Dialer-Software im Vergleich

Dialer-Software wählt Kontaktlisten automatisch ab und stellt nur echte Gespräche durch. Vergleich von 17 Predictive, Power und Parallel Dialern mit Preisen, Hosting und UWG-Hinweisen.

Tools im Vergleich
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Tools im Vergleich
mit Hosting in Deutschland
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mit Hosting in Deutschland
kostenlos oder Freemium
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kostenlos oder Freemium
mit kostenloser Testphase
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mit kostenloser Testphase
Max BenzGeprüft von Max Benz · Tool-Daten aktualisiert im Oktober 2026Über suitApp

Dialer-Software übernimmt im Outbound das Wählen: Sie arbeitet Kontaktlisten automatisch ab, erkennt Anrufbeantworter und besetzte Leitungen und stellt Agentinnen und Agenten nur Gespräche durch, bei denen tatsächlich jemand abhebt. Für Vertriebsteams, Terminierer und Callcenter steigt dadurch die Zahl der echten Gespräche pro Stunde deutlich, weil Tippen, Warten und Freizeichen wegfallen.

Wir vergleichen 17 Tools mit echter Dialer-Funktion, also Predictive, Power, Progressive oder Parallel Dialing: europäische Callcenter-Software wie Dialfire aus Dresden und Enreach Outbound, Cloud-Telefonanlagen mit Power Dialer wie Aircall, CloudTalk, Ringover und JustCall, Contact-Center-Plattformen wie Five9, Genesys Cloud CX, NiCE CXone und Talkdesk, Parallel-Dialer für SDR-Teams wie Orum und Nooks sowie die Open-Source-Lösung VICIdial. Reine Telefonanlagen mit Click-to-Call findest du in unserer Übersicht zu Cloud-Telefonanlagen. Alle Preise und Funktionen stammen von den Websites der Hersteller.

Unsere Empfehlungen nach Einsatzzweck

Aus unserem Ratgeber weiter unten

Callcenter und Agenturen im DACH-Raum

Mit Predictive Dialer im Browser, EU-Datenspeicherung und Abrechnung ohne Grundgebühr.

Auch gut: Enreach Outbound

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Kleine Vertriebsteams mit Telefonanlage

Weil Telefonie, Power Dialer und CRM-Sync in einem Tool laufen.

Auch gut: CloudTalk

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Inside Sales mit CRM in einem Tool

Mit Power Dialer ab Growth und Predictive Dialer im Tarif Scale.

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Große Contact Center

Mit allen gängigen Wählmodi und Rechenzentren in Frankfurt.

Auch gut: Five9

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SDR-Teams mit Kaltakquise

Weil ein Vertriebler mehrere Leitungen gleichzeitig wählt.

Auch gut: Nooks

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Eigenbetrieb ohne Lizenzkosten

Als Open-Source-Suite mit Predictive Dialer auf eigener Infrastruktur.

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Alle 17 Dialer-Software im Überblick

Zum Vergleichen zwei Tools markieren

Dialfire LogoDialfireKostenpflichtigKostenpflichtigHosting EU

Dialfire ist eine Contact-Center-Software aus der Cloud, die Outbound- und Inbound-Telefonie im Browser bündelt. Betrieben wird sie von der cloud IT Services GmbH mit Sitz in Dresden. Für den Start genügen laut Anbieter ein Browser und ein Headset, eine Softwareinstallation ist nicht nötig. Über Kampagnenvorlagen lässt sich eine erste Telefonkampagne in wenigen Minuten aufsetzen. Im Outbound stehen zwei Anwahlmethoden zur Wahl: Predictive Dialing, bei dem das System vorausschauend wählt und Agenten nur angenommene Gespräche zustellt, und Preview Dialing, bei dem sich der Agent vor jedem Anruf auf den Kontakt vorbereitet. Power- oder Progressive-Modus nennt Dialfire nicht gesondert. In den Dialer-Einstellungen einer Kampagnenstufe lassen sich Anrufbeschränkungen festlegen, Kontakte über durchsuchbare Felder priorisieren und bestimmen, ob frisch importierte Kontakte vor bereits angerufenen an die Reihe kommen. Rückrufer werden automatisch der passenden Outbound-Kampagne zugeordnet, Dialfire nennt das Rebound. Kampagnen bauen auf einer integrierten CRM-Datenbank auf, die sich um eigene Felder erweitern lässt. Die Agentenmaske ist ohne Programmierung anpassbar, komplexere Logik ist mit JavaScript möglich. Beim Import werden Dubletten erkannt. Mehrstufige Kampagnen lösen je nach Gesprächsergebnis automatisch Folgeaktionen aus, etwa eine E-Mail, eine SMS oder eine weitere Anrufstufe. Vorlagen gibt es unter anderem für Kalender-, Umfrage- und Warenkorb-Kampagnen. Für Rufnummern bietet Dialfire mehrere Wege: vorhandene Nummern hinterlegen, neue Nummern oder Nummernblöcke direkt im System erwerben und die Anzeigerufnummer automatisch rotieren lassen. Die Registrierung der Nummern begleitet der Anbieter nach den Vorschriften des jeweiligen Landes. Im Inbound arbeitet Dialfire mit ACD, mehrstufigem Overflow-Routing, programmierbarer IVR und Call Blending, sodass Agenten eingehende und ausgehende Gespräche in einer Sitzung bearbeiten. Zur Qualitätssicherung gehören Gesprächsaufzeichnung (standardmäßig oder per Klick, one-way oder two-way), Silent Monitoring, Hinweise an Agenten und Flüstern. Der Call Analyzer AI wertet aufgezeichnete Gespräche automatisch aus und unterstützt die Qualitäts- und Compliance-Prüfung. Dazu kommen virtuelle Inbound- und Outbound-Agenten auf Voicebot-Basis. Reports aktualisieren sich in Echtzeit, Dashboards und Wallboards zeigen Queue-Status und Vertriebskennzahlen. Integrationen gibt es zu HubSpot, Pipedrive, Salesforce, Microsoft Dynamics 365 Sales, Zoho CRM, Zoho Bigin, Zendesk Sell, Freshsales, noCRM.io und Firmao, außerdem eine Zapier-App, einen Looker-Studio-Konnektor, REST-APIs, Webhooks und einen DBSync-Adapter, der alle Daten in Echtzeit in eine lokale SQL-Datenbank spiegelt. Mehrere Contact Center können mit getrennten Rechten in derselben Kampagne arbeiten, was für Outsourcing-Modelle gedacht ist. Abgerechnet wird ausschließlich nach Nutzung, ohne Grundgebühr, Mindestumsatz oder Nutzerlimit: Für Deutschland nennt die Preisseite 0,0069 Euro pro Minute Agentenverbindung sowie 0,0079 Euro pro Minute ins Festnetz und 0,0290 Euro pro Minute in Mobilnetze, jeweils netto und pro angefangener Minute. Erweiterte Zusatzfunktionen kosten extra pro Nutzungsminute, ihre Preise stehen erst in der Tariftabelle im Kundenkonto. Ein Test mit Startguthaben ist ohne Zahlungsdaten möglich. Zum Datenschutz schreibt Dialfire, dass Daten ausschließlich innerhalb der EU und redundant in mehreren Rechenzentren gespeichert werden, alternativ ist eine In-House-Speicherung der Kundendaten möglich. Ein konkretes Land oder einen Hosting-Anbieter nennt die Website nicht. Single-Sign-On, Multifaktor-Authentifizierung und ein fein abgestuftes Rechtesystem werden unterstützt. Öffentlich dokumentiert sind dagegen weder eine Anrufbeantworter-Erkennung noch Sperrlisten oder konkrete Wiederwahlregeln, diese Punkte sollten Interessenten vor dem Einsatz klären.

Vorteile

  • Keine Grundgebühr, kein Mindestumsatz und keine Begrenzung der Nutzerzahl, bezahlt wird nur die tatsächliche Nutzung.
  • Predictive und Preview Dialer sind ohne Tarifstufen verfügbar.
  • Datenspeicherung laut Anbieter ausschließlich in der EU, In-House-Speicherung der Kundendaten optional.
  • Bidirektionale Konnektoren zu zehn CRM-Systemen, dazu Zapier, Looker Studio, REST-API und Webhooks.
  • Anpassbare Agentenmaske und mehrstufige Kampagnen ohne Programmierung, mit JavaScript erweiterbar.
  • Test mit Startguthaben ohne Zahlungsdaten möglich.

Nachteile

  • Kosten hängen vollständig vom Gesprächsvolumen ab und sind dadurch schwerer vorab zu kalkulieren.
  • Preise für erweiterte Zusatzfunktionen stehen nicht auf der Website, sondern erst in der Tariftabelle im Kundenkonto.
  • Anrufbeantworter-Erkennung, Sperrlisten und Wiederwahlregeln sind auf der Herstellerseite nicht dokumentiert.
  • Kein konkretes Land und kein Hosting-Anbieter für die EU-Rechenzentren genannt.
  • Power- und Progressive-Modus werden nicht als eigene Anwahlmethoden aufgeführt.
  • Keine mobile App auf der Herstellerseite erwähnt.
Kostenlose TestphaseAPICloudPredictive DialerDialer-SteuerungMehrstufige KampagnenRufnummernmanagementInbound und BlendingMonitoring und Aufnahme
TarifePay-per-Use ab 0,0069 Euro pro Minutelaut Anbieter

Integrationen: HubSpot, Pipedrive, Salesforce, Microsoft Dynamics 365 Sales, Zoho CRM und 9 weitere

Aircall LogoAircallab 27 $ bei jährlicher ZahlungKostenpflichtigHosting EU

Am besten geeignet für: Kleine und mittlere Vertriebsteams, die Rückruf- und Follow-up-Listen zügig abtelefonieren

Aircall ist eine cloudbasierte Telefonie- und Kundenkommunikationsplattform, die 2014 in Paris gegründet wurde und heute Niederlassungen in Paris und New York betreibt. Die Plattform richtet sich primär an Vertriebs- und Supportteams, die ihre Kundenkommunikation professionell und skalierbar gestalten möchten. Aircall funktioniert vollständig browserbasiert – keine Hardware erforderlich, die Einrichtung dauert wenige Minuten. Das Herzstück ist ein modernes Cloud-Telefonsystem mit IVR-Sprachmenü, intelligentem Call Routing, Power Dialer, Anrufaufzeichnung und Live-Coaching. Seit 2023 ergänzen KI-Funktionen wie automatische Transkription, Gesprächsanalyse, Stimmungserkennung und KI-gestützte Virtual Agents die Plattform. Aircall bietet über 100 native Integrationen mit führenden CRM-, Helpdesk- und Business-Tools wie Salesforce, HubSpot, Zendesk, Pipedrive, Intercom und Microsoft Teams. Anrufe, SMS und Nachrichten laufen in einem gemeinsamen Posteingang zusammen. Alle Daten werden DSGVO-konform verarbeitet; Aircall ist SOC2 Type II zertifiziert und erfüllt HIPAA-Anforderungen. Die Plattform eignet sich besonders für KMU, Scale-Ups sowie mittelgroße Vertriebs- und Support-Organisationen, die ein flexibles, integrierbares Telefonsystem ohne IT-Aufwand suchen.

Vorteile

  • Rufnummernlisten lassen sich per CSV, per Copy and Paste oder über die Browser-Erweiterung direkt von Webseiten in den Power Dialer übernehmen, Dubletten werden beim Import automatisch abgewiesen.
  • Die Nachbearbeitungszeit zwischen zwei Anrufen ist konfigurierbar, sodass Notizen, Tags und Folgeschritte erfasst werden, bevor die nächste Nummer gewählt wird.
  • Über mehr als 250 Integrationen landen Notizen, Tags und Anrufdaten aus Power-Dialer-Sitzungen automatisch im CRM, ergänzt um Voicemail Drop für vorab aufgezeichnete Nachrichten.

Nachteile

  • Aircall bietet nur einen Power Dialer, der eine Nummer nach der anderen wählt; einen Predictive- oder Parallel-Dialer für Teams mit hohem Volumen gibt es nicht.
  • Der Power Dialer ist erst ab dem Professional-Tarif mit mindestens drei Lizenzen enthalten und funktioniert nicht in der Smartphone-App.
  • Eine Liste fasst höchstens 1.000 Rufnummern, CSV-Dateien sind auf 1 MB begrenzt, und eine Anrufbeantworter-Erkennung wird auf den Herstellerseiten nicht beschrieben.
Kostenlose TestphaseAPIMobile AppCloudPower DialerListenimportVoicemail DropCRM-Sync
TarifeEssentials 30 $ / MonatEssentials 27 $ bei jährlicher ZahlungProfessional 50 $ / MonatProfessional 37,50 $ bei jährlicher Zahlunglaut Anbieter

Integrationen: Salesforce, HubSpot, Pipedrive, Zendesk, Intercom und 5 weitere

Close CRM LogoClose CRMab 49 $ / MonatKostenpflichtig

Am besten geeignet für: Inside-Sales- und SDR-Teams mit hohem Anrufvolumen, die Dialer und CRM in einem Tool wollen

Close ist ein in San Francisco entwickeltes CRM-System, das sich explizit auf Inside-Sales-Teams mit hohem Anruf- und E-Mail-Volumen ausrichtet. Die Plattform vereint Telefonie, SMS, E-Mail und Video-Calls in einer Oberfläche, sodass Reps ohne Tool-Wechsel den gesamten Kommunikationsprozess abwickeln können. Native Cloud-Telefonie in über 200 Ländern mit Voicemail-Drop, Call-Recording und Coaching-Funktionen wie Whisper und Barge gehören zur Standard-Ausstattung. Der Power Dialer wählt Listen automatisch ab, Predictive Dialer (im Enterprise) parallelisiert Anrufe über mehrere Leitungen. E-Mail-Sequenzen mit Bedingungslogik automatisieren Multi-Touch-Kadenzen, während Workflows komplexere Folgeschritte ohne Code orchestrieren. Das CRM bietet visuelle Sales-Pipelines mit Drag-and-Drop, Smart Views für dynamische Lead-Listen, Custom Activities und ein Reporting-Modul mit Activity-Comparisons. Eine eigene Mobile-App ermöglicht Anrufe und CRM-Updates unterwegs. Close betreibt seine Infrastruktur in den USA (AWS, Region us-east) ohne EU-Data-Residency-Option, was DSGVO-Fälle in Deutschland aufwendiger macht. Preise starten bei 49 USD (Startup) pro Nutzer und Monat, Professional liegt bei 99 USD und Enterprise bei 139 USD, jeweils bei jährlicher Abrechnung. Close bietet eine offene REST-API, Webhooks und über 100 native Integrationen plus Zapier. Bekannt ist die Plattform vor allem in SaaS- und Tech-Startups, die schnell skalieren wollen.

Vorteile

  • Power- und Predictive Dialer arbeiten direkt auf Smart Views im CRM, sodass Listen nicht exportiert werden müssen und jeder Anruf samt Notiz automatisch am Lead protokolliert wird.
  • Der Predictive Dialer passt die Zahl der gleichzeitig gewählten Leads laufend an verfügbare Nutzer, Antwortquote, Abbruchquote und Gesprächsdauer an.
  • Voicemail Drop, Local Presence, frei definierbare Anrufergebnisse und im Scale-Tarif Live-Call-Coaching sowie unbegrenzte Aufbewahrung von Aufzeichnungen sind im Dialer-Workflow nutzbar.

Nachteile

  • Der Predictive Dialer ist nur im teuersten Scale-Tarif enthalten, der Power Dialer erst ab Growth; Telefonminuten und Rufnummern werden zusätzlich nach Verbrauch abgerechnet.
  • Close empfiehlt für den Predictive Dialer mindestens vier gleichzeitig eingeloggte Nutzer, bei Einzelpersonen oder sehr kleinen Teams bringt der Modus wenig.
  • Der Predictive Dialer ruft nur die primäre Nummer des primären Kontakts an, ist nicht mit Lead-Visibility-Regeln kombinierbar und erfordert eine Abbruchansage mit Firmenname und Rückrufnummer.
Kostenlose TestphaseAPIMobile AppCloudPower DialerPredictive DialerVoicemail DropAnrufergebnisse
TarifeStartup 49 $ / MonatProfessional 99 $ / MonatEnterprise 139 $ / Monatlaut Anbieter

Integrationen: Gmail, Outlook, Zoom, Slack, HubSpot und 4 weitere

Genesys Cloud CX LogoGenesys Cloud CXab 60 € / MonatKostenpflichtigHosting DE

Genesys Cloud CX ist die Cloud-Contact-Center-Plattform von Genesys mit Sitz in Menlo Park, Kalifornien. Sie bündelt Inbound, Outbound, digitale Kanäle, Workforce Management und KI-Funktionen. Outbound-Kampagnen sind laut Preisseite in allen vier Editionen CX 1 bis CX 4 enthalten, was Genesys von Anbietern unterscheidet, bei denen der Dialer ein Zusatzmodul ist. Die Plattform kennt sechs Wählmodi. Im Preview-Modus prüft der Agent den Datensatz und startet den Anruf selbst, optional wählt ein Countdown automatisch. Progressive wählt einen Kontakt pro verfügbarem Agenten nach der Anrufanalyse, ein Precise-Modus reserviert den Agenten bereits vor der Wahl. Power wählt mehrere Kontakte pro freiem Agenten und regelt das Tempo gegen eine einstellbare Abbruchschwelle, Genesys empfiehlt dafür 10 bis 15 Agenten. Predictive sagt die Verfügbarkeit voraus und startet Anrufe, bevor Agenten ihr laufendes Gespräch beendet haben, empfohlen sind mindestens 15 Agenten. Agentless spielt Nachrichten ohne Agenten aus und leitet erreichte Personen in einen IVR-Flow. Für TCPA-sensible Fälle gibt es External Calling über einen Desktop-Dialer eines Drittanbieters. Kampagnen basieren auf Kontaktlisten, die als CSV hochgeladen werden, mit automatischer Zuordnung der Zeitzone. Contactable Time Sets legen fest, wann je Zeitzone gewählt werden darf. DNC-Listen lassen sich intern pflegen oder über externe Anbieter abgleichen, dazu kommen Präfix-Sperren. Regelwerke greifen vor dem Anruf, nach dem Anruf und beim Wrap-up, Wrap-up-Codes können Nummern oder Kontakte als nicht mehr anrufbar markieren. Versuchsgrenzen verhindern zu häufiges Anwählen. Die Anrufanalyse unterscheidet Person und Anrufbeantworter, je Ergebnis lassen sich Aktionen wie Auflegen, Ansage oder Weiterleitung in einen Flow definieren. Kontaktfilter, Kampagnensequenzen und die Unterscheidung von Festnetz und Mobilfunk ergänzen die Listensteuerung. Outbound läuft neben Sprache auch über SMS, WhatsApp und E-Mail. Sprach- und Bildschirmaufzeichnung ist in allen Editionen enthalten, ebenso Echtzeit- und Verlaufsberichte mit anpassbaren Dashboards. Sprach- und Textanalyse, Agent Copilot und Supervisor Copilot sind vorhanden, teils aber an AI Experience Tokens gebunden. Für CRM gibt es CX Cloud from Genesys and Salesforce, CRM-Integrationen sind ansonsten ein Add-on. Offene APIs, Microsoft, Zoom und 8x8 als UC-Anbindung sowie eigene Carrier per BYOC runden das Angebot ab. Die Preise sind öffentlich: In Euro kostet CX 1 60 Euro, CX 2 92 Euro, CX 3 124 Euro und CX 4 192 Euro pro Named User und Monat bei jährlicher Zahlung, Concurrent-Lizenzen sind teurer, nutzungsabhängige Kosten können hinzukommen. Für den DACH-Raum ist wichtig, dass Genesys Cloud in der AWS-Region Europe (Frankfurt) als Kernregion bereitgestellt werden kann, weitere EU-Regionen sind Dublin und Zürich. Eine European Sovereign Region in Brandenburg ist nur eingeschränkt verfügbar. Die Dokumentation nennt bei den Wählmodi vor allem US-Vorgaben wie TCPA, deutsche UWG-Regeln zur Einwilligung muss das Unternehmen über Kontaktlisten, Sperrlisten und Regelwerke selbst abbilden. Laut Hilfe-Center unterstützt die kostenlose Testversion keine Outbound-Anrufe. Genesys Cloud CX eignet sich für mittlere und große Contact Center, die Outbound-Kampagnen mit Inbound, digitalen Kanälen und Workforce Management auf einer Plattform betreiben wollen.

Vorteile

  • Outbound-Kampagnen sind in allen Editionen enthalten, nicht nur als Zusatzmodul.
  • Transparente Listenpreise in Euro direkt auf der Herstellerseite.
  • Bereitstellung in der AWS-Region Frankfurt als Kernregion möglich.
  • Feingranulare Regelwerke, Wählzeitfenster und Sperrlisten für Compliance.
  • Inbound, Outbound, digitale Kanäle und Workforce Management auf einer Plattform.
  • Wahl zwischen Named-, Concurrent- und stundenbasierten Lizenzen.

Nachteile

  • Preise gelten nur bei Jahresvertrag, nutzungsabhängige Kosten können hinzukommen.
  • Predictive wird erst ab 15 Agenten, Power ab 10 bis 15 Agenten empfohlen.
  • Die kostenlose Testversion unterstützt laut Hilfe-Center keine Outbound-Anrufe.
  • Mehrere KI-Funktionen benötigen zusätzlich AI Experience Tokens.
  • CRM-Integrationen außer Salesforce CX Cloud sind ein kostenpflichtiges Add-on.
Kostenlose TestphaseAPIMobile AppCloudSechs WählmodiPredictive und PowerKontaktlistenSperrlistenRegelwerkeAnrufanalyse
TarifeGenesys Cloud CX 1 60 € / MonatGenesys Cloud CX 2 92 € / MonatGenesys Cloud CX 3 124 € / MonatGenesys Cloud CX 4 192 € / Monatlaut Anbieter

Integrationen: Salesforce, Microsoft Teams, Zoom, 8x8, BYOC und 1 weitere

Orum LogoOrumKostenpflichtigKostenpflichtig

Orum ist eine KI-gestützte Dialer-Plattform der Orum Inc. aus den USA, die sich an SDR- und BDR-Teams im B2B-Vertrieb richtet. Nach eigener Darstellung entwickelt Orum seit 2018 KI speziell für Vertriebsanrufe. Die Plattform gliedert sich heute in drei sogenannte Agenten: Operator für das Wählen und Verbinden, Coach für Gesprächsanalyse und Training sowie Scout für die Suche nach erreichbaren Telefonnummern, der zum Prüfzeitpunkt nur über eine Warteliste verfügbar war. Im Mittelpunkt steht der Parallel-Dialer. Mitarbeiter wählen entweder bis zu fünf Leitungen gleichzeitig oder arbeiten im Power-Modus einzeln ihre Liste ab, dazu kommen Click-to-Call und Einzelanrufe. Operator erkennt laut Hersteller, ob ein Mensch, eine Mailbox, ein Anruffilter von Apple oder Google oder ein Sprachmenü antwortet, und verbindet den Mitarbeiter nur bei einer echten Person, im Median nach 0,7 Sekunden. Bei Mailboxen hinterlässt das System automatisch eine vorab aufgenommene Nachricht, ein Voicemail-Sequencer steuert wechselnde Nachrichten über mehrere Versuche. Sprachmenüs werden automatisch durchlaufen. Die Spracherkennung deckt laut Hilfe-Center unter anderem Deutsch, Französisch, Spanisch und Niederländisch ab. Wahllisten zieht Orum direkt aus Salesforce-Reports, HubSpot-Listen oder Sequenzen in Outreach und Salesloft, Anrufergebnisse und Aufzeichnungen fließen zurück ins CRM. Smart Lists und eine Bewertung der Nummern nach Annahmewahrscheinlichkeit sorgen dafür, dass aussichtsreiche Kontakte zuerst gewählt werden. Rufnummern bezieht Orum von Vonage und überwacht sie täglich auf Spam-Markierungen, pro Monat sind bis zu zehn Anrufer-IDs enthalten. Nummern, die Admins als Do Not Call markieren, sperrt Orum für weitere Anrufe. Für Teamleiter gibt es den virtuellen Salesfloor mit Räumen, Live-Mithören, Bildschirmfreigabe, Chat und dem Hervorheben einzelner Gespräche. Anrufe werden aufgezeichnet und transkribiert, KI-Zusammenfassungen und eine automatische Erkennung von Einwänden sind enthalten. KI-Rollenspiele, Scorecards und ein Coaching-Portal kosten als Add-on extra, ebenso Webhooks. Für Mitarbeiter, die nur gelegentlich telefonieren, bietet Orum die günstigere Sitzvariante Ascend Limited an. Preise veröffentlicht Orum nicht, sie richten sich nach Paket und Nutzerzahl, bei mindestens neun Lizenzen. Die Zahl der Anrufe ist in bezahlten Paketen nicht begrenzt, die Testphase ist auf 500 Anrufe beschränkt. Für den DACH-Raum ist Orum unter den US-Dialern vergleichsweise gut aufgestellt, mit Abstrichen. Laut Hilfe-Center sind Deutschland, Österreich und die Schweiz anwählbar und dort lokale Nummern erhältlich, allerdings nur mit zusätzlicher Einrichtung über den Support. Parallel-Dialing, KI-Erkennung und Voicemail Drop sind laut derselben Seite vollständig für englischsprachige Länder freigegeben, ob das für Ziele im DACH-Raum gilt, lässt die Länderliste offen. Orum nennt SOC 2 Type 2, ISO 27001, 27017, 27018 und 27701 sowie GDPR Ready, bietet einen Auftragsverarbeitungsvertrag mit EU-Standardvertragsklauseln an und ist nach dem EU-U.S. Data Privacy Framework zertifiziert. Aufzeichnungen lassen sich regionsspezifisch steuern. Ein Serverstandort in der EU ist nicht dokumentiert, die gelisteten Unterauftragsverarbeiter sitzen durchweg in den USA. Die Einhaltung von UWG und Einwilligungsregeln bleibt beim Kunden. Orum eignet sich für SDR-Teams ab neun Personen, die in Salesforce, HubSpot, Outreach oder Salesloft arbeiten und ihre Gesprächsquote mit Parallelwahl deutlich steigern wollen.

Vorteile

  • Echter Parallel-Dialer mit bis zu fünf Leitungen und schneller Übergabe an den Mitarbeiter.
  • KI-Erkennung von Mailboxen, Anruffiltern und Sprachmenüs mit Unterstützung für Deutsch.
  • Deutschland, Österreich und die Schweiz sind anwählbar, lokale Nummern sind dort erhältlich.
  • Umfangreiche Nachweise mit SOC 2 Type 2, mehreren ISO-Zertifikaten, AVV und EU-Standardvertragsklauseln.
  • Keine Begrenzung der Anrufe in bezahlten Paketen.
  • Virtueller Salesfloor unterstützt Coaching und Teamdynamik in Remote-Teams.

Nachteile

  • Keine veröffentlichten Preise und Mindestabnahme von neun Lizenzen.
  • Parallel-Dialing und KI-Automatik sind laut Hilfe-Center vollständig nur für englischsprachige Länder freigegeben, für DACH-Ziele unklar.
  • Lokale Nummern im DACH-Raum erfordern zusätzliche Einrichtung über den Support.
  • Kein dokumentierter Serverstandort in der EU, Unterauftragsverarbeiter sitzen in den USA.
  • KI-Coaching und Webhooks kosten als Add-on extra.
  • Native CRM-Anbindung im Wesentlichen auf Salesforce und HubSpot beschränkt.
Kostenlose TestphaseCloudParallel-DialerPower-DialerKI-ErkennungVoicemail-SequencerNummernqualitätCRM-Listen
TarifeOrum-Paket auf AnfrageAscend Limited (Add-on) auf Anfragelaut Anbieter

Integrationen: Salesforce, HubSpot, Outreach, Salesloft, Apollo und 3 weitere

VICIdial LogoVICIdialKostenlos nutzbarKostenlos

VICIdial ist eine Open-Source-Contact-Center-Suite, die auf der Telefonanlage Asterisk aufsetzt und Inbound-, Outbound- und Blended-Telefonie sowie eingehende E-Mails und Website-Chats in einer Oberfläche abbildet. Entwickelt und gepflegt wird das Projekt von der Vicidial Group, die 2007 vom ursprünglichen Entwickler Matt Florell gegründet wurde. Die Software steht unter der AGPLv2 und verursacht keine Lizenzkosten. Agenten- und Verwaltungsoberfläche laufen im Browser, Agenten brauchen nur einen Browser und ein Telefon. Im Outbound beherrscht VICIdial agentengesteuerte Anwahl, automatisches Wählen mit Zustellung angenommener Gespräche an freie Agenten, Predictive Dialing mit adaptivem Wählalgorithmus sowie Broadcast-Anrufe mit aufgezeichneter Ansage. Im manuellen Modus lassen sich Leads vor dem Wählen in der Vorschau ansehen. Eine Kampagne kann über mehrere Dialer-Server verteilt werden, umgekehrt laufen mehrere Kampagnen auf einem Server. Für die Steuerung gibt es Zeitzonen-Beschränkungen bis auf Wochentagsebene, das Recycling bestimmter Status in festen Intervallen ohne Zurücksetzen der Liste, eigene Datenbankabfragen für die Anwahl und die automatische Anwahl beliebig vieler Alternativnummern pro Kontakt, bis jemand abnimmt. Bei der Compliance orientiert sich VICIdial an den Regeln in den USA, Kanada und Großbritannien. Dazu gehören eine einstellbare Abbruchquote beim Predictive Dialing, ein Drop-Timer mit Safe-Harbor-Ansage nach FTC-Vorgaben und systemweite oder kampagnenbezogene DNC-Listen, die sich auch über mehrere Kampagnen teilen lassen. Eine Anrufbeantworter-Erkennung ist eingebaut und kann bei erkannten Anrufbeantwortern eine Nachricht abspielen. Abgebrochene Anrufe ohne freien Agenten lassen sich je Kampagne auf eine Voicemail, eine Warteschlange oder eine Durchwahl leiten. Die Anzeigerufnummer kann pro Kampagne, Liste oder Lead gesetzt oder gruppenweise rotiert werden. Für die Agentenarbeit gibt es Skripte mit vorausgefüllten Kundenfeldern, eigene Abschlusscodes pro Kampagne, Hotkeys für schnelles Disponieren, definierbare Nachbearbeitungszeit, Pausencodes und agentenbezogene oder allgemeine Rückruftermine. Kundendaten lassen sich an Closer oder Verifizierer übergeben, Konferenzen und Weiterleitungen sind direkt aus der Agentenoberfläche möglich. Manager können Gespräche mithören und sich in laufende Gespräche einschalten. Gespräche werden automatisch oder nach Bedarf aufgezeichnet, auch in Stereo mit getrennten Kanälen für Kunde und Agent. Dutzende Echtzeit- und Übersichtsreports sowie Kampagnen-Displays gehören zum Standard, Reporting-Apps für Android und iOS richten sich an Manager. Im Inbound arbeitet VICIdial als ACD mit skillbasiertem Routing, Warteschlangenpriorisierung, Wartezeitansage und Rückruf unter Erhalt des Platzes in der Warteschlange. Integrationen laufen über eine webbasierte Agenten-API, eine Lead-Import-API, Datenexporte und das Öffnen eigener Webseiten mit Gesprächsdaten pro Kampagne. Fertige Konnektoren zu bestimmten CRM-Systemen nennt die Herstellerseite nicht, Anbindungen setzt die Vicidial Group als Dienstleistung um. Die Agentenoberfläche ist unter anderem auf Deutsch verfügbar, die Admin-Oberfläche ebenfalls. Die Software selbst ist kostenlos, Aufwand entsteht für Server, Telefonieanbindung und Administration. Vorausgesetzt werden Asterisk, MySQL oder MariaDB, Apache, PHP und Perl, die Installation ist anspruchsvoll. Die Vicidial Group bietet kostenpflichtigen Support, Schulungen, Remote-Installationen und Anpassungen an, Preise nennt sie nicht. Wer keine eigenen Server betreiben möchte, kann über VICIhost dedizierte Server in den Rechenzentren der Vicidial Group mieten, ebenfalls nur auf Anfrage. Ein Serverstandort in Europa ist dafür nicht angegeben, bei eigener Installation liegt die Wahl des Standorts beim Betreiber. DSGVO-Funktionen wie Einwilligungsverwaltung beschreibt der Hersteller nicht, für den Einsatz in Deutschland müssen Sperrlisten und Löschkonzepte selbst eingerichtet werden.

Vorteile

  • Keine Lizenzkosten dank AGPLv2, auch bei vielen Arbeitsplätzen.
  • Sehr umfangreicher Dialer-Funktionsumfang mit Predictive, AMD, DNC-Listen und Wählregeln.
  • Volle Kontrolle über Daten und Serverstandort bei eigener Installation.
  • Inbound, Outbound, E-Mail und Chat in einer Agentenoberfläche.
  • Agenten- und Admin-Oberfläche auch auf Deutsch verfügbar.
  • Kommerzieller Support, Hosting und Anpassungen direkt von den Entwicklern erhältlich.

Nachteile

  • Installation und Betrieb erfordern Linux-, Asterisk- und Datenbank-Know-how.
  • Compliance-Funktionen sind auf USA, Kanada und Großbritannien ausgerichtet, DSGVO-Werkzeuge beschreibt der Hersteller nicht.
  • Keine fertigen Konnektoren zu gängigen CRM-Systemen genannt, Anbindungen laufen über API oder Auftragsentwicklung.
  • Preise für VICIhost, Support und Schulungen nur auf Anfrage.
  • Kein Serverstandort in Deutschland oder der EU für das Hosting-Angebot belegt.
APIMobile AppCloudOn-PremisePredictive DialerAMDDNC-ListenWählregelnCaller-ID-SteuerungSkripte und Dispositionen
TarifeOpen Source (selbst gehostet) kostenlosVICIhost (gehostet) auf Anfragelaut Anbieter

Integrationen: Asterisk, SIP- und IAX-Trunks, Agenten-API, Lead-Import-API, Android-App und 1 weitere

Enreach Outbound LogoEnreach OutboundKostenpflichtigKostenpflichtigHosting EU

Enreach Outbound ist die Outbound- und Telemarketing-Software der europäischen Enreach-Gruppe. Das Produkt stammt aus Dänemark und war laut Hersteller seit 2006 unter den Namen Actimizer und Herobase in Nordeuropa im Einsatz. Für die Einordnung wichtig: Die Produkte, die Enreach in Deutschland in den Vordergrund stellt, also die Cloud-Telefonie Enreach Contact und die Telefonanlage Enreach Swyx, werben auf der deutschen Website nicht mit einem Outbound-Dialer. Predictive und Power Dialer gibt es in Enreach Outbound, das über die internationale Website vertrieben wird. Enreach Outbound bringt vier Wählmodi mit. Der Power Dialer ruft Leads automatisch nacheinander an, der Predictive Dialer berechnet per Algorithmus, wie viele Anwahlen zur Verfügbarkeit der Agenten passen, Click-to-Dial startet den nächsten Anruf per Mausklick im Browser, und der Basket Dialer bündelt Leads in eigene Körbe, etwa für Prioritätskontakte oder Wiedervorlagen. In der Kampagnenverwaltung legen Teams fest, in welcher Reihenfolge heiße Leads, Rückrufe, Wiederwahlen und neue Daten abgearbeitet werden, mehrere Kampagnen laufen parallel. Leads kommen per CSV oder direkt aus dem CRM, Dubletten werden über Automationsregeln behandelt, und für jede Liste lässt sich festlegen, wie lange Leads aktiv bleiben. Workflows aktualisieren Lead-Daten und lösen Folgeaktionen wie E-Mails oder SMS aus. Beim Wählen helfen eine Anrufbeantworter-Erkennung, dynamische Caller IDs mit einem rotierenden Pool lokaler Rufnummern und ein Web-Rückruf, der Formularanfragen sofort in einen Anruf übersetzt. Eingehende Anrufe lassen sich mit Outbound mischen, sodass freie Agenten Rückrufe von Interessenten annehmen. Für Teamleiter gibt es Echtzeit-Mithören, automatische und manuelle Aufzeichnung in Stereo, Workflows zur Qualitätsprüfung, einen In-App-Chat zwischen Agent und Supervisor, Schichtplanung, Scoreboards und KPI-Berichte. Die kostenpflichtige Erweiterung Smart Talk Insights transkribiert Gespräche, prüft sie per KI auf Skripttreue und Compliance und kann Daten ins CRM übertragen. Für den Abschluss gibt es E-Signatur, Kalenderverwaltung und einen Warenkorb für Produkte. Beim Datenschutz ist Enreach Outbound deutlich auf europäische Anforderungen ausgerichtet. Kontakte lassen sich als Do-not-call markieren, anonymisieren oder löschen, für gespeicherte Daten kann ein Intervall zur automatischen Löschung definiert werden, und alle Aktionen inklusive Exporten werden protokolliert. Rollenrechte, Zwei-Faktor-Authentifizierung und IP-Sperren schützen den Zugang. Laut Rechtsseite liegen Produktivdaten ausschließlich in der EU, physische Server stehen in Rechenzentren in Dänemark, virtuelle Server bei AWS in Frankfurt und Dublin. Ein Standard-AVV steht bereit, die Plattform wird jährlich nach ISAE 3402 und ISAE 3000 geprüft. Eine eigene Dokumentation von Werbeeinwilligungen nach UWG beschreibt Enreach nicht, hier helfen nur Sperrlisten und Datenfelder. Preise nennt Enreach nur auf Anfrage. Es gibt die Pakete Core, Advanced, Premium und Unlimited. Bereits Core enthält Power, Basket, Click-to-Dial und Predictive Dialer sowie Sperrlisten, die erweiterte Steuerung des Predictive Dialers gibt es aber erst in Premium. Die Pakete begrenzen außerdem die Zahl aktiver Kampagnen auf 5, 10 oder 25 und die Speicherdauer von Aufzeichnungen, in Core werden erfolgreiche Gespräche nur 14 Tage und nicht erfolgreiche 7 Tage aufbewahrt. Je nach Paket sind zwei bis sechs inländische Rufnummern und ein Kontingent an Gesprächsminuten enthalten, Auslandsgespräche kosten extra. Als CRM-Anbindungen nennt Enreach HubSpot und Microsoft Dynamics, weitere Systeme lassen sich über die offene API anschließen. Ob deutsche Rufnummern bestellt werden können und ob die Oberfläche auf Deutsch verfügbar ist, geht aus den Herstellerseiten nicht hervor. Enreach Outbound passt zu Telemarketing-Agenturen, Inside-Sales-Teams und Outbound-Callcentern, die einen Predictive Dialer mit Hosting in der EU suchen.

Vorteile

  • Predictive Dialer schon im Einstiegspaket Core enthalten.
  • Daten werden ausschließlich in EU-Rechenzentren verarbeitet, unter anderem bei AWS in Frankfurt.
  • Umfangreiche Datenschutzfunktionen mit Do-not-call, Anonymisierung, Löschintervallen und Zugriffsprotokollen.
  • Kampagnen- und Lead-Management mit flexibler Dialer-Logik für Rückrufe und Wiederwahlen.
  • Echtzeit-Mithören, Stereo-Aufzeichnung und QA-Workflows für Teamleiter.
  • Jährliche Prüfung nach ISAE 3402 und ISAE 3000 mit veröffentlichten Berichten.

Nachteile

  • Keine öffentlichen Preise, alle Pakete nur auf Anfrage.
  • Erweiterte Steuerung des Predictive Dialers erst im Premium-Paket.
  • Kurze Aufbewahrung von Aufzeichnungen in Core mit nur 14 beziehungsweise 7 Tagen.
  • Auslandsgespräche und KI-Gesprächsanalyse kosten extra.
  • Unklar, ob deutsche Rufnummern und eine deutsche Oberfläche verfügbar sind, auf enreach.de wird das Produkt nicht beworben.
  • Nur wenige namentlich genannte CRM-Integrationen, weitere über API.
APICloudVier Dialer-ModiDialer-LogikLead-ManagementDynamische Caller IDAnrufbeantworter-ErkennungMithören und Coaching
TarifeOutbound Core auf AnfrageOutbound Advanced auf AnfrageOutbound Premium auf AnfrageOutbound Unlimited auf Anfragelaut Anbieter

Integrationen: HubSpot, Microsoft Dynamics, API

CloudTalk LogoCloudTalkab 27 € / MonatKostenpflichtig

CloudTalk ist eine Cloud-Telefonanlage für Vertriebs- und Supportteams, hinter der die CloudTalk s.r.o. mit Sitz in Bratislava steht. Neben Rufnummern, IVR und Warteschlangen bringt das Produkt mehrere Wählmodi für Outbound-Teams mit, die sich je nach Tarif und Add-on stark unterscheiden. Wer CloudTalk als Dialer einsetzen will, sollte deshalb genau hinsehen, welcher Modus in welchem Paket steckt. Der Power Dialer wählt eine Kontaktliste Nummer für Nummer ab, immer mit einer Leitung pro Agent. Mit aktivierter Auto-Wahl startet der nächste Anruf nach einem kurzen Countdown, ohne Auto-Wahl sieht der Agent jeden Kontakt vorher an und arbeitet damit im Preview-Modus. Kampagnen entstehen aus Tags oder aus CRM-Listen, die Reihenfolge lässt sich während der laufenden Kampagne ändern, und neue Leads können vor Wiederholungsversuchen priorisiert werden. Wiederwahlregeln legen fest, wann ein nicht erreichter Kontakt zurückkommt, besetzte, nicht angenommene und nicht erreichbare Nummern werden automatisch markiert. Hat ein Kontakt mehrere Nummern, probiert der Dialer alle durch. Vereinbarte Rückrufe tauchen zum gewünschten Zeitpunkt wieder in der Liste auf. Pro Kampagne lassen sich ein Gesprächsskript und eine Umfrage hinterlegen, deren Antworten als strukturierte Daten exportierbar sind. Jeder Anruf muss mit einem selbst definierten Ergebnis-Tag abgeschlossen werden, das in Statistik, Anrufhistorie und CRM landet. Erreicht der Agent eine Mailbox, legt er per Klick eine vorab aufgenommene Nachricht ab. Der Parallel Dialer wählt laut Produktseite 2 bis 5 Leitungen gleichzeitig, auf Anfrage bis zu 10. Mailboxen werden auf jeder Leitung nach etwa 1,5 Sekunden erkannt, auf Wunsch wird automatisch eine Nachricht hinterlassen. Der erste echte Gesprächspartner wird zum Agenten durchgestellt, nimmt ein zweiter gleichzeitig ab, geht er zurück in die Warteschlange. Sind keine Agenten frei, drosselt der Dialer die Wählgeschwindigkeit. Einen klassischen Predictive Dialer bietet CloudTalk nicht an, der Hersteller verweist für Mehrleitungs-Wahl auf den Parallel Dialer. Der sogenannte Smart Dialer ist dagegen kein automatischer Wähler, sondern baut aus Nummern auf Webseiten oder im CRM per Browser-Erweiterung eine Anrufliste. Bei der Rufnummernanzeige passt CloudTalk die Absendernummer standardmäßig an die Vorwahl des Kontakts an, alternativ rotiert sie über die Firmennummern oder bleibt pro Kampagne fest. Lokale Nummern gibt es in über 160 Ländern, darunter Deutschland. Kontaktlisten synchronisieren sich mit HubSpot, Salesforce, Pipedrive und Zoho CRM, die Ergebnisse fließen zurück. Insgesamt nennt CloudTalk mehr als 95 Standard-Integrationen. Aufzeichnung, Live-Monitoring und Echtzeit-Dashboards gehören zu allen Tarifen, Transkripte, Zusammenfassungen und KI-Notizen kommen über ein kostenpflichtiges Conversation-Intelligence-Add-on dazu. Für Sperrlisten gibt es eine Blacklist für eingehende und ausgehende Anrufe, die sich per API und Workflow automatisch füllen lässt, etwa nach einem Ergebnis wie Nicht mehr anrufen. Preislich beginnt CloudTalk bei 19 Euro pro Nutzer und Monat im Lite-Tarif bei jährlicher Zahlung. Der Power Dialer ist erst im Expert-Tarif enthalten, der mindestens drei Lizenzen voraussetzt, in den kleineren Tarifen kostet er als Add-on extra. Der Parallel Dialer ist in jedem Tarif ein separates Add-on. Ausgehende Minuten sind über Länderpakete abgedeckt, für Deutschland greifen die Inlandskontingente für EU und Großbritannien ab Starter. Zum Datenschutz schreibt CloudTalk, dass Gesprächsaufzeichnungen und KI-Daten wie Transkripte in Deutschland gespeichert werden. Andere Daten können in AWS-Rechenzentren in Frankfurt, Nord-Virginia, Singapur und Sydney liegen. Ein Auftragsverarbeitungsvertrag ist Teil des Standardvertrags, dazu kommen SOC 2 Type 2 und ISO 27001. Die Hinweise auf Abbruchquoten auf der Produktseite beziehen sich auf US-Regeln, eine Einwilligungsverwaltung nach UWG beschreibt CloudTalk nicht.

Vorteile

  • Power Dialer, Preview-Modus und Parallel Dialer stammen aus einer Telefonanlage, ohne separates Dialer-Tool.
  • Kampagnen mit Wiederwahlregeln, Pflicht-Dispositionen, Skripten und Umfragen sind fest eingebaut.
  • Mailbox-Erkennung und automatischer Voicemail-Drop im Parallel-Modus sparen Agentenzeit.
  • Gesprächsaufzeichnungen und Transkripte werden laut Anbieter in Deutschland gespeichert, ein AVV ist Vertragsbestandteil.
  • Zweiseitiger Abgleich mit HubSpot, Salesforce, Pipedrive und Zoho CRM.
  • 14 Tage kostenlos testbar ohne Kreditkarte.

Nachteile

  • Power Dialer erst im Expert-Tarif mit mindestens drei Lizenzen enthalten, sonst kostenpflichtiges Add-on.
  • Parallel Dialer ist in jedem Tarif ein zusätzliches Add-on.
  • Kein echter Predictive Dialer, und der Smart Dialer ist trotz des Namens kein automatischer Wähler.
  • Nicht alle Daten bleiben in der EU, Teile können in AWS-Regionen in den USA, Singapur und Sydney liegen.
  • KI-Transkription und Zusammenfassungen nur über ein kostenpflichtiges Add-on.
  • Compliance-Hinweise zu Abbruchquoten orientieren sich an US-Regeln, eine Einwilligungsverwaltung nach UWG wird nicht beschrieben.
Kostenlose TestphaseAPIMobile AppCloudPower DialerParallel DialerMailbox-ErkennungWiederwahlregelnSkripte und UmfragenErgebnis-Tags
TarifeLite 27 € / MonatStarter 34 € / MonatEssential 39 € / MonatExpert 69 € / Monatlaut Anbieter

Integrationen: HubSpot, Salesforce, Pipedrive, Zoho CRM, Microsoft Teams und 4 weitere

Five9 LogoFive9KostenpflichtigKostenpflichtigHosting DE

Five9 ist eine Cloud-Contact-Center-Plattform der Five9, Inc. mit Sitz in San Ramon, Kalifornien. Der Hersteller vermarktet sie als Intelligent CX Platform für Kundenservice und Vertrieb. Für die Auswahl einer Dialer-Software ist vor allem das Outbound-Modul relevant, das zum Kern des Produkts gehört und klar auf Contact Center mit größeren Agententeams zugeschnitten ist. Five9 bietet fünf Wählmodi. Im Predictive-Modus berechnet der Dialer das Tempo aus historischen und kurzfristigen Werten wie Gesprächsdauer, Klingelzeit, Annahmequote und Abbruchquote der letzten 30 Tage und versucht, unter der eingestellten Abbruchquote zu bleiben. Der Power-Modus wählt mit einem festen Verhältnis von 1 bis 10 Anrufen pro verfügbarem Agenten und fällt bei Überschreiten der maximalen Abbruchquote auf 1:1 zurück. Progressive passt das Verhältnis anhand der Kampagnenstatistik an und ist weniger aggressiv. Im Preview-Modus sieht der Agent den Datensatz samt CRM-Historie, bevor gewählt wird. Ein Manual Touch Mode schaltet die automatische Wahl komplett ab. Das Administrationshandbuch empfiehlt für Predictive mindestens 15 dauerhaft aktive Agenten und für Power und Progressive mindestens 10. Für kleine Vertriebsteams ist der Predictive-Modus damit nicht gedacht. Die Kampagnen- und Listenverwaltung ist umfangreich. Mehrere Listen lassen sich über Wählverhältnisse mischen, Nummern werden vertikal oder per List Penetration abgearbeitet. Wiederwahlen steuern Dispositionen mit Timern, dazu kommen Obergrenzen für Wiederwahlversuche und Wählzeiten, die sich nach der Zeitzone der angerufenen Nummer richten. Die DNC-Sperrliste greift standardmäßig in jeder Kampagne, Agenten können Nummern per Disposition darauf setzen. Die optionale Call Analysis erkennt Fax, Anrufbeantworter und Call Screening, für Anrufbeantworter lassen sich Ansagen hinterlegen. Hinzu kommen lokale Rufnummernanzeige und Certified Caller nach dem US-Verfahren STIR/SHAKEN. Gespräche werden als WAV-Datei aufgezeichnet, standardmäßig bis eine Stunde, auf Wunsch bis drei Stunden. Wie viele Gespräche gleichzeitig aufgezeichnet werden, hängt von den gebuchten Recording-Ports ab, bei fünf Seats ist es laut Handbuch einer. Supervisoren nutzen Call Whisper, Qualitätsmonitoring sowie Echtzeit- und Verlaufsberichte mit Dashboards. Als CRM-Integrationen nennt Five9 Salesforce, ServiceNow, Microsoft, Oracle und Zendesk mit Screen Pop. Datensätze lassen sich per API oder Web2Campaign in laufende Listen einspielen. KI-Funktionen laufen unter dem Namen Genius AI. Öffentliche Preise nennt Five9 nicht mehr, die Preisseite verweist ausschließlich auf ein individuelles Angebot über den Vertrieb. Für die DACH-Region betreibt Five9 seit Mai 2022 Rechenzentren in Frankfurt und Amsterdam, ausdrücklich für europäische Kunden mit Wunsch nach Datenresidenz. Die deutsche Website wirbt mit DSGVO-Konformität und EU-Datenresidenz. Die Auftragsverarbeitungsunterlagen sehen allerdings Fernzugriff durch technisches Personal außerhalb der EU vor, abgesichert über Standardvertragsklauseln. Five9 hält ISO 27001, SOC 2 Type 2 und PCI DSS Level 1. Die Standardwerte der Kampagnen orientieren sich an FCC, FTC und der britischen Ofcom, für UK-Domains wird die Abbruchquote über 24 Stunden statt 30 Tage berechnet. Eine Abbildung der deutschen UWG-Vorgaben zur Einwilligung beschreibt der Hersteller nicht, das Einwilligungsmanagement muss das Unternehmen selbst organisieren. Five9 passt zu mittleren und großen Contact Centern sowie Dienstleistern, die Outbound-Kampagnen mit mindestens zehn bis fünfzehn Agenten fahren und Inbound und Outbound auf einer Plattform bündeln wollen.

Vorteile

  • Alle gängigen Wählmodi von Predictive über Power und Progressive bis Preview in einer Plattform.
  • Detaillierte Steuerung von Abbruchquote, Wiederwahlregeln, Wählverhältnissen und Zeitzonen.
  • DNC-Sperrliste greift standardmäßig in jeder Kampagne.
  • Rechenzentren in Frankfurt und Amsterdam für EU-Datenresidenz.
  • Fertige Integrationen zu Salesforce, ServiceNow, Microsoft, Oracle und Zendesk.
  • Zertifizierungen nach ISO 27001, SOC 2 Type 2 und PCI DSS Level 1.

Nachteile

  • Keine öffentlichen Preise, Kosten nur über ein individuelles Angebot.
  • Predictive wird erst ab 15 dauerhaft aktiven Agenten empfohlen, Power und Progressive ab 10.
  • Compliance-Voreinstellungen orientieren sich an FCC, FTC und Ofcom, nicht an UWG-Vorgaben.
  • Gleichzeitige Aufzeichnungen sind durch gebuchte Recording-Ports begrenzt.
  • Fernzugriff durch Personal außerhalb der EU ist laut Auftragsverarbeitungsunterlagen vorgesehen.
APICloudPredictive DialerPower DialerProgressive und PreviewListenverwaltungAnrufbeantworter-ErkennungSperrlisten und Wählzeiten
TarifeIndividuelles Angebot auf Anfragelaut Anbieter

Integrationen: Salesforce, ServiceNow, Microsoft, Oracle, Zendesk und 2 weitere

Nooks LogoNooksKostenpflichtigKostenpflichtig

Nooks ist eine KI-Vertriebsplattform der Nooks Communications, Inc. mit Sitz in San Francisco. Bekannt wurde das Unternehmen mit seinem Parallel-Dialer, inzwischen umfasst das Angebot fünf Produktbereiche: AI Dialer, AI Sequencing, Signale und Account-Recherche, AI Coaching sowie Datenanreicherung. Für die Kategorie Dialer-Software ist vor allem der AI Dialer relevant, der auch einzeln nutzbar ist. Laut Hilfe-Center kennt der Dialer zwei manuelle Modi. Im Power-Modus wird ein Kontakt nach dem anderen angerufen und jedes Gespräch durchgestellt. Im Parallel-Modus wählt Nooks zwei bis fünf Nummern gleichzeitig und verbindet nur, wenn eine echte Person abnimmt, Mailboxen werden übersprungen. Zusätzlich gibt es Adaptive Dialing, bei dem Nooks die Zahl der aktiven Leitungen sekündlich anhand einer Vorhersage der Annahmewahrscheinlichkeit erhöht oder senkt, und den aggressiveren Turbo-Modus mit durchschnittlich rund sechs Leitungen. Beide setzen eine Parallel-Lizenz und die Teilnahme am arbeitsbereichsübergreifenden Datenaustausch voraus. Admins können Obergrenzen für die Leitungszahl festlegen. Sprachmenüs lassen sich automatisch durchlaufen, das Überspringen von Vorzimmern ist optional. Kontakte kommen aus Salesforce, HubSpot oder Sequenzen in Outreach, Salesloft und Apollo, alternativ per CSV. Dynamische Smartlists priorisieren Kontakte nach Persona, Disposition, Folgeaufgaben und Annahmewahrscheinlichkeit. Voicemail Drops, Notizen, Dispositionen, Rückrufe und Erinnerungen werden automatisiert und bidirektional ins CRM geschrieben. Während des Gesprächs zeigt Nooks Live-Battlecards bei Einwänden oder Wettbewerbernennungen, dazu Echtzeit-Transkription und KI-generierte Gesprächsleitfäden. Der virtuelle Salesfloor ermöglicht Mithören, Flüster-Coaching durch Manager und gemeinsame Anrufblöcke. Gegen Spam-Markierungen registriert Nooks die Nummern bei Analyseanbietern, rotiert sie nach 60 Anrufen pro Tag und testet aktive US- und kanadische Nummern regelmäßig. Smart Presence wählt die Vorwahl anhand historischer Anrufdaten. Preise nennt Nooks nicht, es gibt ausschließlich individuelle Angebote nach einem Gespräch mit dem Vertrieb. Eine frei buchbare Testphase für den Dialer ist auf der Website nicht vorgesehen. Für den DACH-Raum ist die Lage gemischt. Telefoniert wird über Twilio. Mit einer internationalen Lizenz lassen sich laut Hilfe-Center Nummern in vielen Ländern beantragen, darunter Mobilnummern in Deutschland, nationale Nummern in Österreich und lokale Nummern in der Schweiz, wobei die Schweiz eine Freigabe durch Nooks erfordert. Für deutsche Nummern verlangt der Netzbetreiber eine Geschäftsadresse in Deutschland samt Unterlagen. Smart Presence und der laufende Spam-Test gelten dagegen nur für Nummern aus den USA und Kanada. Aufzeichnungen lassen sich für ausgewählte Zielländer komplett abschalten, Voreinstellungen für nicht-amerikanisches Recht liefert Nooks bewusst nicht. Das Trust Center nennt SOC 2 Type 2, SOC 3, ISO 27001, GDPR, CCPA und das EU-U.S. Data Privacy Framework, ein Serverstandort in der EU ist nicht dokumentiert. Die Verantwortung für Einwilligungen nach UWG und für Aufzeichnungsrecht bleibt beim Kunden. Nooks richtet sich an SDR-Teams mittlerer und großer B2B-Unternehmen, die Parallelwahl mit Signalen, Sequenzen und KI-Coaching auf einer Plattform bündeln möchten und Salesforce oder HubSpot einsetzen.

Vorteile

  • Flexibler Parallel-Dialer mit fester Leitungszahl oder adaptiver Steuerung.
  • Starke Automatisierung der Nacharbeit mit bidirektionaler Synchronisation zu Salesforce und HubSpot.
  • Live-Battlecards und virtueller Salesfloor unterstützen Coaching direkt im Gespräch.
  • Nummern in Deutschland, Österreich und der Schweiz grundsätzlich beantragbar.
  • Aufzeichnung lässt sich für einzelne Zielländer komplett abschalten.
  • Trust Center mit SOC 2 Type 2, ISO 27001, GDPR und EU-U.S. Data Privacy Framework.

Nachteile

  • Keine veröffentlichten Preise und keine frei buchbare Testphase.
  • Native CRM-Integration nur für Salesforce und HubSpot, andere CRMs nur per CSV.
  • Deutsche Nummern erfordern eine Geschäftsadresse in Deutschland und eine internationale Lizenz.
  • Smart Presence und laufende Spam-Tests nur für Nummern aus den USA und Kanada.
  • Kein dokumentierter Serverstandort in der EU.
  • Adaptive und Turbo Dialing setzen die Teilnahme am arbeitsbereichsübergreifenden Datenaustausch voraus.
CloudParallel-DialingAdaptive DialingPower-DialingWorkflow-AutomatisierungSmartlistsLive-Battlecards
TarifeAI Dialer auf AnfrageAI Sequencing auf AnfrageAI Coaching auf Anfragelaut Anbieter

Integrationen: Salesforce, HubSpot, Outreach, Salesloft, Apollo und 8 weitere

Analysen aus unseren Daten

Wie transparent sind die Preise?

Preise geprüft im Oktober 2026

4 von 17 Anbietern veröffentlichen einen Monatspreis, 8 nennen ihren Preis nur auf Anfrage. Der Balken zeigt den günstigsten Tarif mit Monatspreis, netto laut Anbieter.

Jahreskosten-Rechner

  • CloudTalk16.200 €
  • Ringover17.400 €
  • JustCall24.000 €
  • Genesys Cloud CX36.000 €

Kosten im ersten Jahr, netto, inklusive einmaliger Einrichtungsgebühr; ohne nutzungsabhängige Gebühren. Nur Tarife, bei denen der Anbieter Preis und Abrechnungseinheit (pro Person oder pauschal) veröffentlicht.

Berechnungsgrundlage
  • Ringover Talk: 29 € / Monat pro Nutzer
  • Ringover Business: 69 € / Monat pro Nutzer
  • Ringover Unified: 89 € / Monat pro Nutzer
  • JustCall Team: 40 € / Monat pro Nutzer
  • JustCall Pro: 70 € / Monat pro Nutzer
  • JustCall Pro Plus: 110 € / Monat pro Nutzer
  • Genesys Cloud CX Genesys Cloud CX 1: 60 € / Monat pro Nutzer
  • Genesys Cloud CX Genesys Cloud CX 2: 92 € / Monat pro Nutzer
  • Genesys Cloud CX Genesys Cloud CX 3: 124 € / Monat pro Nutzer
  • Genesys Cloud CX Genesys Cloud CX 4: 192 € / Monat pro Nutzer
  • CloudTalk Lite: 27 € / Monat pro Nutzer
  • CloudTalk Starter: 34 € / Monat pro Nutzer
  • CloudTalk Essential: 39 € / Monat pro Nutzer
  • CloudTalk Expert: 69 € / Monat pro Nutzer

Häufigste Funktionen: wer bietet was?

Spalten nach Häufigkeit sortiert, ähnliche Bezeichnungen sind zusammengefasst. Ein Feld ist markiert, wenn die Funktionsliste des Anbieters die Funktion ausdrücklich nennt (Offene API und Mobile App: laut Anbieterdaten in unserem Katalog). Ein leeres Feld heißt „nicht genannt“, nicht „gibt es nicht“. Mit der Maus über ein Feld fahren zeigt die Fundstelle.

Genannte Funktionen je Anbieter
AnbieterTelefonieOffene APIE-MailBerichte & DashboardsMobile AppKI-FunktionenKontaktverwaltungAutomatisierung
Dialfiregenannt: Anrufbeschränkungen, Priorisierung über durchsuchbare Felder und Reihenfolge neuer gegenüber bereits angerufener …genannt: API und DBSyncgenannt: Regelbasierte Workflows lösen je nach Gesprächsergebnis Folgeaktionen wie E-Mail, SMS oder weitere Anrufstufen aus.genannt: Automatische Auswertung aufgezeichneter Gespräche für Qualitäts- und Compliance-Überwachung.nicht genanntgenannt: Call Analyzer AIgenannt: Anrufbeschränkungen, Priorisierung über durchsuchbare Felder und Reihenfolge neuer gegenüber bereits angerufener …genannt: Regelbasierte Workflows lösen je nach Gesprächsergebnis Folgeaktionen wie E-Mail, SMS oder weitere Anrufstufen aus.
JustCallgenannt: Arbeitet Listen aus CRM oder Tabelle Nummer für Nummer ab, mit einstellbarer Pause zwischen den Anrufen.genannt: laut Anbieterdaten vorhandengenannt: AMD und Voicemail-Dropgenannt: Mithören, Flüstern und Aufschalten in laufende Gespräche, Live-Dashboard für Verbindungs- und Abbruchquote.genannt: laut Anbieterdaten vorhandengenannt: KI-Analysegenannt: Nicht erreichte Kontakte kommen nach Plan zurück in die Warteschlange, Anrufzeiten richten sich nach der Zeitzone des …nicht genannt
Ringovergenannt: Anzahl der Versuche für unbeantwortete Anrufe und Reihenfolge der Liste einstellbar, mindestens eine Stunde Abstand …genannt: Über 100 native Integrationen zu CRM-, Helpdesk- und ATS-Systemen, dazu API, Webhooks und MCP-Connector.genannt: Skripte und Voicemail-Dropgenannt: Mithören, Flüstern und Aufschalten in laufende Gespräche sowie Echtzeit-Dashboard für Teamleiter.genannt: laut Anbieterdaten vorhandengenannt: KI-Transkriptiongenannt: Alle Rechenzentren mit Kundendaten liegen laut DSGVO-Seite in Frankreich, Hoster mit ISO 27001 und HDS.nicht genannt
Genesys Cloud CXgenannt: Predictive startet Anrufe vor Gesprächsende der Agenten, Power wählt mehrere Kontakte pro freiem Agenten mit …genannt: laut Anbieterdaten vorhandengenannt: Outbound-Kampagnen über Sprache, SMS, WhatsApp und E-Mail aus derselben Plattform.genannt: Aufzeichnung und Analyticsgenannt: laut Anbieterdaten vorhandennicht genanntgenannt: Predictive startet Anrufe vor Gesprächsende der Agenten, Power wählt mehrere Kontakte pro freiem Agenten mit …nicht genannt
Talkdeskgenannt: Mehrere Anrufe pro verfügbarem Agenten, gesteuert über Wählverhältnis, Ziel-Abbruchquote und Klingeldauer pro Kampagne.genannt: Bis zu 20 Datensatzlisten pro Kampagne per CSV, CRM oder Campaign Management API.genannt: Automatisierte Outbound-Abläufe über Sprache, SMS und E-Mail ohne Agenten.nicht genanntgenannt: laut Anbieterdaten vorhandengenannt: KI-Anrufbeantworter-Erkennungnicht genanntgenannt: Automatisierte Outbound-Abläufe über Sprache, SMS und E-Mail ohne Agenten.
Alvariagenannt: Anrufzeitfenstergenannt: laut Anbieterdaten vorhandengenannt: Kampagnen über Sprache, SMS und E-Mail, inklusive agentengeführter, KI-geführter und vollautomatischer Ansprache.genannt: Eigene Speech Analytics sowie Partnerlösungen von ASAPP, CallMiner und SuccessKPI für Transkription, Zusammenfassung …nicht genanntgenannt: Kampagnen über Sprache, SMS und E-Mail, inklusive agentengeführter, KI-geführter und vollautomatischer Ansprache.nicht genanntnicht genannt
Close CRMgenannt: Wählt mehrere Nummern gleichzeitig, verwirft Voicemails, Besetztzeichen und Servicenummern und verbindet nur Anrufe …genannt: laut Anbieterdaten vorhandengenannt: Wählt mehrere Nummern gleichzeitig, verwirft Voicemails, Besetztzeichen und Servicenummern und verbindet nur Anrufe …genannt: Frei definierbare Call Outcomes und Dispositionen wie Abandoned liefern Auswertungen zu Antwort- und Abschlussquoten …genannt: laut Anbieterdaten vorhandennicht genanntnicht genanntnicht genannt
CloudTalkgenannt: Wählt Kampagnenlisten nacheinander ab, mit optionaler Auto-Wahl nach Countdown oder Preview jedes Kontakts vor dem …genannt: Blacklist für eingehende und ausgehende Anrufe, per API und Workflow automatisch befüllbar.nicht genanntgenannt: Pflicht-Disposition nach jedem Anruf mit eigenen Tags, die in Statistik, Anrufhistorie und CRM übernommen werden.genannt: laut Anbieterdaten vorhandennicht genanntnicht genanntgenannt: Blacklist für eingehende und ausgehende Anrufe, per API und Workflow automatisch befüllbar.
Enreach Outboundgenannt: Rotierender Pool lokaler Rufnummern zur Steigerung der Annahmequote.genannt: laut Anbieterdaten vorhandengenannt: Voicemail-Erkennung in allen Paketen, damit Agenten nur Live-Gespräche erhalten.nicht genanntnicht genanntgenannt: KI-Transkription und Gesprächsanalyse für Skripttreue, Compliance und Coaching als Add-on.nicht genanntgenannt: Echtzeit-Mithören, Stereo-Aufzeichnung, QA-Workflows und In-App-Chat zwischen Agent und Supervisor.
Kixiegenannt: Automatisches Abarbeiten von Anruflisten mit einer Leitung oder mehreren Leitungen gleichzeitig, laut Preisseite bis …genannt: Anrufe, SMS, Ergebnisse und Aufzeichnungen werden automatisch im CRM protokolliert, mit Developer API und Webhooks.genannt: Voicemail Dropnicht genanntgenannt: laut Anbieterdaten vorhandengenannt: KI-Mailbox-Erkennungnicht genanntnicht genannt
VICIdialgenannt: Anrufbeantworter-Erkennung beim Wählen, optional mit Abspielen einer Nachricht auf dem Anrufbeantworter.genannt: APInicht genanntgenannt: Reportinggenannt: laut Anbieterdaten vorhandennicht genanntgenannt: Agentenskripte mit Kundendaten, eigene Abschlusscodes, Hotkeys, Pausencodes und Rückruftermine.nicht genannt
Aircallgenannt: Notizen, Tags und Anrufdaten aus Dialer-Sitzungen werden mit CRM-Systemen wie HubSpot, Salesforce oder Pipedrive …genannt: laut Anbieterdaten vorhandengenannt: Voicemail Dropnicht genanntgenannt: laut Anbieterdaten vorhandennicht genanntnicht genanntnicht genannt
Summe17 von 1715 von 1712 von 1711 von 1710 von 178 von 177 von 175 von 17

Welche Integrationen sind verbreitet?

Die häufigsten Anbindungen an andere Software, gezählt über alle 17 Anbieter. Unterschiedliche Schreibweisen derselben Software sind zusammengefasst.

Datenschutz und Betrieb im Überblick

4 von 17 Anbietern nennen einen Serverstandort in Deutschland, 9 von 17 einen in der EU. 2 bieten eine On-Premise-Variante an.

Serverstandort und Betriebsart je Anbieter, laut Anbieterangaben
AnbieterServer in DeutschlandServer in der EUCloudOn-Premise
Five9jajajakeine Angabe
Genesys Cloud CXjajajakeine Angabe
NiCE CXonejajajakeine Angabe
Talkdeskjajajakeine Angabe
Aircallkeine Angabejajakeine Angabe
Dialfirekeine Angabejajakeine Angabe
Enreach Outboundkeine Angabejajakeine Angabe
RingCentralkeine Angabejajakeine Angabe
Ringoverkeine Angabejajakeine Angabe
Alvariakeine Angabekeine Angabejaja
VICIdialkeine Angabekeine Angabejaja
Close CRMkeine Angabekeine Angabejakeine Angabe
Summe4 von 179 von 1717 von 172 von 17
laut Anbieterangaben jakeine Angabe (nicht zwingend nein)

Bekanntheit und Einstiegspreis

Stand August 2026

Relative Bekanntheit der Marke im Web, Stand August 2026, in fünf Stufen, gegenübergestellt mit dem günstigsten veröffentlichten Monatspreis. Bekanntheit zeigt, wie präsent ein Anbieter im Netz ist, nicht wie gut das Produkt ist. „Preis auf Anfrage“ ist eigens ausgewiesen und sagt nichts über die Höhe des Preises.

Preis: günstigster Tarif mit Monatspreis laut Anbieter, netto, je nach Anbieter pro Nutzer oder pauschal. Preise in € und $ stehen so, wie der Anbieter sie nennt, und sind nicht umgerechnet; die Spalten richten sich nach dem Betrag.

Ohne Monatspreis: RingCentral (keine Preisangabe), Dialfire (keine Preisangabe).

Was Dialer-Software leistet: die Wählmodi im Überblick

Ein Dialer ersetzt das manuelle Wählen durch eine Kampagne: Kontakte werden importiert oder aus dem CRM geladen, das System wählt nach festgelegten Regeln und dokumentiert jedes Ergebnis. Entscheidend ist der Wählmodus:

  • Preview Dialing: Der Kontakt erscheint zuerst auf dem Bildschirm, der Agent startet den Anruf, wenn er bereit ist. Gut für beratungsintensive B2B-Gespräche.
  • Power und Progressive Dialing: Nach jedem Gespräch und einer einstellbaren Nachbearbeitungszeit wählt das System automatisch die nächste Nummer, eine Leitung pro Agent. Es entstehen keine abgebrochenen Anrufe.
  • Predictive Dialing: Der Dialer wählt mehr Nummern, als gerade Agenten frei sind, und berechnet das Tempo aus Annahmequote und Gesprächsdauer. Das lohnt sich erst ab einer gewissen Teamgröße, Five9 und Genesys Cloud CX empfehlen mindestens 15 aktive Agenten.
  • Parallel Dialing: Ein einzelner Vertriebler wählt zwei bis zehn Nummern gleichzeitig, das erste echte Gespräch wird durchgestellt, die anderen werden beendet. Diesen Ansatz verfolgen Orum, Nooks, Kixie und als Add-on CloudTalk.

Dazu kommen Funktionen, die über den Erfolg einer Kampagne entscheiden: Anrufbeantworter-Erkennung, Voicemail Drop, Wiederwahlregeln, Sperrlisten, Gesprächsskripte, Abschlusscodes, Mithören und Flüstern sowie die Synchronisation mit dem CRM-Software.

Sechs Arten von Dialer-Software

  • Europäische Callcenter-Software: Dialfire aus Dresden bietet Predictive und Preview Dialing im Browser, rechnet nur nach Minuten ab und speichert Daten laut Anbieter ausschließlich in der EU. Enreach Outbound aus Dänemark hat Power und Predictive Dialer, Lead-Management und Hosting in Dänemark, Frankfurt und Dublin.
  • Cloud-Telefonanlagen mit Power Dialer: Aircall, CloudTalk, Ringover und JustCall sind in erster Linie Telefonanlagen für Vertrieb und Support, haben aber in höheren Tarifen einen Power Dialer. JustCall bietet im Paket SalesPro zusätzlich einen Predictive Dialer mit bis zu zehn Leitungen.
  • Sales-CRM mit Dialer: Close verbindet CRM und Telefonie, der Power Dialer arbeitet direkt auf gespeicherten Listen, der Predictive Dialer ist dem Tarif Scale vorbehalten.
  • Contact-Center-Plattformen: Five9, Genesys Cloud CX, NiCE CXone, Talkdesk, RingCentral RingCX und Alvaria decken Inbound und Outbound für große Teams ab, mit Predictive, Progressive, Preview und Agentless Dialing, Regelwerken und Analytics. Die meisten bieten Rechenzentren in der EU.
  • Parallel-Dialer für SDR-Teams: Orum, Nooks und Kixie sind auf B2B-Kaltakquise aus den USA zugeschnitten und wählen mehrere Leitungen pro Person. Für deutsche Rufnummern und DSGVO-Fragen ist hier mehr Prüfung nötig.
  • Open Source: VICIdial ist eine kostenlose Contact-Center-Suite auf Basis von Asterisk mit Predictive Dialer, die selbst betrieben wird.

Wer statt menschlicher Agenten eine KI ans Telefon setzen will, findet passende Lösungen bei den KI-Telefonassistenten.

Outbound-Calls rechtssicher: UWG, DSGVO und Dialer-Einstellungen

Telefonische Werbung ist in Deutschland streng geregelt. Ein Dialer macht Anrufe effizienter, ändert aber nichts an den Pflichten. Die wichtigsten Punkte:

  • Einwilligung bei Verbrauchern: Werbeanrufe bei Verbraucherinnen und Verbrauchern sind nach § 7 Abs. 2 Nr. 1 UWG nur mit vorheriger ausdrücklicher Einwilligung erlaubt. Verstöße kann die Bundesnetzagentur mit Bußgeldern bis 300.000 Euro ahnden.
  • Dokumentation: Seit Oktober 2021 muss die Einwilligung nach § 7a UWG zum Zeitpunkt der Erteilung dokumentiert und fünf Jahre lang aufbewahrt werden. Ein Dialer mit CRM-Anbindung sollte deshalb Quelle und Datum der Einwilligung am Kontakt speichern.
  • Geschäftskunden: Im B2B-Bereich genügt eine mutmaßliche Einwilligung. Sie setzt ein konkretes, sachliches Interesse des angerufenen Unternehmens voraus, eine Liste beliebiger Firmennummern reicht nicht.
  • Rufnummer anzeigen: Bei Werbeanrufen darf die Rufnummer nicht unterdrückt werden. Funktionen wie wechselnde lokale Nummern sollten nur echte, zurückrufbare Nummern des eigenen Unternehmens anzeigen.
  • Widerspruch und Sperrlisten: Wer der Werbung widerspricht, darf nicht erneut angerufen werden (Art. 21 Abs. 3 DSGVO). Sperrlisten bieten unter anderem CloudTalk, JustCall, Genesys Cloud CX, Talkdesk, VICIdial und Enreach Outbound.
  • Abbruchquote: Predictive Dialer erzeugen Anrufe, bei denen kein Agent frei ist. Stille oder sofort beendete Anrufe empfinden Angerufene als Belästigung. Gute Systeme wie Five9 oder Close lassen eine maximale Abbruchquote einstellen oder spielen eine Ansage mit Firmenname ab.
  • Aufzeichnung und KI-Analyse: Gespräche dürfen nur mit Einwilligung aller Beteiligten aufgezeichnet werden. Das gilt auch für KI-Transkription und Call-Analytics.
  • Auftragsverarbeitung und Hosting: Mit dem Anbieter ist ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung nötig. Viele US-Tools richten ihre Compliance-Funktionen auf TCPA und US-Sperrlisten aus, nicht auf UWG und DSGVO.

Diese Übersicht ersetzt keine Rechtsberatung. Vor einer Outbound-Kampagne an Privatpersonen sollte die Einwilligungsstrecke rechtlich geprüft werden.

Preise und Abrechnungsmodelle

Bei Dialer-Software gibt es drei Modelle, die sich schwer direkt vergleichen lassen:

  • Nutzungsbasiert: Dialfire verlangt keine Grundgebühr und kein Nutzerlimit. Für Deutschland nennt die Preisseite netto 0,0069 Euro pro Minute Agentenverbindung, dazu 0,0079 Euro pro Minute ins Festnetz und 0,029 Euro in Mobilnetze. Zusatzfunktionen kosten extra pro Minute.
  • Pro Nutzer und Monat (Cloud-Telefonanlagen): Den Power Dialer gibt es bei Aircall ab dem Tarif Professional für 50 Euro pro Lizenz bei jährlicher Zahlung und mindestens drei Lizenzen, bei Ringover ab Business für 69 Euro (49 Euro bei jährlicher Bindung), bei JustCall ab Pro für 70 Euro (50 Euro jährlich), bei CloudTalk im Tarif Expert für 69 Euro (49 Euro jährlich) oder als Add-on für 15 Euro. Close kostet im Tarif Growth mit Power Dialer 99 US-Dollar bei jährlicher Zahlung, Scale mit Predictive Dialer 139 US-Dollar. Minuten und Rufnummern kommen oft hinzu.
  • Contact-Center-Lizenzen: Genesys Cloud CX startet bei 60 Euro pro Named User und Monat bei Jahresvertrag, NiCE CXone bei 110 US-Dollar plus nutzungsbasiertem Outbound-Add-on, Talkdesk bei 105 US-Dollar plus Dialer-Add-on auf Anfrage. RingCentral RingCX nennt einen Einstieg ab 65 US-Dollar pro Nutzer.
  • Nur auf Anfrage: Five9, Alvaria, Enreach Outbound, Kixie, Orum und Nooks. Orum verlangt mindestens neun Lizenzen.
  • Kostenlos: VICIdial ist Open Source unter AGPLv2. Es fallen aber Server, SIP-Trunk und Betreuung an.

Rechne bei Vergleichen immer mit Minutenkosten, Rufnummern und Mindestlizenzen. Ein günstiger Grundpreis hilft wenig, wenn der Dialer erst im höchsten Tarif enthalten ist.

Worauf du bei der Auswahl achten solltest

  • Wählmodus passend zur Teamgröße: Unter zehn Agenten bringt Predictive Dialing kaum Vorteile, Power oder Progressive reichen. Ab 15 gleichzeitig eingeloggten Agenten spielt Predictive seine Stärken aus.
  • Deutsche Rufnummern und Zielländer: Nicht jeder US-Dialer ruft Deutschland zuverlässig an. Der Parallel Dialer von Ringover ist laut Hilfe-Center derzeit nur in den USA, Spanien und Großbritannien verfügbar, Nooks verlangt für deutsche Nummern eine Geschäftsadresse in Deutschland.
  • Hosting: EU-Hosting belegen Dialfire, Enreach Outbound, Ringover (Frankreich) sowie die Contact-Center-Plattformen Five9, Genesys Cloud CX, NiCE CXone und Talkdesk mit Rechenzentren unter anderem in Frankfurt. CloudTalk speichert Aufnahmen und KI-Daten in Deutschland, andere Daten auch außerhalb der EU.
  • Anrufbeantworter-Erkennung: Sie spart Zeit, ist aber nie perfekt. JustCall nennt selbst eine Genauigkeit von etwa 75 Prozent. Teste mit deutschen Mailboxen.
  • Wiederwahlregeln und Sperrlisten: Maximale Versuche pro Kontakt, Mindestabstände und Wählzeitfenster sollten pro Kampagne einstellbar sein.
  • CRM-Anbindung: HubSpot, Salesforce und Pipedrive binden fast alle Tools an. Dialfire hat zusätzlich Konnektoren für Dynamics 365, Zoho und Freshsales, Close ist selbst ein CRM.
  • Qualitätssicherung: Mithören, Flüstern, Aufzeichnung und KI-Auswertung helfen beim Coaching. Mehr zu KI im Vertrieb findest du bei den KI-Tools für den Vertrieb.

Welche Dialer-Software zu welchem Use-Case passt

  • Callcenter und Agenturen im DACH-Raum: Dialfire, mit Predictive Dialer im Browser, EU-Datenspeicherung und Abrechnung ohne Grundgebühr.
  • Telemarketing mit EU-Hosting: Enreach Outbound, mit Power und Predictive Dialer, Lead-Management und Servern in Dänemark, Frankfurt und Dublin.
  • Kleine Vertriebsteams mit Telefonanlage: Aircall oder CloudTalk, weil Telefonie, Power Dialer und CRM-Sync in einem Tool laufen.
  • Inside Sales mit CRM in einem Tool: Close, mit Power Dialer ab Growth und Predictive Dialer im Tarif Scale.
  • Große Contact Center mit Inbound und Outbound: Genesys Cloud CX oder Five9, mit allen gängigen Wählmodi und Rechenzentren in Frankfurt.
  • SDR-Teams mit internationaler Kaltakquise: Orum oder Nooks, weil ein Vertriebler mehrere Leitungen gleichzeitig wählt.
  • Eigenbetrieb ohne Lizenzkosten: VICIdial, als Open-Source-Suite mit Predictive Dialer auf eigener Infrastruktur.

Highlights aus dem Vergleich

  • Predictive Dialer aus Deutschland: Dialfire aus Dresden, ohne Grundgebühr und mit Datenspeicherung in der EU.
  • Meiste Wählmodi: Genesys Cloud CX mit Preview, Progressive, Power, Predictive, Agentless und External Calling.
  • Power Dialer als Add-on: Bei CloudTalk lässt sich der Power Dialer in kleineren Tarifen für 15 Euro pro Nutzer und Monat zubuchen.
  • Meiste Leitungen pro Person: Nooks mit adaptivem Modus und einem Turbo-Modus mit durchschnittlich rund sechs Leitungen.
  • Ohne Lizenzkosten: VICIdial als Open Source.

Dialer-Software im Markt-Überblick

17 Tools im Vergleich
4 mit Hosting in Deutschland
9 mit Free-Trial oder Free-Plan
15 mit öffentlicher API
Hosting-Standort17Anbieter Made in Germany 4 (24%) EU (ohne DE) 5 (29%) Außerhalb EU 8 (47%)
Preismodell17Anbieter Kostenlos 1 (6%) Kostenpflichtig 16 (94%)
Capabilities17Anbieter mit API 15 von 17 (88%) mit Mobile-App 10 von 17 (59%) mit Free-Trial 9 von 17 (53%)

Häufige Fragen

Was ist eine Dialer-Software?

Eine Dialer-Software wählt Telefonnummern aus einer Kontaktliste automatisch, erkennt Anrufbeantworter und besetzte Leitungen und verbindet Agenten nur mit Gesprächspartnern, die abheben. Beispiele sind Dialfire, Aircall und Genesys Cloud CX.

Was ist der Unterschied zwischen Predictive und Power Dialer?

Ein Power Dialer wählt nach jedem Gespräch automatisch die nächste Nummer, eine Leitung pro Agent. Ein Predictive Dialer wählt mehrere Nummern gleichzeitig und berechnet, wann Agenten frei werden. Predictive bringt mehr Gespräche pro Stunde, lohnt sich aber erst ab etwa 15 aktiven Agenten und kann abgebrochene Anrufe erzeugen.

Was kostet eine Dialer-Software?

Dialfire rechnet nur nach Minuten ab, ohne Grundgebühr. Cloud-Telefonanlagen mit Power Dialer wie CloudTalk, Ringover oder JustCall liegen bei rund 50 bis 70 Euro pro Nutzer und Monat, Aircall ab 50 Euro bei jährlicher Zahlung. Contact-Center-Plattformen wie Genesys Cloud CX starten bei 60 Euro, viele Enterprise-Anbieter nennen Preise nur auf Anfrage. VICIdial ist als Open Source kostenlos.

Sind Werbeanrufe mit einem Dialer erlaubt?

Der Dialer selbst ist erlaubt, es gelten aber die Regeln für Telefonwerbung. Verbraucher dürfen nach § 7 UWG nur mit vorheriger ausdrücklicher Einwilligung angerufen werden, die nach § 7a UWG dokumentiert und fünf Jahre aufbewahrt werden muss. Bei Geschäftskunden reicht eine mutmaßliche Einwilligung. Die Rufnummer darf nicht unterdrückt werden, und wer widerspricht, gehört auf die Sperrliste.

Welche Dialer hosten in Deutschland oder der EU?

Laut Herstellerangaben speichern Dialfire und Enreach Outbound Daten in der EU, Ringover in Frankreich. Five9, Genesys Cloud CX, NiCE CXone und Talkdesk bieten Rechenzentren in Frankfurt an. CloudTalk speichert Aufnahmen und KI-Daten in Deutschland. Für JustCall, Kixie, Orum und Nooks ist kein EU-Hosting belegt.

Gibt es Dialer-Software aus Deutschland?

Ja. Dialfire wird von der cloud IT Services GmbH in Dresden betrieben und bietet Predictive und Preview Dialing, Inbound mit ACD und CRM-Konnektoren. Aus Europa kommen außerdem Enreach Outbound (Dänemark), Ringover (Frankreich) und CloudTalk (Slowakei).

Welcher Dialer eignet sich für kleine Vertriebsteams?

Für zwei bis zehn Personen reicht meist ein Power Dialer. Aircall, CloudTalk, Ringover und JustCall kombinieren ihn mit einer Cloud-Telefonanlage, Close mit einem CRM. Wer nach Nutzung zahlen will, kann Dialfire ohne Grundgebühr testen.

Was ist ein Parallel Dialer?

Ein Parallel Dialer wählt für einen einzelnen Vertriebler mehrere Nummern gleichzeitig und stellt das erste echte Gespräch durch. Orum wählt bis zu fünf Leitungen, Nooks zwei bis fünf oder adaptiv, Kixie je nach Tarif mehrere Leitungen. Die Tools sind auf den US-Markt ausgerichtet, für deutsche Zielnummern sollte man die Verfügbarkeit vorab prüfen.

Brauche ich zusätzlich eine Telefonanlage?

Nicht unbedingt. Dialfire, CloudTalk, Ringover und JustCall bringen Rufnummern und Telefonie mit. Wer eine bestehende Anlage behalten will, kann Callcenter-Software oft per SIP anbinden. Einen Überblick über reine Telefonanlagen gibt unsere Seite zu Cloud-Telefonanlagen.

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