der Herstellerseite angegeben.
CloudTalentmarktplatzKI-MatchingTalent FeedDirekt-ChatKI-InterviewsGehalts-Benchmark
TarifeEssential auf AnfrageProfessional 990 € / MonatEnterprise auf Anfragelaut Anbieter

Integrationen: ATS-Systeme, Google Kalender, Google Login, LinkedIn Login

SourceWhale LogoSourceWhaleKostenpflichtigKostenpflichtig

SourceWhale ist eine Recruiting-Plattform, die sich klar an Personalberatungen, Headhunter und Personaldienstleister richtet. Der Hersteller sitzt laut Website in New York und spricht von Tausenden Recruiting-Agenturen als Kunden. Ursprünglich als Outreach-Tool gestartet, deckt SourceWhale heute den gesamten Ablauf ab: Sourcing, Kontaktdaten, Sequenzen, Telefonie, Meeting-Notizen und inzwischen auch ein eigenes CRM und ATS. Die Suche startet nicht mit Boolean-Strings, sondern mit einer Beschreibung in natürlicher Sprache, etwa Rolle, Erfahrung, Branche und Ort. Daraus baut SourceWhale ein Idealprofil, stellt bei Unklarheiten Rückfragen und sortiert die Treffer per KI nach Passung. Recruiter markieren Profile mit Ja oder Nein und schärfen damit die Suche, eine Memory-Funktion merkt sich wiederkehrende Vorlieben für spätere Suchen. Gesucht wird zuerst im eigenen CRM, also in bereits bekannten Kandidaten, und auf Wunsch zusätzlich in öffentlichen Profilen aus dem Web, ohne die Suche neu aufzubauen. Ausgewählte Personen landen direkt in einem Projekt oder einer Kampagne, ohne Export. Für Kontaktdaten fragt SourceWhale mit einer Suche mehrere Datenanbieter ab und spielt E-Mail-Adressen und Telefonnummern direkt in den Arbeitsablauf zurück. Zusätzlich lassen sich eigene Anbieter wie Apollo, Cognism, ContactOut, Kaspr, Lusha, RocketReach, SignalHire oder Hunter anbinden. Wie gut die Trefferquote in der DACH-Region ist, hängt von diesen Anbietern ab und wird vom Hersteller nicht beziffert. Kern bleibt die Ansprache. Kampagnen kombinieren E-Mail, LinkedIn und Telefon, automatische Schritte und manuelle Aufgaben werden gemeinsam geplant, manuelle Schritte landen auf einer To-do-Liste. SMS und WhatsApp sind ebenfalls vorgesehen, gesendet wird aus dem eigenen Postfach. Campaign AI liefert einen ersten Entwurf, die Personalisierung soll sich mit der Zeit dem Stil des Recruiters anpassen. Der Inbox Agent arbeitet in Gmail und Outlook, schreibt Antwortentwürfe mit Kontext aus E-Mails, Anrufen und Meetings und verschickt Nachfass-Sequenzen, die bei Antwort automatisch stoppen. Dazu kommen E-Mail-Tracking für Öffnungen und Klicks, ein Dialer mit Aufzeichnung, Transkript und Zusammenfassung sowie ein Notetaker für Zoom, Google Meet und Microsoft Teams. Eine Off-Limits-Funktion stoppt Outreach an bestimmte Firmen und Kontakte. Das eigene CRM und ATS verwaltet Kunden, BD-Projekte, Jobs und Kandidaten-Pipelines bis zur Platzierung mit Honorar. Wer sein System behalten will, nutzt die Zwei-Wege-Synchronisation: genannt werden über 60 Systeme, darunter Bullhorn, Vincere, JobAdder, Greenhouse, Lever, Workable, Personio, Recruitee, SmartRecruiters, Teamtailor, Zoho Recruit, HubSpot und Salesforce. Eine öffentliche API für Kontakte, Kampagnen, Projekte, Notizen und Statistiken sowie ein MCP-Server sind vorhanden. Pipeline-Ansichten zeigen Aktivität, Umsatz und Zielerreichung im Team. Preise veröffentlicht SourceWhale nicht, ein Angebot gibt es nur nach einer Demo. Eine Testphase wird nicht beworben. Zum Datenschutz verweist der Trust Center auf DSGVO, CCPA, ISO 27001 und SOC 2 Type 2, dazu MFA, SSO, Audit-Logs und Verschlüsselung im Ruhezustand. Beim Sourcing ist laut Hersteller der Nutzer Verantwortlicher im Sinne der DSGVO, SourceWhale Auftragsverarbeiter. Einen Serverstandort in der EU nennt SourceWhale nicht, die Datenschutzerklärung schließt eine Speicherung außerhalb des EWR auf Basis von Standardvertragsklauseln ein. Website und Oberfläche sind auf Englisch.

Vorteile

  • Konsequent auf Personalberatungen und Personaldienstleister zugeschnitten.
  • Sehr breite Zwei-Wege-Synchronisation mit über 60 CRM- und ATS-Systemen, darunter Bullhorn, Vincere und Personio.
  • Sourcing per natürlicher Sprache mit KI-Ranking statt aufwendiger Boolean-Suchen.
  • Kontaktdaten aus mehreren Anbietern in einer Abfrage, ohne Toolwechsel.
  • Trust Center mit ISO 27001, SOC 2 Type 2, SSO und MFA.
  • Off-Limits-Listen verhindern Ansprache geschützter Firmen und Kontakte.

Nachteile

  • Keine öffentlichen Preise, Angebot nur nach Demo.
  • Keine Testphase beworben.
  • Kein Serverstandort in der EU genannt, Speicherung außerhalb des EWR laut Datenschutzerklärung möglich.
  • Qualität der Kontaktdaten in der DACH-Region hängt von den angebundenen Anbietern ab.
  • Website und Oberfläche nur auf Englisch.
APICloudKI-SourcingCRM- und WebsucheKontaktdatenMultichannel-SequenzenInbox AgentDialer und Notetaker
TarifeSourceWhale Plattform auf Anfragelaut Anbieter

Integrationen: Bullhorn, Vincere, JobAdder, JobDiva, Crelate und 33 weitere

ContactOut LogoContactOutKostenlos nutzbarFreemium

ContactOut ist eine Plattform für Kontaktdaten, die sich gleichermaßen an Vertriebsteams und Recruiter richtet. Für das Recruiting verspricht der Anbieter schnelleren Zugang zu Kandidaten über private und geschäftliche E-Mail-Adressen sowie Mobilnummern. Nach eigener Darstellung umfasst der Datenbestand rund 350 Millionen Fachkräfte aus 40 Millionen Unternehmen, darunter 150 Millionen private E-Mail-Adressen, 200 Millionen geschäftliche E-Mail-Adressen und 100 Millionen Direktdurchwahlen. Das Produkt besteht aus mehreren Bausteinen. Die Chrome-Erweiterung zeigt Kontaktdaten direkt auf LinkedIn an, laut Recruiting-Seite auf LinkedIn Standard, Recruiter Lite und Recruiter Pro. Mit der Funktion ContactOut Anywhere lassen sich zudem Entscheider auf Unternehmenswebsites finden. Aus LinkedIn-Ergebnislisten können mehrere Kontakte auf einmal aufgedeckt und gespeichert werden. Das Suchportal ist eine eigene Personensuche unabhängig von LinkedIn. Recruiter filtern dort nach mehr als 20 Merkmalen wie Jobtitel, Unternehmen, Standort, Skills, eingesetzten Technologien, Berufserfahrung in Jahren, Abteilung und Unternehmensgröße. Suchergebnisse lassen sich per Klick als CSV exportieren oder mit CRM und ATS synchronisieren. Eine Boolean-Suche oder KI-gestützte Suche wird auf den Produktseiten nicht beschrieben. Für die Ansprache bietet ContactOut eigene E-Mail-Kampagnen mit mehreren Stufen, Personalisierung und Auswertung von Öffnungs-, Klick- und Antwortraten. Ein KI-Assistent namens AI Personalizer schreibt personalisierte Anschreiben. Ergänzt wird das durch Gmail-Anreicherung, einen Cloud-Telefon-Dialer und die Anreicherung von Tabellen über ContactSheets. Über eine API und einen MCP-Zugang können Daten auch in eigene Systeme und KI-Agenten fließen. Bei den Integrationen nennt ContactOut die ATS Lever, Greenhouse und Bullhorn, die CRMs Salesforce und HubSpot sowie Zapier. Über Zapier sind unter anderem JobAdder, Google Sheets, Zoho CRM, Pipedrive, Airtable und Mailchimp erreichbar. Kandidaten lassen sich aus dem Suchportal und aus LinkedIn Recruiter direkt ins ATS übernehmen. Die Preise stehen in US-Dollar. Neben einem kostenlosen Einstieg mit wenigen Abfragen pro Tag kostet der Tarif Email 49 US-Dollar im Monat oder 39 US-Dollar bei jährlicher Zahlung, Email + Phone 99 beziehungsweise 79 US-Dollar. Wer auf Daten zu Personen in den USA, Kanada und Großbritannien verzichtet, zahlt etwa die Hälfte, für reines Recruiting in Europa ist das eine relevante Option. Die Einzeltarife sind auf einen Nutzer pro Unternehmen beschränkt, Teams, Recruiter-Pro-Anbindung, ATS-Integrationen und API laufen über den Team-Tarif auf Anfrage. Unbegrenzte E-Mails und Telefonnummern unterliegen einer Fair-Use-Regel, Exporte sind kontingentiert. Zur Compliance gibt ContactOut eine SOC-2-Zertifizierung sowie DSGVO- und CCPA-Konformität mit Opt-out- und Sperrlisten an. Laut Datenschutzerklärung werden ausschließlich öffentlich zugängliche E-Mail-Adressen und Telefonnummern von Websites und sozialen Netzwerken erfasst, als Rechtsgrundlage nennt der Anbieter berechtigtes Interesse. Betroffene können die Löschung ihrer Daten verlangen. Der Dienst läuft auf Amazon Web Services, eine Region in Deutschland oder der EU wird nicht genannt. Gerade die Nutzung privater E-Mail-Adressen und Mobilnummern sollte im DACH-Raum vorab datenschutzrechtlich bewertet werden. ContactOut eignet sich für Recruiter und Sourcer, die viel mit LinkedIn Recruiter arbeiten, schwer erreichbare Tech-Profile direkt ansprechen wollen und Kontaktsuche, Kampagnen und ATS-Übergabe in einem Werkzeug bündeln möchten.

Vorteile

  • Funktioniert laut Anbieter mit LinkedIn Recruiter Lite und Recruiter Pro.
  • Eigenes Suchportal mit Filtern für Skills, Technologien und Berufserfahrung.
  • Native Integrationen zu den ATS Lever, Greenhouse und Bullhorn.
  • E-Mail-Kampagnen mit Tracking direkt im Tool.
  • Günstigere Tarife für Nutzer, die auf US- und UK-Daten verzichten.
  • SOC-2-Zertifizierung laut Anbieter.

Nachteile

  • Einzeltarife sind auf einen Nutzer pro Unternehmen beschränkt, Teams nur auf Anfrage.
  • Exporte sind kontingentiert und unbegrenzte Abfragen unterliegen einer Fair-Use-Regel.
  • Private E-Mail-Adressen und Mobilnummern sind in DACH datenschutzrechtlich heikel.
  • Hosting bei AWS ohne Angabe einer EU-Region.
  • Preise nur in US-Dollar, keine deutschsprachige Oberfläche beworben.
  • Angaben zum kostenlosen Kontingent unterscheiden sich zwischen Preis- und Recruiting-Seite.
Kostenlose TestphaseAPICloudChrome-ErweiterungSuchportalPrivate KontaktdatenE-Mail-KampagnenKI-AnschreibenATS-Integration
TarifeFree kostenlosEmail 49 $ / MonatEmail + Phone 99 $ / MonatTeam / API auf Anfragelaut Anbieter

Integrationen: LinkedIn, LinkedIn Recruiter Lite, LinkedIn Recruiter Pro, Lever, Greenhouse und 13 weitere

PhantomBuster LogoPhantomBusterKostenlos nutzbarFreemiumHosting EU

PhantomBuster ist eine Automatisierungsplattform der französischen The Phantom Company mit Sitz in Paris. Das Prinzip sind sogenannte Phantoms: einzelne Automationen, die jeweils eine Aufgabe erledigen, etwa eine LinkedIn-Suche exportieren, Profile auslesen oder Kontaktanfragen verschicken. Mehrere Phantoms lassen sich zu Workflows verketten. Alles läuft in der Cloud, der Browser muss nach dem Start nicht geöffnet bleiben. Gesteuert wird das über eine Browser-Erweiterung, die die eigene Sitzung verbindet, und neuerdings auch per MCP-Server aus KI-Assistenten wie Claude oder ChatGPT. Für Active Sourcing ist vor allem die LinkedIn-Bibliothek relevant. Der LinkedIn Search Export überführt Ergebnisse einer normalen LinkedIn-Suche in eine Tabelle, der Sales Navigator Search Export macht dasselbe mit Sales-Navigator-Suchen und kann regelmäßig neue Treffer nachladen. Der LinkedIn Profile Scraper liest einzelne Profile aus, der LinkedIn Recruiter Profile Scraper die in LinkedIn Recruiter verfügbaren Profildaten. Weitere Phantoms exportieren Mitarbeitende eines Unternehmens, Gruppenmitglieder, Kommentierende und Likende eines Beitrags oder Teilnehmende eines Events. Eine Recruiting-spezifische Lösungsseite gibt es nicht, PhantomBuster positioniert sich vor allem für Vertrieb und Outbound. Neben LinkedIn nennt der Hersteller über 15 Quellen, darunter GitHub, X, Instagram, Reddit und YouTube, was etwa für die Suche nach Entwicklern interessant ist. Die Kontaktdaten-Anreicherung läuft über E-Mail-Credits. Laut Hersteller nutzt die eingebaute E-Mail-Suche die Wasserfall-Anreicherung von BetterContact, ein Credit wird pro Suchversuch verbraucht, auch wenn keine Adresse gefunden wird. Zusätzlich lassen sich Hunter, Snov.io, Dropcontact und Clay anbinden. Für die Ansprache gibt es Phantoms für automatische Kontaktanfragen mit persönlicher Nachricht, Follow-ups an angenommene Kontakte, Nachrichten an Kontakte und Willkommensnachrichten. Mit KI-Credits lassen sich Profile per ChatGPT zusammenfassen oder Gesprächseinstiege formulieren. Bei den Integrationen nennt PhantomBuster HubSpot, Salesforce und Pipedrive als CRM sowie Zapier, Make und n8n für weitere Systeme. Eine API steht zur Verfügung, Ergebnisse lassen sich als CSV oder JSON exportieren. Ein ATS ist nicht direkt angebunden, das läuft nur über Zapier, Make, n8n oder die API. Die Preise hängen nicht an Nutzern, sondern an Laufzeit, gleichzeitig aktiven Automationen und Credits, Nutzer sind in allen Tarifen unbegrenzt. Start kostet 69 Euro im Monat, Grow 159 Euro und Scale 439 Euro, bei jährlicher Zahlung sinken die Preise auf 56, 128 und 352 Euro pro Monat. Daneben gibt es einen dauerhaft kostenlosen Tarif mit 30 Minuten Laufzeit und eine 14-tägige Testphase ohne Kreditkarte, beide mit Exporten von höchstens zehn Zeilen. Zum Datenschutz schreibt PhantomBuster, dass die über die Plattform verarbeiteten personenbezogenen Daten ausschließlich auf Servern in der Europäischen Union liegen. PhantomBuster sieht sich als Auftragsverarbeiter und betont, nur öffentlich sichtbare Daten über das eigene Konto des Nutzers abzurufen. Die Verantwortung für die DSGVO-konforme Nutzung und für die Einhaltung der Nutzungsbedingungen der angebundenen Plattformen liegt laut AGB ausdrücklich beim Nutzer. Für Active Sourcing in der DACH-Region heißt das: Datenherkunft dokumentieren und Kandidaten bei der Erstansprache informieren. Da Automationen über das eigene LinkedIn-Konto laufen, empfiehlt der Hersteller Tageslimits, beim Sales Navigator etwa 2.500 Ergebnisse pro Tag. Oberfläche und Hilfe sind auf Englisch.

Vorteile

  • Breite Bibliothek fertiger LinkedIn-Automationen inklusive Sales Navigator und LinkedIn Recruiter.
  • Unbegrenzt viele Nutzer in allen Tarifen, abgerechnet wird nach Laufzeit und Credits.
  • Personenbezogene Daten laut Hersteller ausschließlich auf Servern in der EU.
  • Dauerhaft kostenloser Tarif und 14 Tage Testphase ohne Kreditkarte.
  • Neben LinkedIn auch GitHub und weitere Quellen für technisches Sourcing.
  • CRM-Integrationen, Zapier, Make, n8n, API und MCP-Server.

Nachteile

  • Automationen laufen über das eigene LinkedIn-Konto, für die Einhaltung der Plattformregeln haftet laut AGB der Nutzer.
  • E-Mail-Credits werden pro Suchversuch verbraucht, auch ohne Treffer.
  • Keine direkte ATS-Integration und keine Recruiting-spezifischen Funktionen wie Talent-Pools.
  • Abrechnung nach Laufzeit, Slots und Credits ist schwerer planbar als ein Preis pro Nutzer.
  • Kostenloser Tarif und Testphase begrenzen Exporte auf zehn Zeilen.
  • Oberfläche und Hilfe nur auf Englisch.
Kostenlose TestphaseAPICloudLinkedIn-SuchexportProfil-ScraperE-Mail-AnreicherungAutomatisierte AnspracheWorkflowsWeitere Quellen
TarifeFree kostenlosStart 69 € / MonatGrow 159 € / MonatScale 439 € / Monatlaut Anbieter

Integrationen: LinkedIn, LinkedIn Sales Navigator, LinkedIn Recruiter, HubSpot, Salesforce und 13 weitere

Analysen aus unseren Daten

Wie transparent sind die Preise?

Preise geprüft im Oktober 2026

5 von 17 Anbietern veröffentlichen einen Monatspreis, 4 nennen ihren Preis nur auf Anfrage. Der Balken zeigt den günstigsten Tarif mit Monatspreis, netto laut Anbieter.

Jahreskosten-Rechner

  • PhantomBuster828 €
  • Instaffo11.880 €
  • Kaspr35.400 €
  • XING TalentManager219.498 €
  • Talentwunder257.400 €

Kosten im ersten Jahr, netto, inklusive einmaliger Einrichtungsgebühr; ohne nutzungsabhängige Gebühren. Nur Tarife, bei denen der Anbieter Preis und Abrechnungseinheit (pro Person oder pauschal) veröffentlicht.

Berechnungsgrundlage
  • XING TalentManager Core: 365,83 € / Monat pro Nutzer
  • XING TalentManager Pro: 474,17 € / Monat pro Nutzer
  • Talentwunder Starter: 489 € / Monat pro Nutzer
  • Talentwunder Premium: 469 € / Monat pro Nutzer
  • Talentwunder Business: 449 € / Monat pro Nutzer
  • Talentwunder Professional: 429 € / Monat pro Nutzer
  • Instaffo Professional: 990 € / Monat pauschal
  • Kaspr Starter: 59 € / Monat pro Nutzer
  • Kaspr Business: 99 € / Monat pro Nutzer
  • PhantomBuster Start: 69 € / Monat pauschal
  • PhantomBuster Grow: 159 € / Monat pauschal
  • PhantomBuster Scale: 439 € / Monat pauschal

Häufigste Funktionen: wer bietet was?

Spalten nach Häufigkeit sortiert, ähnliche Bezeichnungen sind zusammengefasst. Ein Feld ist markiert, wenn die Funktionsliste des Anbieters die Funktion ausdrücklich nennt (Offene API: laut Anbieterdaten in unserem Katalog). Ein leeres Feld heißt „nicht genannt“, nicht „gibt es nicht“. Mit der Maus über ein Feld fahren zeigt die Fundstelle.

Genannte Funktionen je Anbieter
AnbieterKI-FunktionenE-MailOffene APIBerichte & DashboardsSocial MediaPipeline & VertriebAutomatisierungTelefonie
Lushagenannt: KI-Empfehlungengenannt: Verifizierte Geschäftsemailsgenannt: REST-APInicht genanntgenannt: Browser-Extension: Kontaktdaten erscheinen direkt in LinkedIn, Sales Navigator und Unternehmens-Websites.genannt: Job-Change-Alerts: Benachrichtigungen über Wechsel wichtiger Ansprechpartner aktualisieren CRM und Pipeline.genannt: REST-API: Eigene Anwendungen und Workflows reichern Datensätze automatisiert mit Lusha-Informationen an.genannt: Direktwahlen und Mobilnummern: Direkt erreichbare Telefonnummern statt Zentralen erhöhen die Connect-Rate.
SourceWhalegenannt: KI-Sourcinggenannt: E-Mail-Adressen und Telefonnummern über mehrere Datenanbieter in einer Abfrage, plus Anbindung eigener Anbieter.genannt: API und MCPgenannt: Öffentliche API für Kontakte, Kampagnen, Projekte, Notizen und Statistiken sowie MCP-Server.genannt: Kampagnen mit E-Mail, LinkedIn, Telefon, SMS und WhatsApp, automatischen und manuellen Schritten sowie KI-Entwürfen.genannt: Eigenes System für Kunden, BD-Projekte, Jobs und Pipelines bis zur Platzierung, alternativ Zwei-Wege-Sync mit über 60 …nicht genanntgenannt: E-Mail-Adressen und Telefonnummern über mehrere Datenanbieter in einer Abfrage, plus Anbindung eigener Anbieter.
Gemgenannt: KI-Sourcinggenannt: Übernimmt Profile per Klick von LinkedIn, GitHub, Stack Overflow, XING, Indeed, Behance, Dice und weiteren Seiten und …genannt: ATS und APIgenannt: Analyticsgenannt: Übernimmt Profile per Klick von LinkedIn, GitHub, Stack Overflow, XING, Indeed, Behance, Dice und weiteren Seiten und …genannt: Auswertungen zu Pipeline, Antwortquoten und Engpässen sowie Prognosen zum Einstellungsbedarf.nicht genanntnicht genannt
Loxogenannt: Suche in natürlicher Sprache, mit Boolean-Strings oder über Keywords und Filter, KI-Ranking nach semantischer Passung …genannt: Mobilnummern sowie private und geschäftliche E-Mail-Adressen über Credits, dazu ein Agent für die gezielte Kontaktsuche.genannt: Marketplace mit Greenhouse, Workday, iCIMS, HubSpot, Jobbörsen, Telefonie und Okta, dazu offene API, …genannt: Pipelines, Talent-Communities, Berichte zu Jobs, Team und Umsatz sowie ein Portal für Feedback von Hiring Managern.nicht genanntgenannt: Sequenzen mit E-Mail, SMS und Anrufen über den integrierten Dialer, Vorlagen, A/B-Tests und Trigger aus der Pipeline.nicht genanntgenannt: Sequenzen mit E-Mail, SMS und Anrufen über den integrierten Dialer, Vorlagen, A/B-Tests und Trigger aus der Pipeline.
Talentwundergenannt: Boolean- und KI-Suchegenannt: Nachrichten über LinkedIn, XING und E-Mail mit KI-Entwürfen und gemeinsamem Posteingang für alle Antworten.genannt: ATS-Integration und APInicht genanntgenannt: Eine Suche über 30 öffentliche Netzwerke wie LinkedIn, XING, GitHub, Stack Overflow, Behance und die Bundesagentur für …genannt: Geteilte Projekte mit Kanban-Pipeline, Talentpools mit Tags, Notizen, Status, Aufgaben und Follow-ups.genannt: Agenten für Suche, Priorisierung, Ansprache-Vorbereitung und Antwort-Triage, Automatisierungsgrad durch das Team …nicht genannt
AmazingHiringgenannt: Einzel- und Massenmails, Sequenzen mit Follow-ups, Vorlagen, Tracking und GPT-Unterstützung über Gmail oder Outlook 365.genannt: Kostenlose Erweiterung, die auf Profilseiten die verknüpften Konten eines Kandidaten anzeigt und die Suche per …genannt: Search APIgenannt: Suche nach Skills, Erfahrung, Wechselbereitschaft und Standort, dazu Diversity-Filter, LinkedIn-Filter und …genannt: Bündelt laut Anbieter Profile aus mehr als 50 Netzwerken wie GitHub, Stack Overflow, Kaggle und LinkedIn in einer Suche.nicht genanntnicht genanntnicht genannt
Findemgenannt: AI Talent Search mit 3D-Datenmodellgenannt: Personalisiertes Email-Outreachgenannt: laut Anbieterdaten vorhandennicht genanntnicht genanntgenannt: Echtzeit-Analyse der demografischen Auswirkungen von Suchkriterien zur Unterstützung diverser Talentpipelines.genannt: Agentic AI Hiring Workflowsnicht genannt
hireEZgenannt: KI-Sourcinggenannt: Laut Anbieter über 1 Milliarde Profile auf mehr als 45 Plattformen, inklusive E-Mail, Telefon, Skills, Projekten und …nicht genanntgenannt: Recruiting-Analyticsnicht genanntnicht genanntgenannt: Automatisierte Kampagnengenannt: Laut Anbieter über 1 Milliarde Profile auf mehr als 45 Plattformen, inklusive E-Mail, Telefon, Skills, Projekten und …
Kasprnicht genanntgenannt: Chrome-Erweiterung, die auf LinkedIn-Profilen geschäftliche und direkte E-Mail-Adressen sowie Telefonnummern aufdeckt.genannt: Integrationen und APIgenannt: Kandidaten, Aktivitäten und Credits im Team teilen, mit Nutzungsberichten und Rechteverwaltung.genannt: LinkedIn-Erweiterungnicht genanntnicht genanntgenannt: Chrome-Erweiterung, die auf LinkedIn-Profilen geschäftliche und direkte E-Mail-Adressen sowie Telefonnummern aufdeckt.
PhantomBustergenannt: KI-Schrittegenannt: Profildaten aus LinkedIn, Sales Navigator und LinkedIn Recruiter auslesen, inklusive verfügbarer E-Mail-Adressen.genannt: MCP und APInicht genanntgenannt: LinkedIn-Suchexportnicht genanntgenannt: Automatisierte Ansprachenicht genannt
ContactOutgenannt: KI-Anschreibengenannt: Neben geschäftlichen auch private E-Mail-Adressen und Mobilnummern von Kandidaten.genannt: API und MCPnicht genanntgenannt: Kontaktdaten direkt auf LinkedIn Standard, Recruiter Lite und Recruiter Pro sowie auf Unternehmenswebsites anzeigen.nicht genanntnicht genanntnicht genannt
Dux-Soupgenannt: KI-Personalisierungnicht genanntgenannt: API und Webhooksgenannt: Kampagnen-Analyticsgenannt: Arbeitet mit LinkedIn, Sales Navigator und LinkedIn Recruiter, Suchergebnisse werden zu Kandidatenlisten für Kampagnen.nicht genanntnicht genanntnicht genannt
Summe16 von 1714 von 1711 von 1710 von 1710 von 178 von 176 von 176 von 17

Welche Integrationen sind verbreitet?

Die häufigsten Anbindungen an andere Software, gezählt über alle 17 Anbieter. Unterschiedliche Schreibweisen derselben Software sind zusammengefasst.

Datenschutz und Betrieb im Überblick

1 von 17 Anbietern nennen einen Serverstandort in Deutschland, 4 von 17 einen in der EU.

Serverstandort und Betriebsart je Anbieter, laut Anbieterangaben
AnbieterServer in DeutschlandServer in der EUCloud
Talentwunderjajaja
Dux-Soupkeine Angabejaja
Lushakeine Angabejaja
PhantomBusterkeine Angabejaja
AmazingHiringkeine Angabekeine Angabeja
ContactOutkeine Angabekeine Angabeja
Findemkeine Angabekeine Angabeja
Gemkeine Angabekeine Angabeja
hireEZkeine Angabekeine Angabeja
Instaffokeine Angabekeine Angabeja
Juicebox (PeopleGPT)keine Angabekeine Angabeja
Kasprkeine Angabekeine Angabeja
Summe1 von 174 von 1717 von 17
laut Anbieterangaben jakeine Angabe (nicht zwingend nein)

Bekanntheit und Einstiegspreis

Stand August 2026

Relative Bekanntheit der Marke im Web, Stand August 2026, in fünf Stufen, gegenübergestellt mit dem günstigsten veröffentlichten Monatspreis. Bekanntheit zeigt, wie präsent ein Anbieter im Netz ist, nicht wie gut das Produkt ist. „Preis auf Anfrage“ ist eigens ausgewiesen und sagt nichts über die Höhe des Preises.

Preis: günstigster Tarif mit Monatspreis laut Anbieter, netto, je nach Anbieter pro Nutzer oder pauschal. Preise in € und $ stehen so, wie der Anbieter sie nennt, und sind nicht umgerechnet; die Spalten richten sich nach dem Betrag.

Was Active-Sourcing-Tools leisten

Active Sourcing bedeutet, potenzielle Kandidatinnen und Kandidaten aktiv zu suchen und direkt anzusprechen, auch wenn sie gerade keinen Job suchen. Ein Active-Sourcing-Tool unterstützt dabei vier Schritte:

  • Finden: Suche über ein oder mehrere Netzwerke mit Filtern nach Skills, Erfahrung, Ort, Branche oder Wechselbereitschaft, oft mit Boolean-Operatoren oder als Suche in natürlicher Sprache.
  • Anreichern: Ergänzen von E-Mail-Adresse und Telefonnummer, weil Nachrichten im Netzwerk oft untergehen.
  • Ansprechen: Nachrichten, InMails oder mehrstufige Sequenzen aus E-Mail, Netzwerknachricht und Anruf, mit Vorlagen und Erinnerungen.
  • Verwalten: Talent-Pools, Projekte und Pipelines, Übergabe an das ATS und Auswertung von Antwortquoten.

Ein Bewerbermanagement-System verwaltet dagegen eingehende Bewerbungen, Stellenanzeigen und Interviews. Viele Teams kombinieren beides: das ATS aus unserer Übersicht zur Recruiting-Software für den Bewerbungsprozess und ein Sourcing-Tool für die Direktansprache. Einen breiteren Blick auf Personalprozesse gibt unsere Seite zu HR Tools.

Fünf Arten von Active-Sourcing-Tools

  • Recruiting-Lizenzen der Netzwerke: LinkedIn Recruiter und XING TalentManager durchsuchen das jeweils eigene Netzwerk mit vollem Profilzugriff, erweiterten Filtern und Direktnachrichten. Für den DACH-Raum ist XING mit über 21 Millionen Mitgliedern weiterhin relevant, LinkedIn deckt internationale Profile ab.
  • Sourcing-Suchmaschinen über viele Netzwerke: Talentwunder durchsucht 30 Netzwerke wie LinkedIn, XING, GitHub und Stack Overflow und führt Treffer zu einem Profil zusammen. AmazingHiring ist auf IT-Fachkräfte spezialisiert und bündelt mehr als 50 Quellen.
  • KI-Sourcing-Plattformen mit Outreach: Juicebox, SeekOut, hireEZ, Gem, Loxo und Findem verbinden große Profildatenbanken mit KI-Suche, Kontaktdaten, Sequenzen und Talent-CRM. Der Schwerpunkt der Daten liegt meist in den USA.
  • Kontaktdaten-Werkzeuge: Kaspr, ContactOut und Lusha zeigen als Browser-Erweiterung E-Mail-Adressen und Telefonnummern zu Profilen an und schreiben sie in ATS oder CRM. Kaspr legt nach eigenen Angaben den Fokus auf europäische Kontakte.
  • Automatisierung und Outreach: PhantomBuster extrahiert Profillisten und automatisiert Abläufe, Dux-Soup steuert Besuche, Kontaktanfragen und Nachrichten auf LinkedIn, SourceWhale baut Sequenzen aus E-Mail, LinkedIn und Telefon für Personaldienstleister.

Einen Sonderfall bildet Instaffo: ein kuratierter Talentmarktplatz aus Heidelberg, auf dem Unternehmen vorgeschlagene Fach- und Tech-Kräfte direkt per Chat ansprechen und meist erst bei erfolgreicher Einstellung zahlen.

Active Sourcing und DSGVO: Was du beachten musst

Wer Profile von Personen speichert, die sich nicht beworben haben, verarbeitet personenbezogene Daten ohne deren Zutun. Das ist möglich, verlangt aber Sorgfalt:

  • Rechtsgrundlage: In der Regel stützen Unternehmen die Erstansprache auf ein berechtigtes Interesse nach Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO. Gespeichert werden sollten nur Daten, die für die Ansprache nötig sind.
  • Informationspflicht: Werden Daten nicht bei der Person selbst erhoben, muss sie nach Art. 14 DSGVO informiert werden, spätestens bei der ersten Kontaktaufnahme. Ein kurzer Hinweis mit Link zur Datenschutzerklärung in der ersten Nachricht ist üblich.
  • Löschung: Wer nicht antwortet oder ablehnt, sollte nach einer festgelegten Frist aus dem Talent-Pool verschwinden. Viele Tools bieten dafür Aufbewahrungsregeln oder Opt-out-Listen.
  • Serverstandort und Datenherkunft: Von den 17 Tools belegt nur Talentwunder Server in Deutschland (AWS Frankfurt und Hetzner). Lusha, PhantomBuster und Dux-Soup nennen eine Speicherung in der EU. Die meisten KI-Plattformen hosten in den USA. Bei Kontaktdaten-Anbietern lohnt die Frage, woher die Telefonnummern stammen.
  • Nutzungsbedingungen der Netzwerke: LinkedIn untersagt in seiner Nutzervereinbarung das automatisierte Auslesen von Profilen und den Einsatz von Bots. Werkzeuge wie PhantomBuster oder Dux-Soup arbeiten über das eigene Konto, ein Einsatz kann deshalb zu Einschränkungen des Kontos führen.

Diese Übersicht ersetzt keine Rechtsberatung. Bei größeren Sourcing-Projekten sollten Datenschutzbeauftragte und, wo vorhanden, der Betriebsrat früh eingebunden werden.

Preise und Abrechnungsmodelle

Die Preisspanne ist groß, weil sehr unterschiedliche Werkzeuge unter Active Sourcing laufen:

  • Kostenlos einsteigen: Kaspr, ContactOut, Lusha, Juicebox und PhantomBuster haben dauerhafte Free-Tarife mit wenigen Credits oder Suchen pro Monat. Für regelmäßiges Sourcing reichen sie nicht, zum Testen schon.
  • Kontaktdaten und Automatisierung (rund 50 bis 160 Euro oder US-Dollar): ContactOut ab 49 US-Dollar, Lusha Pro ab 49 US-Dollar, Dux-Soup ab 55 US-Dollar, Kaspr Starter für 59 Euro im Monat oder 45 Euro bei jährlicher Zahlung, PhantomBuster ab 69 Euro. Abgerechnet wird meist pro Nutzer mit monatlichem Credit-Kontingent.
  • KI-Sourcing-Plattformen (rund 120 bis 500 US-Dollar): Juicebox Starter 119 US-Dollar, Gem im Startup-Programm 130 US-Dollar bei jährlicher Zahlung, Loxo Core ab 149 US-Dollar, SeekOut Sourcing Core 179 US-Dollar für drei Plätze und hireEZ ab 494 US-Dollar für einzelne Recruiter. Enterprise-Tarife gibt es nur auf Anfrage.
  • Netzwerk-Lizenzen und DACH-Suchmaschinen: XING TalentManager kostet ab 4.390 Euro pro Lizenz und Jahr, also rund 366 Euro im Monat. Talentwunder liegt bei 429 bis 489 Euro pro Recruiter-Lizenz und Monat bei zwölf Monaten Laufzeit. LinkedIn Recruiter veröffentlicht keine Preise.
  • Erfolgsbasiert: Instaffo verlangt im Tarif Essential keine Grundgebühr, aber 15 Prozent des Ziel-Bruttojahresgehalts bei erfolgreicher Einstellung.
  • Nur auf Anfrage: AmazingHiring, Findem, SourceWhale sowie die größeren Tarife von Gem, SeekOut, hireEZ und Loxo.

Achte auf die Credit-Logik: Viele Anbieter zählen jede aufgedeckte E-Mail-Adresse oder Telefonnummer einzeln, Telefonnummern kosten oft mehr Credits als E-Mails.

Worauf du bei der Auswahl achten solltest

  • Datenabdeckung im DACH-Raum: Viele KI-Plattformen werben mit 800 Millionen bis über einer Milliarde Profilen, beziffern aber nicht, wie viele davon in Deutschland, Österreich oder der Schweiz liegen. Teste die Suche mit zwei, drei echten Stellen, bevor du einen Jahresvertrag unterschreibst.
  • XING oder nicht: Wer im Mittelstand, in der Industrie oder im öffentlichen Sektor sucht, findet viele Profile nur auf XING. XING TalentManager und Talentwunder decken XING ab, die US-Plattformen in der Regel nicht.
  • Suche: Boolean-Suche für erfahrene Sourcer, Suche in natürlicher Sprache für alle anderen. SeekOut bietet beides, Juicebox setzt mit PeopleGPT ganz auf Anfragen in natürlicher Sprache.
  • Kontaktdaten: Prüfe Trefferquote und Aktualität für deutsche Mobilnummern. Kaspr, ContactOut und Lusha lassen sich mit Free-Tarifen vergleichen.
  • Outreach: Sequenzen mit E-Mail, Netzwerknachricht und Anruf sparen Zeit. SourceWhale, Gem, hireEZ und Loxo bieten das direkt, bei LinkedIn Recruiter und XING TalentManager läuft die Ansprache über das Netzwerk.
  • ATS-Anbindung: Kandidaten sollten ohne Copy-and-paste ins Bewerbermanagement wandern. Talentwunder bindet Personio und softgarden an, hireEZ und SeekOut viele internationale ATS, Lusha, Kaspr und ContactOut schreiben in Bullhorn.
  • Sprache und Währung: Deutsche Oberflächen und Euro-Preise gibt es bei XING TalentManager, Talentwunder, Instaffo und Kaspr. Die meisten anderen Tools arbeiten auf Englisch und rechnen in US-Dollar ab.

Welches Tool passt zu welchem Use-Case

  • Mittelstand mit Fokus auf DACH: XING TalentManager, weil viele Fach- und Führungskräfte im deutschsprachigen Raum vor allem dort ein Profil pflegen.
  • Internationale Suche und Konzerne: LinkedIn Recruiter, mit Zugriff auf das gesamte LinkedIn-Netzwerk, InMails und Projekten für Teams.
  • Suche über viele Netzwerke mit deutschem Hosting: Talentwunder, mit Servern in Deutschland, Boolean- und KI-Suche und Anbindung an Personio und softgarden.
  • IT- und Tech-Recruiting: AmazingHiring, weil die Suche GitHub, Stack Overflow, Kaggle und weitere Entwicklerplattformen zusammenführt.
  • Schnelle KI-Suche für kleine Teams: Juicebox, mit Suche in natürlicher Sprache, Free-Tarif und Sequenzen.
  • Personalberatung und Personaldienstleister: Loxo oder SourceWhale, weil Sourcing, Outreach und Synchronisation mit dem Agentur-CRM eng verzahnt sind.
  • Kontaktdaten für die Direktansprache: Kaspr, mit Fokus auf europäische Kontakte und Euro-Preisen.
  • Tech-Fachkräfte ohne Fixkosten: Instaffo, weil im Tarif Essential nur bei erfolgreicher Einstellung bezahlt wird.

Highlights aus dem Vergleich

  • Größte Reichweite in einem Netzwerk: LinkedIn Recruiter, für internationale Positionen kaum zu umgehen.
  • Beste DACH-Abdeckung: XING TalentManager, mit über 21 Millionen XING-Mitgliedern und deutscher Oberfläche.
  • Bestes deutsches Multi-Netzwerk-Tool: Talentwunder, als einziges Tool im Vergleich mit belegtem Hosting in Deutschland.
  • Einfachste KI-Suche: Juicebox mit PeopleGPT, Suche in natürlicher Sprache ohne Boolean-Kenntnisse. Wer feiner filtern will, findet bei SeekOut über 300 Filter.
  • Günstigster Einstieg: die Free-Tarife von Kaspr, ContactOut und Juicebox.

Active-Sourcing-Tools im Markt-Überblick

17 Tools im Vergleich
1 mit Hosting in Deutschland
9 mit Free-Trial oder Free-Plan
11 mit öffentlicher API
Hosting-Standort17Anbieter Made in Germany 1 (6%) EU (ohne DE) 3 (18%) Außerhalb EU 13 (76%)
Preismodell16Anbieter Freemium 5 (31%) Kostenpflichtig 11 (69%)
Capabilities17Anbieter mit API 11 von 17 (65%) mit Mobile-App 2 von 17 (12%) mit Free-Trial 9 von 17 (53%)

Häufige Fragen

Was ist ein Active-Sourcing-Tool?

Ein Active-Sourcing-Tool hilft Recruiterinnen und Recruitern, passende Personen in Netzwerken und öffentlichen Profilen zu finden, Kontaktdaten zu ergänzen und sie direkt anzusprechen. Beispiele sind LinkedIn Recruiter, XING TalentManager und Talentwunder.

Was ist der Unterschied zu einem Bewerbermanagement-System?

Ein ATS verwaltet eingehende Bewerbungen, Stellenanzeigen und Interviews. Ein Active-Sourcing-Tool sucht Menschen, die sich noch nicht beworben haben. Die meisten Sourcing-Tools übergeben interessierte Kandidaten an ein ATS aus unserer Übersicht zur Recruiting-Software.

Was kostet ein Active-Sourcing-Tool?

Kontaktdaten-Werkzeuge wie Kaspr, ContactOut oder Lusha starten bei 45 bis 59 Euro oder US-Dollar pro Monat, jeweils mit Free-Tarif. KI-Plattformen wie Juicebox, Loxo oder SeekOut liegen zwischen rund 120 und 180 US-Dollar. XING TalentManager kostet ab 4.390 Euro pro Lizenz und Jahr, Talentwunder ab 429 Euro pro Lizenz und Monat bei zwölf Monaten Laufzeit. LinkedIn Recruiter nennt Preise nur auf Anfrage.

Gibt es kostenlose Active-Sourcing-Tools?

Ja, mit Einschränkungen. Kaspr, ContactOut, Lusha, Juicebox und PhantomBuster haben dauerhafte Free-Tarife mit wenigen Credits oder Suchen pro Monat. Bei Instaffo fällt im Tarif Essential keine Grundgebühr an, dafür eine Provision bei erfolgreicher Einstellung.

Ist Active Sourcing DSGVO-konform?

Ja, wenn die Ansprache auf ein berechtigtes Interesse gestützt, nur nötige Daten gespeichert und die Person nach Art. 14 DSGVO spätestens bei der ersten Kontaktaufnahme über die Datenverarbeitung informiert wird. Daten von Personen ohne Interesse sollten nach einer festen Frist gelöscht werden. Im Zweifel hilft der Datenschutzbeauftragte.

Welche Active-Sourcing-Tools hosten in Deutschland oder der EU?

Laut Herstellerangaben hostet Talentwunder in Deutschland (AWS Frankfurt und Hetzner). Lusha, PhantomBuster und Dux-Soup speichern Daten in der EU. Für die übrigen Tools ist kein Standort in Deutschland oder der EU belegt, die meisten KI-Plattformen hosten in den USA.

Reicht LinkedIn Recruiter für den deutschen Markt?

Für internationale und viele Tech-Positionen ja. Im Mittelstand, in der Industrie und bei regional gebundenen Stellen pflegen viele Fachkräfte aber vor allem ein XING-Profil. Dann lohnt zusätzlich XING TalentManager oder ein Multi-Netzwerk-Tool wie Talentwunder, das LinkedIn und XING gemeinsam durchsucht.

Welches Tool eignet sich für IT-Recruiting?

AmazingHiring bündelt Profile aus GitHub, Stack Overflow, Kaggle und mehr als 50 weiteren Quellen. Talentwunder durchsucht ebenfalls GitHub und Stack Overflow neben LinkedIn und XING. Wer erfolgsbasiert arbeiten will, findet bei Instaffo einen kuratierten Pool von Tech- und Fachkräften.

Darf ich LinkedIn-Nachrichten automatisieren?

Die Nutzervereinbarung von LinkedIn untersagt Bots und das automatisierte Auslesen von Profilen. Tools wie Dux-Soup oder PhantomBuster arbeiten über das eigene Konto, ihr Einsatz kann deshalb zu Einschränkungen des Kontos führen. Sicherer sind die offiziellen Wege über LinkedIn Recruiter oder Sequenzen per E-Mail, etwa mit SourceWhale oder Gem.

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