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Gem

Gem ist eine Recruiting-Plattform aus Sourcing-CRM, KI-Suche über mehr als 800 Millionen Profile, automatisierten E-Mail- und SMS-Sequenzen, Talent-Pools und Analytics, die sich auf ein bestehendes ATS wie Greenhouse oder Workday setzen lässt oder ein eigenes ATS mitbringt.

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(0 Bewertungen)Kostenpflichtig
Autor: Max Benz
Zuletzt aktualisiert: 14.10.2026

Was ist Gem?

Gem ist eine Recruiting-Plattform des US-Anbieters Gem Software, die ursprünglich als Sourcing- und Recruiting-CRM gestartet ist und heute auch ein eigenes Bewerbermanagementsystem mitbringt. Unternehmen können Gem auf zwei Arten einsetzen: als Ergänzung zu einem bestehenden ATS wie Greenhouse, Workday, Lever oder iCIMS, oder als All-in-One-Lösung, die das ATS ersetzt. Für Active Sourcing ist vor allem die erste Variante interessant, weil Gem dann als Sourcing-, Outreach- und Talent-Pool-Schicht über dem vorhandenen System liegt. Kern des Sourcings ist der AI Sourcing Agent. Recruiter beschreiben die Stelle in eigenen Worten, Gem baut daraus eine passende Suche und durchsucht laut Anbieter mehr als 800 Millionen Profile. In jede Suche fließen zusätzlich frühere Kandidaten aus dem eigenen ATS und CRM ein, sodass Silberkandidaten aus alten Prozessen wieder auftauchen, bevor neue Profile angeschrieben werden. Welche externen Quellen hinter den 800 Millionen Profilen stehen, legt Gem auf der Website nicht offen. Ergänzend gibt es eine Chrome-Erweiterung, mit der Profile per Klick von LinkedIn, GitHub, Stack Overflow, XING, Indeed, Behance, Dice und weiteren Seiten übernommen werden. Gem legt dabei ein Profil mit Name, Jobtitel und Unternehmen an und sucht nach E-Mail-Adresse und Social-Media-Profilen. Bei den Kontaktdaten wirbt Gem mit verifizierten E-Mail-Adressen und unbegrenzter E-Mail-Suche pro lizenziertem Recruiter, also ohne das bei vielen Sourcing-Tools übliche Credit-Modell. Ob auch private Telefonnummern geliefert werden, geht aus den Herstellerseiten nicht klar hervor. Die Ansprache läuft über Sequenzen. Eine Sequenz besteht aus mehreren Stufen, Gem empfiehlt drei bis vier Nachrichten über zwei bis drei Wochen. E-Mails und Textnachrichten verschickt Gem automatisch, InMails und LinkedIn-Einladungen sind manuelle Schritte: Die Sequenz pausiert, bis der Recruiter die Aufgabe als erledigt markiert. Platzhalter personalisieren Name, Firma und Rolle, KI entwirft auf Wunsch die Nachricht, und vor dem Versand prüft ein Mensch. Über Send on behalf of können Nachrichten aus dem Postfach von Hiring Managern oder Führungskräften verschickt werden. Für E-Mail-Stufen braucht es eine Anbindung an Google oder Outlook. Projekte bündeln Kandidaten zu Talent-Pools, Nurture-Sequenzen halten Kontakte über Monate warm. Analytics zeigen Pipeline-Engpässe, Antwortquoten und Prognosen zum Einstellungsbedarf. Dazu kommen Interviewplanung, ein KI-Agent zur Bewertung von Bewerbungen und ein Agent zur Erkennung betrügerischer Kandidaten. Für Entwickler bietet Gem eine CRM-, ATS- und Job-Board-API sowie mit GeMCP eine Anbindung an KI-Assistenten. Konkrete Preise nennt Gem nur für das Startup-Programm: Unternehmen mit 1 bis 10 Mitarbeitenden zahlen 130 US-Dollar pro Monat bei jährlicher Zahlung, alle anderen Tarife richten sich nach der Mitarbeiterzahl und gibt es nur auf Anfrage. Für den Einsatz in DACH ist der Datenschutz der kritische Punkt. Gem betreibt seine Rechenzentren laut Datenschutzerklärung in den USA, Anwendungsserver laufen auf Heroku, Datenbanken auf AWS. Daten aus der EU werden auf Basis des EU-U.S. Data Privacy Framework und von Standardvertragsklauseln übertragen, ein Auftragsverarbeitungsvertrag ist verfügbar. Eine EU-Datenhaltung wird nicht angeboten. Die Oberfläche ist englischsprachig. Wer Gem für Active Sourcing in Deutschland nutzt, muss Informationspflichten nach Art. 14 DSGVO bei der Erstansprache selbst sicherstellen. Gem passt zu wachstumsstarken Tech-Unternehmen und internen Recruiting-Teams, die viel aktiv ansprechen, bereits ein ATS wie Greenhouse oder Workday nutzen und Sourcing, Sequenzen und Talent-Pools in einem Werkzeug bündeln wollen.

