Hinweisgebersysteme im Vergleich
Ein Hinweisgebersystem ist eine digitale Meldestelle für anonyme Hinweise auf Rechtsverstöße im Unternehmen. Du brauchst eines, sobald du mindestens 50 Beschäftigte hast. Hier vergleichst du Anbieter nach Preis, Hosting und Funktionen.
- Tools im Vergleich
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- Tools im Vergleich
- mit Hosting in Deutschland
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- mit Hosting in Deutschland
- mit kostenloser Testphase
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- mit kostenloser Testphase
Ab 50 Beschäftigten musst du einen internen Meldekanal betreiben, über den Mitarbeitende Rechtsverstöße melden können. Ein Postfach oder eine Excel-Liste reicht dafür nicht aus: Hinweise müssen vertraulich bleiben, Fristen müssen laufen und jeder Schritt muss dokumentiert sein. Ein Hinweisgebersystem nimmt dir diese Arbeit ab.
Diese Seite vergleicht 12 Anbieter für den deutschsprachigen Markt: spezialisierte Meldeplattformen wie hintbox, tell it oder Whistleblower Software und Compliance-Suiten wie heyData, LegalTegrity oder Proliance 360, die ein Hinweisgebermodul mitbringen. Dazu kommen Konzernlösungen wie EQS Integrity Line und NAVEX. Du siehst Preise, Hosting-Standort und Funktionsumfang nebeneinander.
Achte beim Vergleich auf vier Dinge: echte Anonymität durch Verschlüsselung, automatische Fristüberwachung, Hosting in Deutschland oder der EU und einen Preis, der zur Größe deines Unternehmens passt. Wer nur eine Pflicht erfüllen will, braucht ein schlankes Tool. Wer mehrere Compliance-Themen bündeln will, fährt mit einer Suite oft besser. Prüfe außerdem, ob der Anbieter öffentliche Preise nennt oder nur auf Anfrage anbietet. So siehst du schnell, welche Lösungen für dein Budget überhaupt infrage kommen, und sparst dir lange Angebotsrunden.
Unsere Empfehlungen nach Einsatzzweck
Aus unserem Ratgeber weiter unten
Weil die Preise nach Anbieterangabe bei 40 beziehungsweise 60 Euro pro Monat starten.
Auch gut: whistle.law, hintbox
Details ansehen →Deckt mehr als 80 Sprachen ab und bietet KI-gestützte Fallbearbeitung.
Auch gut: NAVEX, Whistleblower Software
Details ansehen →Verbinden das Hinweisgebersystem mit Datenschutz, Informationssicherheit und weiteren Modulen.
Auch gut: LegalTegrity, Proliance 360
Details ansehen →Weil du Hinweisgebersystem und Personalsoftware bei einem Anbieter bündelst.
Details ansehen →Alle 12 Hinweisgebersysteme im Überblick
Zum Vergleichen zwei Tools markieren
1
tell itab 40 € / Monattell it ist ein Hinweisgebersystem der tell it GmbH mit Hosting in Deutschland und Preisen ab 40 Euro pro Monat.KostenpflichtigHosting DE
tell it ist ein Hinweisgebersystem der tell it GmbH aus Deutschland. Es hilft Unternehmen mit mindestens 50 Beschäftigten, die Anforderungen des Hinweisgeberschutzgesetzes zu erfüllen. Geschäftsführer ist der Rechtsanwalt Nico Werdermann. Neben Unternehmen nennt der Anbieter eigene Lösungen für Kanzleien und für Kommunen und öffentliche Einrichtungen. Hinweisgebende melden Verstöße anonym oder vertraulich über ein Online-Portal, ohne ihren Namen zu nennen. Der Anbieter wirbt mit SSL-Verschlüsselung und DSGVO-Konformität. Die Fallbearbeitung führt von der Meldung bis zum Abschluss. Eine Fristenverwaltung benachrichtigt Hinweisgebende automatisch über den Stand. Die Plattform steht in mehr als 30 Sprachen bereit, darunter Deutsch, Englisch, Spanisch und Französisch. Du kannst Rollen vergeben und Zugänge per Zwei-Faktor-Authentifizierung absichern. Im Paket Professional sind Telefon-Support und eigenes Branding enthalten. Das System wird in Deutschland gehostet, in einem nach ISO 27001 zertifizierten Rechenzentrum. Weitere Zertifizierungen nennt der Anbieter nicht. Bei den Preisen setzt tell it auf zwei feste Pakete. Essential kostet 40 Euro pro Monat, also 480 Euro pro Jahr zuzüglich 19 Prozent Umsatzsteuer. Du bekommst zwei Bearbeitende, zehn Fallkategorien und 15 MB Upload-Limit. Professional kostet 60 Euro pro Monat, also 720 Euro pro Jahr zuzüglich Umsatzsteuer, mit fünf Bearbeitenden, 20 Fallkategorien und 50 MB Upload. Unbegrenzte Hinweise, unbegrenzter Speicher und E-Mail-Support sind in allen Paketen enthalten. Das Paket Enterprise mit unbegrenzten Bearbeitenden, Kategorien und Uploads wird individuell angeboten. Alle Pakete lassen sich 30 Tage kostenlos und ohne Kreditkarte testen. Das Angebot passt vor allem zu kleinen und mittleren Unternehmen, die einen günstigen Einstieg mit deutschem Hosting suchen.
Vorteile
- Günstiger Einstieg ab 40 Euro pro Monat
- Hosting in Deutschland, ISO-27001-Rechenzentrum
- 30 Tage kostenlos testen ohne Kreditkarte
- Unbegrenzte Hinweise und unbegrenzter Speicher
- Eigene Lösungen für Kanzleien und Kommunen
Nachteile
- Begrenzte Zahl an Bearbeitenden in den Standardpaketen
- Niedrige Upload-Limits von 15 und 50 MB
- Preise zuzüglich Umsatzsteuer
- Keine Schnittstellen genannt
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EQS Integrity LineKostenpflichtigEQS Integrity Line ist das Hinweisgebersystem der Münchner EQS Group für anonyme Meldungen, Fallbearbeitung und Fristenkontrolle.KostenpflichtigHosting EU
EQS Integrity Line ist das Hinweisgebersystem der EQS Group aus München. Es bietet sichere, anonyme Meldekanäle, strukturierte Untersuchungsworkflows, Fristenkontrolle und eine Dokumentation mit Audit-Trail. Meldungen sind in über 80 Sprachen möglich, eine Zero-Tracking-Architektur schützt die Anonymität. KI-Funktionen unterstützen bei der Priorisierung, Kategorisierung und Transkription von Fällen. Nach Angaben des Anbieters erfüllt die Lösung die EU-Hinweisgeberrichtlinie, die DSGVO und das HinSchG. Rechenzentren stehen in Europa, Nordamerika und Asien-Pazifik, alle ISO-27001-zertifiziert. Weitere Nachweise sind ISAE-3000-Type-II-Prüfungen durch PwC und die Cloud Security Alliance. Die EQS Group nennt über 14.000 Kunden weltweit. Es gibt drei Pakete nach Mitarbeiterzahl: Essential (50 bis 500), Professional (500 bis 5.000) und Enterprise (ab 5.000). Preise veröffentlicht EQS nicht, sie werden individuell angeboten. Die Lösung passt für Unternehmen, die einen etablierten Anbieter mit internationaler Reichweite suchen. Auf einen Blick: Zur Zielgruppe zählen Unternehmen ab 50 Beschäftigten, Konzerne, Compliance-Abteilungen. Als Stärken nennt die Redaktion: Etablierter Anbieter mit internationaler Reichweite sowie umfangreiche Zertifizierungen. Zu beachten ist: Keine öffentlichen Preise. Vergleiche vor dem Einsatz Funktionsumfang, Vertragsbedingungen und Datenschutzvorgaben mit deinen Anforderungen.
Vorteile
- Etablierter Anbieter mit internationaler Reichweite
- Umfangreiche Zertifizierungen
- Pakete nach Unternehmensgröße
Nachteile
- Keine öffentlichen Preise
- Für kleine Firmen eventuell überdimensioniert
- Rechenzentrum je nach Vertrag wählen
Integrationen: Microsoft Teams
3
heyDataab 59 € / MonatheyData ist eine Berliner Compliance-Plattform für DSGVO, Informationssicherheit, KI-Regulierung und Hinweisgebersystem mit Hosting in Deutschland.KostenpflichtigHosting DE
heyData ist eine Plattform für Compliance-Aufgaben in Datenschutz, Informationssicherheit und KI-Regulierung. Du findest dort Produkte für DSGVO, ISO 27001, NIS2, den Cyber Resilience Act, den EU AI Act sowie ein anonymes Hinweisgebersystem nach HinSchG. Nach Angaben des Anbieters nutzen über 2.500 europäische Unternehmen die Lösung, das Hosting erfolgt in Deutschland. Für den Bereich Datenschutz nennt heyData drei Tarife bei Jahresabrechnung: Starter ab 59 Euro pro Monat mit grundlegenden Funktionen, Professional ab 99 Euro pro Monat mit Schulungen, Datenschutz-Folgenabschätzungen und Datenschutzsiegel sowie Enterprise ab 169 Euro pro Monat mit Expertenunterstützung, White-Labeling, höherer Haftungsdeckung und Integrationen. Die Preise skalieren mit Unternehmensgröße und gewählten Modulen. Für Informationssicherheit und andere Frameworks gibt es Angebote auf Anfrage und Bündel mit bis zu 30 Prozent Ersparnis. heyData richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen, die Datenschutz selbst strukturieren möchten. Auf einen Blick: Zur Zielgruppe zählen KMU, Startups, Datenschutzverantwortliche. Als Stärken nennt die Redaktion: Transparente Einstiegspreise sowie hosting in Deutschland. Zu beachten ist: Preise skalieren mit Größe und Modulen. Vergleiche vor dem Einsatz Funktionsumfang, Vertragsbedingungen und Datenschutzvorgaben mit deinen Anforderungen.
Vorteile
- Transparente Einstiegspreise
- Hosting in Deutschland
- Mehrere Compliance-Bereiche in einer Plattform
Nachteile
- Preise skalieren mit Größe und Modulen
- Informationssicherheit nur auf Anfrage
- Mindestlaufzeit bei Jahresabrechnung
Integrationen: Microsoft 365, Slack
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HR WORKS Whistleblower-SoftwareKostenpflichtigDie Whistleblower-Software von HR WORKS ist ein Hinweisgebersystem mit Hosting in einem DATEV-Rechenzentrum in Deutschland (früher Vispato).KostenpflichtigHosting DE
Die Whistleblower-Software von HR WORKS ist ein Hinweisgebersystem für Unternehmen, die die Pflicht nach dem Hinweisgeberschutzgesetz erfüllen müssen. Hinweise können anonym mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung abgegeben werden, Rückfragen an hinweisgebende Personen sind anonymisiert möglich. Kategorien und Fragenformate sind anpassbar, die Oberfläche lässt sich ans Corporate Design anpassen, Benachrichtigungen und Fallprotokolle laufen automatisch. Das System ist technisch von den übrigen HR-WORKS-Modulen getrennt, damit die Anonymität gewahrt bleibt. Das Hosting erfolgt laut Anbieter in einem DATEV-Rechenzentrum in Deutschland mit ISO-27001-Zertifizierung. Du kannst die Lösung kostenlos testen. Preise nennt die Produktseite nicht. Die frühere Domain vispato.com leitet auf die HR-WORKS-Seite weiter. Das Produkt passt für Unternehmen mit mindestens 50 Beschäftigten, die eine schlanke Lösung eines deutschen HR-Anbieters wünschen und keine umfangreiche Compliance-Suite benötigen. Auf einen Blick: Zur Zielgruppe zählen Unternehmen ab 50 Beschäftigten, HR-Abteilungen, KMU. Als Stärken nennt die Redaktion: Hosting in DATEV-Rechenzentrum in Deutschland sowie kostenlos testbar. Zu beachten ist: Preise nicht öffentlich. Vergleiche vor dem Einsatz Funktionsumfang, Vertragsbedingungen und Datenschutzvorgaben mit deinen Anforderungen.
Vorteile
- Hosting in DATEV-Rechenzentrum in Deutschland
- Kostenlos testbar
- Technisch getrennt von anderen Modulen
Nachteile
- Preise nicht öffentlich
- Weniger Funktionen als große Compliance-Suiten
- Marke und Domain im Wandel
Integrationen: HR WORKS
5
whistle.lawab 60 € / Monatwhistle.law ist ein Hinweisgebersystem mit Hosting in Deutschland, ISO 27001 und Preisen ab 60 Euro pro Monat nach Unternehmensgröße.KostenpflichtigHosting DE
whistle.law ist ein Hinweisgebersystem der whistle.law GmbH aus Deutschland. Die Cloud-Software richtet sich an Unternehmen und Kommunen, die nach dem Hinweisgeberschutzgesetz eine interne Meldestelle betreiben müssen. Hinweisgebende können Meldungen anonym abgeben und über das System weiter mit der Meldestelle kommunizieren. Die Software deckt den Prozess von der Meldung bis zur Archivierung ab. Du definierst Themen für Meldungen, bearbeitest Fälle mit mehreren Personen und dokumentierst alles revisionssicher. Die Fristenverwaltung erinnert dich an die Pflichten aus dem Gesetz. Die Kommunikation wird automatisch und prüfsicher gespeichert. Du kannst beliebig viele Bearbeitende und Themen anlegen. Die Oberfläche ist in allen EU-Sprachen verfügbar, der Zugang ist rund um die Uhr auf allen Geräten möglich. Eine Zwei-Faktor-Authentifizierung schützt die Zugänge, das Erscheinungsbild passt du an dein Unternehmen an. Auch Konzernstrukturen mit mehreren Gesellschaften lassen sich abbilden. Der Anbieter nennt außerdem Anforderungen aus dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz und dem Kreditwesengesetz sowie eine Erweiterung um ESG-Meldekanäle. Hosting und Datenverarbeitung finden laut Anbieter in Deutschland statt. Genannt werden eine ISO-27001-Zertifizierung, DSGVO-Konformität und das Siegel Software Made in Germany. Optional kannst du ein externes Ombudsteam dazubuchen. Die Preise richten sich nach der Unternehmensgröße. Bis 99 Beschäftigte zahlst du 60 Euro pro Monat, bis 249 Beschäftigte 120 Euro und bis 999 Beschäftigte 180 Euro, jeweils zuzüglich 19 Prozent Umsatzsteuer und mit Jahresrechnung. Ab 1.000 Beschäftigten gibt es ein individuelles Angebot. Onboarding und erste Schulung sind laut Anbieter kostenlos, eine Testphase ist möglich. Das Angebot passt zu kleinen und mittleren Unternehmen, die eine schlanke Lösung mit festen Preisstufen und deutschem Hosting suchen.
Vorteile
- Hosting in Deutschland und ISO 27001 genannt
- Feste, transparente Preisstufen
- Unbegrenzte Bearbeitende und Themen
- Kostenloses Onboarding und Schulung
- Geeignet für Kommunen und Konzernstrukturen
Nachteile
- Preise gelten zuzüglich Umsatzsteuer
- Keine genannten Schnittstellen zu anderen Systemen
- Ombudsstelle ist ein Zusatzangebot
- Ab 1.000 Beschäftigten nur Preise auf Anfrage
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hintboxab 99 € / Monathintbox ist ein Hinweisgebersystem mit Hosting in Deutschland, Fallbearbeitung und Preisen ab 99 Euro pro Monat.KostenpflichtigHosting DE
hintbox ist ein Hinweisgebersystem, das die Anforderungen der EU-Hinweisgeberrichtlinie und des deutschen Hinweisgeberschutzgesetzes umsetzt. Hinweise können anonym oder personalisiert abgegeben werden, die Fallbearbeitung läuft über anpassbare Workflows mit Fristenkontrolle. Ein Formularbaukasten ohne Programmierung erlaubt unterschiedliche Meldekategorien, die zweiseitige Kommunikation mit hinweisgebenden Personen ist möglich. Das System unterstützt über 30 Sprachen mit KI-gestützter Übersetzung, arbeitet mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, entfernt Metadaten aus Uploads und bietet Zwei-Faktor-Authentifizierung. Mehrere Tochtergesellschaften lassen sich mandantenfähig in einem System abbilden. Das Hosting erfolgt nach Angaben des Anbieters bei Hetzner in einem ISO-27001-zertifizierten Rechenzentrum in Deutschland, die Daten sind von denen anderer Kunden getrennt. Der Basistarif beginnt bei 99 Euro pro Monat zzgl. 19 Prozent Umsatzsteuer, gestaffelt nach Beschäftigtenzahl (1 bis 49, 50 bis 99, 100 bis 249, ab 250). hintbox eignet sich für kleine und mittlere Unternehmen mit überschaubarem Budget. Auf einen Blick: Zur Zielgruppe zählen KMU, Mittelstand, Konzerntöchter. Als Stärken nennt die Redaktion: Preise öffentlich einsehbar sowie hosting in Deutschland. Zu beachten ist: Preis steigt mit Beschäftigtenzahl. Vergleiche vor dem Einsatz Funktionsumfang, Vertragsbedingungen und Datenschutzvorgaben mit deinen Anforderungen.
Vorteile
- Preise öffentlich einsehbar
- Hosting in Deutschland
- Mandantenfähig für Tochtergesellschaften
Nachteile
- Preis steigt mit Beschäftigtenzahl
- Weniger Zusatzmodule als Compliance-Suiten
- Kleinerer Anbieter
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Whistleblower Softwareab 99 € / MonatWhistleblower Software ist eine Meldeplattform mit Hosting in Frankfurt, unbegrenzten Fallbearbeitern und Preisen ab 99 Euro pro Monat.KostenpflichtigHosting DE
Whistleblower Software ist eine digitale Meldeplattform von Whistleblower Software ApS, die zur Formalize-Gruppe gehört. Sie gibt Beschäftigten und externen Personen einen sicheren Kanal, um Rechtsverstöße und Missstände vertraulich oder anonym zu melden. Für Unternehmen ab 50 Beschäftigten ist ein solcher Kanal nach dem Hinweisgeberschutzgesetz Pflicht. Hinweisgebende geben ihre Meldung über ein Webportal ab. Danach schreiben sie mit der Fallbearbeitung in einem geschützten Postfach, ohne ihre Identität preiszugeben. Die Plattform entfernt Metadaten, unterstützt Mehrfaktor-Authentifizierung und verzerrt bei Sprachnachrichten die Stimme. Der Anbieter nennt Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Du kannst Formulare und Markenauftritt anpassen und Organisationsstrukturen abbilden, etwa mehrere Gesellschaften oder Abteilungen. Fallbearbeitende, Nutzer, Sprachen und Meldekanäle sind unbegrenzt. Der Anbieter nennt mehr als 80 Sprachen. Das Einrichten dauert laut Anbieter etwa 45 Minuten und braucht keine IT-Unterstützung. Gehostet wird in Rechenzentren in Frankfurt. Der Anbieter nennt eine Zertifizierung nach ISO 27001, ein ISAE-3000-Type-2-Audit sowie Konformität mit DSGVO und Schrems II. Das Preismodell richtet sich nach der Mitarbeiterzahl. Das Paket Core kostet je nach Größe 99 bis 349 Euro pro Monat, das Paket Advanced 149 bis 529 Euro pro Monat, jeweils bei jährlicher Abrechnung. Advanced enthält zusätzlich SAML 2.0, SCIM 2.0, Vertragsanpassungen, einen festen Customer Success Manager und ein SLA. Optional buchst du Zusatzmodule wie internationale Verwaltung, weitere Sprachen oder eine Telefon-Hotline dazu. Ab 1.000 Beschäftigten gibt es Preise auf Anfrage. Eine kostenlose Testphase von 14 Tagen ohne Kreditkarte ist möglich. Für kleine und mittlere Unternehmen reicht meist das Paket Core. Kanzleien und Beratungen können über das Partnerprogramm mit eigenen Konditionen arbeiten. Ein öffentlicher API-Zugang ist auf der Website nicht beschrieben.
Vorteile
- Unbegrenzte Fallbearbeitende, Nutzer und Sprachen
- Hosting in Frankfurt
- ISO 27001 und ISAE 3000 Type 2 genannt
- Einrichtung laut Anbieter in etwa 45 Minuten
- Preise nach Mitarbeiterzahl öffentlich einsehbar
Nachteile
- Preise liegen über einigen Einsteigerangeboten
- SSO und Customer Success Manager nur im Paket Advanced
- Telefon-Hotline kostet extra
- Kein öffentlicher API-Zugang beschrieben
Integrationen: SAML 2.0, SCIM 2.0
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LegalTegrityKostenpflichtigLegalTegrity ist eine deutsche Compliance-Software für den Mittelstand mit Hinweisgebersystem, KI-Rechtskataster und ISMS.KostenpflichtigHosting DE
LegalTegrity ist ein deutscher Anbieter von Compliance-Software für mittelständische Unternehmen. Das Angebot besteht aus drei Bereichen: dem Hinweisgebersystem für anonyme Meldekanäle, einem KI-Rechtskataster, das gesetzliche Pflichten und Änderungen verfolgt, und einer ISMS-Software zur Umsetzung von Standards wie ISO 27001 und NIS2. Nach Angaben des Anbieters wird die Software in Deutschland entwickelt und gehostet und erfüllt die DSGVO. Mehr als 2.500 Organisationen nutzen sie, Meldungen sind in über 40 Sprachen möglich. Der Anbieter betont eine schnelle Einführung ohne IT-Aufwand und einen persönlichen Ansprechpartner. Preise nennt LegalTegrity nicht öffentlich, die Konditionen werden nach einer Demo besprochen. Das System eignet sich für Unternehmen ab 50 Beschäftigten, die die Pflicht nach dem Hinweisgeberschutzgesetz pragmatisch erfüllen und weitere Compliance-Themen später unter derselben Oberfläche ergänzen möchten. Auf einen Blick: Zur Zielgruppe zählen Mittelstand, Compliance-Beauftragte, Geschäftsführung. Als Stärken nennt die Redaktion: Entwicklung und Hosting in Deutschland sowie schnelle Einführung ohne IT-Aufwand. Zu beachten ist: Keine öffentlichen Preise. Vergleiche vor dem Einsatz Funktionsumfang, Vertragsbedingungen und Datenschutzvorgaben mit deinen Anforderungen.
Vorteile
- Entwicklung und Hosting in Deutschland
- Schnelle Einführung ohne IT-Aufwand
- Auf den Mittelstand zugeschnitten
Nachteile
- Keine öffentlichen Preise
- Zusatzmodule separat zu bewerten
- Weniger internationale Reichweite als Konzernanbieter
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Proliance 360KostenpflichtigProliance 360 ist eine Compliance-Plattform aus München, die Software mit Beratung für Datenschutz, Informationssicherheit und KI-Governance verbindet.Kostenpflichtig
Proliance 360 ist eine Compliance-Plattform, die Software und Beratung für Datenschutz, Informationssicherheit und KI-Governance kombiniert. Aufgaben, Dokumente, Risiken und Nachweise liegen an einem Ort. Automatisierte Workflows und Vorlagen helfen dir, Pflichten strukturiert abzuarbeiten, ein Compliance-Score zeigt den Fortschritt je Rahmenwerk. Unterstützt werden unter anderem DSGVO, ISO 27001, NIS2, TISAX und der EU AI Act. Nach Angaben des Anbieters setzen über 3.000 Organisationen aus mehr als 50 Branchen auf Proliance. Integrationen mit bestehenden Systemen sind möglich. Preise werden nicht öffentlich genannt, Angebote entstehen nach einer kostenlosen Beratung. Zum Hosting macht die Startseite keine Angaben, hier solltest du im Vertrag nachfragen. Die Kombination aus Software und externem Datenschutzbeauftragten oder Beratung ist besonders für Unternehmen interessant, die intern wenig Datenschutzkompetenz haben und die Verantwortung teilweise auslagern möchten. Auf einen Blick: Zur Zielgruppe zählen Mittelstand, Datenschutzbeauftragte, Compliance-Teams. Als Stärken nennt die Redaktion: Software und Beratung aus einer Hand sowie viele Standards abgedeckt. Zu beachten ist: Keine öffentlichen Preise. Vergleiche vor dem Einsatz Funktionsumfang, Vertragsbedingungen und Datenschutzvorgaben mit deinen Anforderungen.
Vorteile
- Software und Beratung aus einer Hand
- Viele Standards abgedeckt
- Kostenlose Erstberatung
Nachteile
- Keine öffentlichen Preise
- Hosting-Standort nicht angegeben
- Wirkt für sehr kleine Betriebe überdimensioniert
Integrationen: Microsoft 365
2b-Adviceab 49,90 € / MonatModulare DSGVO/BDSG-Compliance-Suite aus Bonn: VVT, DSFA, DSAR, Consent, Audit und eLearning per Drag-and-Drop, ISO 27001-zertifiziert, EU-Hosting.KostenpflichtigHosting DE
2B Advice ist eine deutsche Privacy-Suite aus Bonn, die seit 2003 auf DSGVO- und BDSG-konformes Datenschutzmanagement spezialisiert ist. Das Herzprodukt Ailance(tm) ist eine modulare No-Code-Plattform für integriertes Risikomanagement: Verarbeitungsverzeichnis (VVT/RoPA nach Art. 30 DSGVO), Datenschutz-Folgenabschaetzung (DSFA/DPIA), Betroffenenanfragen (DSAR), Audit-Workflows, Cookie-Consent-Management und eLearning-Schulungen lassen sich per Drag-and-Drop konfigurieren, ohne Programmierkenntnisse. Das Pay-per-use-Modell basiert auf Credits und Solutions; die Infrastruktur liegt auf EU-Servern in Deutschland. ISO/IEC 27001 und CyberVadis-Gold (920/1000 Punkte) belegen die Sicherheitsreife. Gartner listete 2B Advice mehrfach als Sample Vendor in Hype Cycles. Über 4.500 Unternehmen weltweit nutzen die Lösungen; Kanzleien und externe Datenschutzbeauftragte können Mandanten-Portale mit eigenen Workflows aufbauen. Der deutschsprachige Support und die eingespielte Rechtsexpertise (eigenes Juristen-Team) machen das Tool besonders für DACH-Mid-Market und große Konzerne relevant, die DSGVO, BDSG und EU AI Act gemeinsam abdecken wollen.
Vorteile
- Spezialist mit 20+ Jahren DSGVO- und BDSG-Erfahrung aus Bonn: eigenes Juristen-Team, TUV-Süd-zertifizierter Consent Manager, CyberVadis-Gold-Zertifizierung.
- EU-Server-Infrastruktur in Deutschland: Datenhaltung ausschliesslich in der EU, kein Drittlandstransfer, ideal für öffentliche Stellen und regulierte Branchen.
- No-Code-Plattform: alle Workflows, Dashboards und Formulare per Drag-and-Drop konfigurierbar, Anpassungen bleiben bei Software-Updates erhalten.
- Mandantenfaehigkeit und White-Label-Option: externe DSBs und Beratungsunternehmen können eigene Kundenportale betreiben.
- Pay-per-use-Modell: bis zu 50 % günstigere Compliance-Kosten im Vergleich zu etablierten Anbietern, da nur genutzte Solutions und Credits abgerechnet werden.
- Gartner-Anerkennung als Sample Vendor in mehreren Hype Cycles (2022) sowie Pflege eines ThinkTank-Wissensportals mit aktuellen DSGVO-Inhalten.
Nachteile
- Enterprise- und Ultima-Preise nicht öffentlich: Grosskunden müssen individuell anfragen, Budgetplanung ohne Demo-Termin eingeschraenkt möglich.
- Kleineres Oekosystem als OneTrust oder TrustArc: weniger vorgefertigte Integrationen, kleinere Community und schmälere Drittanbieter-Marktplatz-Auswahl.
- Eingeschraenkte internationale Reichweite: Plattform und Support hauptsaechlich auf DACH-Markt ausgerichtet; englischsprachige Ressourcen vorhanden, aber duenner als bei US-Anbietern.
- Credit-System komplex: Abrechnung nach Credits, Solutions und Nutzern erfordert Einarbeitung; Kostenkontrolle bei dynamischen Teams aufwendiger als Flatrate-Modelle.
Integrationen: REST-API, OpenID Connect / Single Sign-On, CRM-Systeme, ERP-Systeme, Tag-Manager-Systeme und 2 weitere
preeco hinweisgeberKostenpflichtigpreeco hinweisgeber ist ein HinSchG-konformer Meldekanal der preeco GmbH aus Ulm mit Hosting in deutschen Rechenzentren.KostenpflichtigHosting DE
preeco hinweisgeber ist die Hinweisgeber-Software der preeco GmbH aus Ulm. Das Unternehmen wurde 2018 gegründet und bietet neben dem Hinweisgebersystem Software für Datenschutz, Informationssicherheit und Nachhaltigkeitsberichte. Die Lösung ermöglicht vertrauliche und optional anonyme Meldungen nach dem Hinweisgeberschutzgesetz und der EU-Richtlinie 2019/1937. Hinweisgebende nutzen ein digitales Meldeformular in bis zu 26 Sprachen, das auch per QR-Code erreichbar ist. Der Anbieter nennt keine Protokolle, die Hinweisgebende identifizieren könnten. Sprachnachrichten nimmst du direkt im Browser auf, ohne externe Dienste. Die Fallbearbeitung enthält automatische Fristenverwaltung für die Eingangsbestätigung nach 7 Tagen und die Rückmeldung nach 3 Monaten, eine Risikomatrix mit 4 mal 4 Feldern, ein Aktivitätsprotokoll und eine Zwei-Faktor-Authentifizierung per TOTP. Mehrere Mandanten lassen sich verwalten, das hilft externen Ombudspersonen und Dienstleistern. Optional gibt es eine KI-Unterstützung für Zusammenfassungen und Empfehlungen sowie eine Übersetzung über DeepL. Du kannst zwischen drei Betriebsformen wählen: Cloud mit Standard-Mandant und Start in etwa 48 Stunden, Private Cloud mit eigener Domain oder Installation im eigenen Betrieb. Gehostet wird in zertifizierten Rechenzentren in Deutschland bei Hetzner. Der Anbieter nennt ISO 27001, tägliche Backups und eine Verfügbarkeit von 99,0 Prozent. SAML2-SSO gibt es in Private Cloud und On-Premises. Eine öffentliche REST-API besteht laut Anbieter derzeit nicht. Preise veröffentlicht preeco auf der Hinweisgeber-Seite nicht, sie gibt es auf Anfrage über den Vertrieb. Das Onboarding ist laut Anbieter kostenlos. Support gibt es werktags von 9 bis 17 Uhr auf Deutsch und Englisch. Das System passt zu Unternehmen und Kanzleien, die Betriebsform und Mandantenverwaltung flexibel wählen möchten.
Vorteile
- Hosting in deutschen Rechenzentren
- Cloud, Private Cloud oder On-Premises wählbar
- Mandantenverwaltung für Ombudspersonen
- Kostenloses Onboarding
- Fristen und Risikobewertung eingebaut
Nachteile
- Preise nicht öffentlich auf der Produktseite
- Keine öffentliche REST-API
- SSO nur in Private Cloud und On-Premises
- Kein Testzugang genannt
- Support nur werktags 9 bis 17 Uhr
Integrationen: DeepL, SAML2 SSO
Was ist ein Hinweisgebersystem?
Ein Hinweisgebersystem ist eine digitale Meldestelle. Beschäftigte, Lieferanten oder andere Personen melden dort Verstöße gegen Gesetze oder interne Regeln, zum Beispiel Korruption, Datenschutzverstöße, Diskriminierung oder Verstöße gegen Arbeitsschutz. Die Meldung läuft über ein Webformular, oft zusätzlich per Telefon oder Sprachnachricht.
Der wichtigste Unterschied zu einer normalen E-Mail-Adresse ist der Schutz der Identität. Gute Systeme erlauben anonyme Meldungen und speichern keine IP-Adressen. Ein geschützter Postkasten ermöglicht Rückfragen, ohne dass die meldende Person sich zu erkennen gibt. EQS Integrity Line nennt das eine Architektur ohne Tracking, hintbox entfernt außerdem automatisch Metadaten aus hochgeladenen Dateien.
Auf der Seite der Bearbeitung bietet das System:
- eine Fallakte mit Status, Notizen und Dokumenten
- Rollen und Rechte, damit nur befugte Personen Fälle sehen
- automatische Erinnerungen an gesetzliche Fristen
- eine revisionssichere Dokumentation für Prüfungen
Du findest zwei Gruppen von Anbietern. Spezialisierte Meldeplattformen wie Whistleblower Software, whistle.law oder tell it konzentrieren sich auf den Meldekanal. Compliance-Suiten wie heyData oder LegalTegrity bieten das Hinweisgebersystem als ein Modul unter mehreren an.
Auswahlkriterien für ein Hinweisgebersystem
Nicht jedes Tool passt zu jedem Unternehmen. Diese Kriterien helfen dir bei der Auswahl:
- Anonymität und Verschlüsselung: Prüfe, ob Meldungen Ende-zu-Ende verschlüsselt sind und ob das System IP-Adressen speichert. HR WORKS Whistleblower-Software und hintbox werben mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung.
- Fristenmanagement: Das System sollte dich an die Eingangsbestätigung und die Rückmeldung erinnern. Das erspart dir manuelle Listen.
- Sprachen: Bei internationalen Teams zählt die Zahl der Meldesprachen. hintbox nennt mehr als 30 Sprachen mit KI-Übersetzung, LegalTegrity mehr als 40, EQS Integrity Line mehr als 80.
- Zertifizierung: ISO 27001 ist ein guter Hinweis auf ein sauberes Sicherheitsmanagement. Das nennen unter anderem hintbox, HR WORKS Whistleblower-Software, EQS Integrity Line und Whistleblower Software.
- Hosting-Standort: Deutschland oder EU sind für den Datenschutz klar im Vorteil.
- Benutzer und Rollen: Frage, ob die Zahl der Fallbearbeiter den Preis erhöht. Bei hintbox und Whistleblower Software ist die Nutzerzahl nicht der Preistreiber.
- Integration: E-Mail-Anbindung, Telefonkanal und Single Sign-on sind bei größeren Organisationen relevant.
- Support: Ein Ansprechpartner auf Deutsch spart Zeit bei der Einführung.
Lege vor dem Vergleich fest, wie viele Beschäftigte du hast, wie viele Sprachen du brauchst und ob du weitere Compliance-Themen abdecken willst. Danach fällt die Auswahl deutlich leichter.
Preise und Kosten im Überblick
Die Preise unterscheiden sich stark. Viele Anbieter staffeln nach Unternehmensgröße. Hier die öffentlich genannten Preise (Stand Oktober 2026, jeweils Angaben der Anbieter, netto):
- hintbox: 99 Euro pro Monat oder 1.188 Euro pro Jahr für Unternehmen mit 1 bis 49 Beschäftigten. Optional: Onboarding für 390 Euro einmalig, E-Mail-Anbindung ab 29 Euro pro Monat, Voice-Bot ab 49 Euro pro Monat.
- Whistleblower Software: Core von 99 Euro pro Monat (0 bis 49 Beschäftigte) bis 349 Euro pro Monat (500 bis 999 Beschäftigte). Advanced liegt bei 149 bis 529 Euro pro Monat. Abrechnung jährlich im Voraus, ab 1.000 Beschäftigten auf Anfrage.
- whistle.law: Staffel nach Beschäftigten, nach Anbieterangabe 60 Euro pro Monat bis 99 Beschäftigte, 120 Euro bis 249 und 180 Euro bis 999 Beschäftigte.
- tell it: Essential ab 40 Euro pro Monat, Professional ab 60 Euro pro Monat laut Anbieter.
Bei EQS Integrity Line ist die Preisstaffel nach Beschäftigten angelegt: Essential für 50 bis 500, Professional für 500 bis 5.000 und Enterprise ab 5.000 Beschäftigten. Konkrete Beträge nennt der Anbieter nicht öffentlich. Dasselbe gilt für NAVEX, HR WORKS Whistleblower-Software, LegalTegrity, heyData, Proliance 360, 2b-Advice und preeco hinweisgeber: Du brauchst ein Angebot. Bei 2b-Advice wirbt der Anbieter mit einem Pay-per-use-Modell.
Rechne neben der Lizenz mit Einrichtung, Schulung und eventuell einer externen Meldestelle. Ein Angebot sollte immer die Kosten für zusätzliche Sprachen und Nutzer ausweisen.
Datenschutz, DSGVO und Hosting
Ein Hinweisgebersystem verarbeitet besonders sensible Daten. Es geht um Vorwürfe gegen Personen, oft mit Namen, Dokumenten und Gesprächsverläufen. Datenschutz ist deshalb kein Zusatz, sondern Kernbedingung.
Achte auf diese Punkte:
- Hosting-Standort: hintbox nutzt ein Rechenzentrum von Hetzner in Deutschland. HR WORKS Whistleblower-Software läuft in einem DATEV-Rechenzentrum in Deutschland mit ISO-27001-Zertifizierung. LegalTegrity wirbt mit Hosting in Deutschland. Whistleblower Software nennt EU-Hosting gemäß Schrems II.
- Auftragsverarbeitung: Du brauchst einen Vertrag nach Artikel 28 DSGVO. Seriöse Anbieter stellen ihn bereit.
- Datentrennung: hintbox speichert die Daten je Kunde isoliert. HR WORKS Whistleblower-Software trennt die Software technisch von den übrigen HR-Funktionen, damit die Anonymität gewahrt bleibt.
- Prüfungen: EQS Integrity Line nennt jährliche Penetrationstests und ISAE-3000-Audits. Whistleblower Software weist ISO 27001 und ISAE 3000 Type 2 aus.
- Löschfristen: Das System sollte Dokumentationen nach Ablauf der gesetzlichen Frist löschen können.
Bei internationalen Anbietern wie NAVEX solltest du den Hosting-Standort im Vertrag festhalten lassen. Frage im Zweifel nach, ob Daten außerhalb der EU verarbeitet werden. Auch heyData und Proliance 360 sind für DSGVO-Themen bekannt und lassen sich gut mit einem externen Datenschutzbeauftragten kombinieren.
Welche Software passt zu dir? Empfehlungen nach Einsatzzweck
Die Wahl hängt von deiner Größe und deinen Zielen ab. Diese vier Situationen kommen am häufigsten vor:
- Kleines Unternehmen mit knappem Budget: tell it und whistle.law sind die günstigsten Einstiege, weil die Preise nach Anbieterangabe bei 40 beziehungsweise 60 Euro pro Monat starten. Auch hintbox ist mit 99 Euro pro Monat und unbegrenzten Nutzern eine einfache Lösung.
- Konzern oder internationale Teams: EQS Integrity Line deckt mehr als 80 Sprachen ab und bietet KI-gestützte Fallbearbeitung. Dazu passen NAVEX mit EthicsPoint und Whistleblower Software mit SAML und SCIM im Advanced-Tarif.
- Mehrere Compliance-Pflichten bündeln: heyData und LegalTegrity verbinden das Hinweisgebersystem mit Datenschutz, Informationssicherheit und weiteren Modulen. Proliance 360 ergänzt die Software durch externe Fachleute.
- Du nutzt schon HR WORKS: HR WORKS Whistleblower-Software liegt nahe, weil du Hinweisgebersystem und Personalsoftware bei einem Anbieter bündelst. Das System bleibt trotzdem technisch getrennt von den übrigen HR-Daten.
Du willst nur testen? Viele Anbieter bieten eine Demo an. Whistleblower Software nennt eine kostenlose Testphase für alle Tarife.
Gesetzliche Pflichten nach dem Hinweisgeberschutzgesetz
Das Hinweisgeberschutzgesetz (HinSchG) setzt die EU-Richtlinie in deutsches Recht um. Nach Paragraf 12 müssen Arbeitgeber mit in der Regel mindestens 50 Beschäftigten eine interne Meldestelle einrichten. Unabhängig von der Größe gilt die Pflicht zum Beispiel für Banken, Versicherungen, Zahlungsdienstleister und Wertpapierdienstleister.
Die wichtigsten Pflichten im Überblick:
- Eingang der Meldung innerhalb von sieben Tagen bestätigen (Paragraf 17)
- Innerhalb von drei Monaten nach der Bestätigung Rückmeldung zu Folgemaßnahmen geben
- Die Identität der meldenden Person vertraulich behandeln
- Repressalien gegen Hinweisgebende unterlassen
Bei Verstößen drohen Bußgelder nach Paragraf 40. Wer eine Meldung behindert, Repressalien ausübt oder die Vertraulichkeit vorsätzlich verletzt, riskiert bis zu 50.000 Euro. Wer keine interne Meldestelle einrichtet, riskiert bis zu 20.000 Euro.
Ein Hinweisgebersystem hilft dir, diese Fristen einzuhalten. Systeme wie hintbox oder EQS Integrity Line bringen eine automatische Fristenverwaltung mit. Ob du die Meldestelle intern besetzt oder extern vergibst, entscheidest du selbst. Auch Anwaltskanzleien und Datenschutzdienstleister übernehmen diese Rolle. Wer Proliance 360 nutzt, kann dafür auf das Service-Angebot des Anbieters zurückgreifen.
Einführung im Unternehmen: so gehst du vor
Die Technik ist schnell eingerichtet. Mehr Zeit brauchen Zuständigkeiten und Kommunikation. Diese Schritte haben sich bewährt:
- Meldestelle benennen: Wähle Personen, die unabhängig arbeiten und die nötige Fachkunde mitbringen. Interessenkonflikte vermeiden.
- Prozess festlegen: Wer prüft eine Meldung, wer entscheidet über Maßnahmen, wer bekommt Bescheid? Halte das schriftlich fest.
- System konfigurieren: Lege Kategorien, Rollen, Sprachen und das Branding fest. hintbox nennt dafür ein No-Code-Formular, HR WORKS Whistleblower-Software frei definierbare Kategorien.
- Beschäftigte informieren: Veröffentliche den Link im Intranet und auf der Website. Erkläre, wie anonym gemeldet wird und was danach passiert.
- Betriebsrat einbinden: Je nach Konstellation hat er Mitbestimmungsrechte.
- Testen: Spiele eine Testmeldung durch, bevor du live gehst.
Plane auch die Schulung der Fallbearbeiter ein. hintbox bietet Onboarding und Schulung gegen Aufpreis an. Prüfe den Prozess außerdem regelmäßig, zum Beispiel einmal im Jahr, und passe Kategorien und Zuständigkeiten an. Dokumentiere Änderungen am Verfahren, damit du bei einer Prüfung nachweisen kannst, wie deine Meldestelle arbeitet. Lege auch fest, wer bei Abwesenheit der Fallbearbeiter vertritt, denn die gesetzlichen Fristen laufen weiter. Kommuniziere regelmäßig, dass Meldungen erwünscht sind und dass niemand Nachteile befürchten muss.
Hinweisgebersysteme im Markt-Überblick
Häufige Fragen
Ab wann brauche ich ein Hinweisgebersystem?
Nach dem Hinweisgeberschutzgesetz müssen Arbeitgeber mit in der Regel mindestens 50 Beschäftigten eine interne Meldestelle einrichten. Banken, Versicherungen und Zahlungsdienstleister müssen das unabhängig von der Größe tun. Ein digitales System ist nicht vorgeschrieben, erleichtert aber Vertraulichkeit, Fristen und Dokumentation deutlich.
Was kostet ein Hinweisgebersystem?
Die Preise starten bei etwa 40 Euro pro Monat. hintbox kostet 99 Euro pro Monat für Unternehmen bis 49 Beschäftigte, Whistleblower Software ab 99 Euro pro Monat. Größere Anbieter wie EQS Integrity Line, NAVEX oder HR WORKS nennen keine öffentlichen Preise und erstellen ein Angebot nach Unternehmensgröße.
Muss ein Hinweisgebersystem anonyme Meldungen ermöglichen?
Das Gesetz verlangt, dass die Meldestelle auch anonyme Meldungen bearbeiten soll. Eine Pflicht, einen eigenen anonymen Kanal bereitzustellen, besteht nach Paragraf 16 nicht. In der Praxis erhöhen anonyme Kanäle aber die Zahl der Hinweise. Viele Systeme bieten daher einen anonymen Postkasten für Rückfragen.
Welche Fristen gelten bei einer Meldung?
Du musst den Eingang einer Meldung spätestens nach sieben Tagen bestätigen. Innerhalb von drei Monaten nach der Bestätigung musst du der hinweisgebenden Person eine Rückmeldung zu geplanten und ergriffenen Folgemaßnahmen geben. Gute Systeme erinnern dich automatisch an beide Fristen und dokumentieren, wann du sie eingehalten hast.
Welche Bußgelder drohen bei Verstößen?
Wer Meldungen behindert, Repressalien ausübt oder die Vertraulichkeit vorsätzlich verletzt, riskiert bis zu 50.000 Euro. Wer keine interne Meldestelle einrichtet oder betreibt, riskiert bis zu 20.000 Euro Bußgeld. Die Beträge nennt Paragraf 40 des Hinweisgeberschutzgesetzes. Fahrlässige Verstöße gegen die Vertraulichkeit werden mit bis zu 10.000 Euro geahndet.
Reicht eine E-Mail-Adresse als Meldekanal?
Rechtlich muss der Kanal die Vertraulichkeit der Identität sichern und mündliche oder schriftliche Meldungen erlauben. Ein normales Postfach schützt Absender schlecht, speichert Daten unsicher und hilft nicht bei Fristen. Ein spezialisiertes Hinweisgebersystem ist für die meisten Unternehmen die sauberere und sicherere Lösung.
Wo sollte ein Hinweisgebersystem gehostet sein?
Am besten in Deutschland oder der EU. hintbox nutzt ein Rechenzentrum in Deutschland, HR WORKS ein DATEV-Rechenzentrum, Whistleblower Software EU-Hosting. Lass dir den Standort und einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Artikel 28 DSGVO schriftlich bestätigen, bevor du ein System einführst und produktiv nutzt.
Kann ich die Meldestelle auslagern?
Ja. Du kannst eine externe Stelle wie eine Kanzlei oder einen Datenschutzdienstleister als interne Meldestelle beauftragen. Du bleibst für die Einhaltung des Gesetzes verantwortlich. Compliance-Anbieter wie Proliance 360 bieten dafür zusätzlich Fachleute an. Kläre vertraglich Zuständigkeiten, Fristen, Berichtspflichten und den Umgang mit Interessenkonflikten.