Quick Info

Preismodell:Kostenpflichtig
Bewertung:
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Kostenlos testen:Nein
Mobile App:Nein
API:Ja

Tags

Active SourcingRecruiting-CRMKI-SourcingCandidate OutreachTalent-PoolRecruiting-Analytics

Für wen ist Gem geeignet?

Gem ist geeignet für:

Interne Recruiting-Teams in Tech-Unternehmen
Sourcer und Talent-Acquisition-Teams
Wachstumsstarke Startups und Scale-ups
Unternehmen mit Greenhouse, Workday, Lever oder iCIMS

Wichtigste Funktionen von Gem

Die wichtigsten Funktionen von Gem sind:

KI-Sourcing

Suche per Stellenbeschreibung in natürlicher Sprache über laut Anbieter mehr als 800 Millionen Profile, inklusive früherer Kandidaten aus ATS und CRM.

Chrome-Erweiterung

Übernimmt Profile per Klick von LinkedIn, GitHub, Stack Overflow, XING, Indeed, Behance, Dice und weiteren Seiten und sucht nach E-Mail und Social-Media-Profilen.

Kontaktdaten

Verifizierte E-Mail-Adressen mit unbegrenzter E-Mail-Suche pro lizenziertem Recruiter, ohne Credit-Kontingent.

Sequenzen

Mehrstufige Kampagnen mit automatischen E-Mails und Textnachrichten, manuellen InMail- und LinkedIn-Schritten, Platzhaltern und Versand im Namen von Kollegen.

KI-Nachrichten

Entwürfe für personalisierte Ansprache, die auf frühere Gespräche und Interviews Bezug nehmen können, mit Freigabe durch den Recruiter.

Talent-Pools

Projekte und Nurture-Sequenzen, um Kandidaten langfristig zu pflegen und bei neuen Stellen wiederzufinden.

Analytics

Auswertungen zu Pipeline, Antwortquoten und Engpässen sowie Prognosen zum Einstellungsbedarf.

ATS und API

Native Anbindung an Greenhouse, Workday, Lever und iCIMS, optional eigenes ATS, dazu CRM-, ATS- und Job-Board-API sowie GeMCP.

Was sind Vorteile und Nachteile von Gem?

Hier sind die wichtigsten Vor- und Nachteile von Gem im Überblick:

Vorteile

Lässt sich als Sourcing- und CRM-Schicht auf ein bestehendes ATS setzen, statt es ersetzen zu müssen.
KI-Suche bezieht frühere Kandidaten aus ATS und CRM automatisch mit ein.
Unbegrenzte E-Mail-Suche pro lizenziertem Recruiter statt Kontaktdaten-Credits.
Sequenzen kombinieren automatische E-Mails und SMS mit manuellen InMail-Schritten und Versand im Namen von Hiring Managern.
Chrome-Erweiterung unterstützt neben LinkedIn auch XING, GitHub und Stack Overflow.
Offene API für CRM, ATS und Job Board.

Nachteile

Preise außerhalb des Startup-Programms nur auf Anfrage.
Datenhaltung in US-Rechenzentren, keine EU-Datenhaltung angeboten.
InMails lassen sich nicht automatisch versenden, sondern nur als manuelle Aufgabe planen.
Herkunft der über 800 Millionen Profile wird auf der Website nicht offengelegt.
Oberfläche und Support nur auf Englisch, kein kostenloser Testzugang für größere Firmen.

Gem-Preise und Kosten

Die aktuellen Preispläne und Kosten von Gem sind:

Startup Program

130 $ / Monat
  • Für Unternehmen mit 1 bis 10 Mitarbeitenden
  • Preis bei jährlicher Zahlung (regulär 270 US-Dollar pro Monat)
  • AI Sourcing und CRM
  • Analytics und Interviewplanung
  • Integriertes ATS

Gem + Your ATS

auf Anfrage
  • Ergänzung zu bestehendem ATS wie Greenhouse oder Workday
  • AI Sourcing mit unbegrenzter E-Mail-Suche pro lizenziertem Recruiter
  • Outreach-Sequenzen, Interviewplanung und Analytics
  • AI Fraud Detection Agent als Zusatzoption
  • Preis abhängig von der Mitarbeiterzahl

Gem All-in-One

auf Anfrage
  • Ersetzt ATS und Recruiting-Stack
  • Alle Workflows inklusive eigenem ATS
  • AI Sourcing, CRM, Sequenzen und Analytics
  • Unter 30 Mitarbeitenden sechs Monate kostenlos, danach 50 Prozent Rabatt
  • Preis abhängig von der Mitarbeiterzahl

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Häufig gestellte Fragen zu Gem

Die wichtigsten Fragen und Antworten zu Gem auf einen Blick: