Order Management Software im Vergleich
Order Management Software, auch Auftragsverwaltung oder OMS genannt, bündelt eingehende Bestellungen aus allen deinen Verkaufskanälen an einem zentralen Ort.
- Tools im Vergleich
- 8
- Tools im Vergleich
- mit Hosting in Deutschland
- 5
- mit Hosting in Deutschland
- kostenlos oder Freemium
- 3
- kostenlos oder Freemium
- mit kostenloser Testphase
- 6
- mit kostenloser Testphase
Wer online über mehrere Kanäle verkauft, kennt das Problem: Bestellungen aus verschiedenen Marktplätzen und Shopsystemen laufen getrennt ein, Lagerbestände driften auseinander, und am Ende verkaufst du Artikel, die längst ausverkauft sind. Order Management Software löst genau dieses Problem, indem sie Auftragsannahme, Bestandsführung und Versand kanalübergreifend in einem System zusammenführt.
In diesem Vergleich findest du 8 Lösungen für den deutschsprachigen Markt, von der kostenlosen Basis-Warenwirtschaft JTL-Wawi über spezialisierte Auftragsverwaltungen wie Billbee bis zu Enterprise-Plattformen wie ChannelEngine. Wir zeigen dir, welches Tool zu deinem Bestellvolumen, deinem Budget und deinen Anforderungen an DSGVO-konformes Hosting passt.
Alle 8 Order Management Software im Überblick
Zum Vergleichen zwei Tools markieren
1
Afterbuyab 12,90 € / MonatCloudbasierte Multichannel-Warenwirtschaft aus Krefeld fur eBay-, Amazon- und Shop-Handler mit zentraler Auftragsabwicklung und DSGVO-konformem DE-Hosting.KostenpflichtigHosting DE
Afterbuy ist eine cloudbasierte Multi-Channel-eCommerce-Software aus Krefeld, die seit uber 20 Jahren Marketplace-Verkaufern und Online-Handlern in der DACH-Region hilft, ihre Prozesse zu zentralisieren. Entwickelt und betrieben von der ViA-Online GmbH (Teil der ECOMMERCE ONE Gruppe) richtet sich die Losung an Verkaufer, die gleichzeitig auf eBay, Amazon, Kaufland, Otto und eigenen Webshops aktiv sind. Die Plattform bietet eine vollstandige Warenwirtschaft (WAWI/PIM), Auftragsabwicklung, Bestandssynchronisierung in Echtzeit, Versandautomatisierung mit DHL, DPD und Hermes sowie ein integriertes CRM-Ticketsystem. Automatisierte Workflows ubernehmen repetitive Aufgaben wie Rechnungserstellung, Zahlungsabgleich und den Export an Buchhaltungslosungen wie DATEV oder Lexware. Weitere Module decken eBay-Listing, Cross-Selling-Galerien, Newsletter, POS fur Messen und Ladengaste sowie eine Lager-App ab. Alle Server stehen in Deutschland, Updates laufen automatisch ohne Versionierung, und der telefonische Support ist kostenlos inklusive. Afterbuy eignet sich besonders fur etablierte Marktplatz-Handler im DACH-Raum, die Multichannel-Vertrieb mit einer soliden, lokal gehosteten Komplettlosung abbilden wollen.
Vorteile
- Uber 20 Jahre Erfahrung als spezialisierte Multichannel-Losung fur den DACH-Markt -- mit direkten, stabilen Anbindungen an eBay und Amazon, die als zuverlassig und ausgereift gelten.
- Server ausschliesslich in Deutschland, DSGVO-konform, automatische Updates ohne Versionierung -- kein Pflegeaufwand fur On-Premise-Installationen.
- Kostenloser telefonischer Support inklusive sowie Webinare, Schulungen und eine aktive Nutzercommunity -- ungewohnlich fur diese Preisskala.
- Breites Partnernetzwerk und offene XML-Schnittstelle ermoglichen Anbindung weiterer Shopsysteme (Shopware, Gambio, WooCommerce, Shopify) und Marktplatze uber Partnerlosungen.
- Skalierbare Tarifstruktur ab 12,90 EUR/Monat mit 30-Tage-Gratis-Testphase ohne Risiko -- geeignet fur Handler in unterschiedlichen Wachstumsphasen.
Nachteile
- Die Benutzeroberflache wirkt nach Nutzerbewertungen veraltet und hat eine steile Lernkurve -- moderne D2C-Brands oder Einsteiger ohne Marktplatz-Fokus finden intuitivere Alternativen.
- Die Kosten skalieren mit dem Transaktionsvolumen erheblich: Bei hohem Bestellaufkommen ohne Flatrate (erst ab POWERSELLER) konnen die monatlichen Gesamtkosten deutlich uber dem Grundpreis liegen.
- Technische Storungen und Fehlermeldungen werden in Reviews regelmasig erw hnt; der Support ist zwar kostenlos, aber laut Erfahrungsberichten nicht immer schnell erreichbar.
- Fur reine D2C-Brands oder Social-Commerce-Anbieter ohne klassische Marktplatzprasenz ist der Funktionsumfang oft uberproportional und schlechter auf moderne Touchpoints ausgerichtet.
Integrationen: eBay, Amazon, Kaufland, Otto Market, Hood.de und 14 weitere
2
Billbeeab 9 € / MonatCloudbasierte Auftragsverwaltung aus Münster für Multichannel-Händler mit automatisierter Rechnungsstellung, Versand und Bestandsabgleich ab 9 Euro im Monat.KostenpflichtigHosting DE
Billbee ist eine cloudbasierte Auftragsverwaltung aus Münster, die sich an Onlinehändler richtet, die auf mehreren Marktplätzen und Shopsystemen gleichzeitig verkaufen. Die Software bündelt eingehende Bestellungen von Amazon, eBay, Etsy, Shopify, WooCommerce und OTTO Market in einer Oberfläche, automatisiert Rechnungsstellung und Versandetiketten und hält deine Lagerbestände über alle Kanäle synchron. Ergänzend bietet Billbee ein Retourenmanagement, automatisierte Bewertungsanfragen sowie Regeln, mit denen sich wiederkehrende Aufgaben wie Auftragsprüfung, Versandart-Zuweisung oder Rechnungsversand ohne manuellen Aufwand erledigen lassen. Besonders bei kleinen und mittleren Teams punktet Billbee mit seiner schlanken, aufgeräumten Oberfläche: Neue Bestellungen landen automatisch in konfigurierbaren Ansichten, aus denen heraus du Rechnungen, Lieferscheine und Versandlabels mit wenigen Klicks erzeugst. Über Zusatzmodule wie VentoryOne für Bestandsmanagement, Replyco für Kundenservice und Amainvoice für die Amazon-Buchhaltung erweiterst du die Kernfunktionen gezielt dort, wo dein Geschäft wächst, statt gleich ein vollständiges ERP-System einzuführen. Das Preismodell orientiert sich am monatlichen Bestellvolumen statt an starren Funktionspaketen: Der Starter-Tarif beginnt bei 9 Euro pro Monat für bis zu 200 Bestellungen, darüber hinaus skaliert der Preis automatisch mit deinem Wachstum. Alle Tarife enthalten denselben vollen Funktionsumfang, es gibt also keine künstlich beschnittenen Einstiegspakete. Eine kostenlose, unverbindliche Testphase ganz ohne Zahlungsdaten lässt dich die Plattform vorab in Ruhe ausprobieren. Billbee eignet sich besonders für dich, wenn du als kleinerer bis mittlerer Multichannel-Händler eine unkomplizierte, schnell einzurichtende Auftragsverwaltung suchst, ohne dich in ein komplexes ERP-System einzuarbeiten. Für sehr große Sortimente mit tiefgehenden Produktionsprozessen oder Lagerlogistik über mehrere Standorte hinweg stoßen reine Auftragsverwaltungstools wie Billbee an ihre Grenzen, hier lohnt sich dann eher ein Wechsel zu einem umfassenderen Warenwirtschaftssystem. Als deutsches Unternehmen mit Serverstandort in Deutschland punktet Billbee zudem mit DSGVO-konformer Datenverarbeitung und deutschsprachigem Support, was gerade für Händler im DACH-Raum ein wichtiges Auswahlkriterium ist. Ein weiterer Pluspunkt im Alltag ist die geringe Rüstzeit: Viele Händler berichten, dass sie ihren ersten Kanal innerhalb weniger Stunden anbinden und produktiv arbeiten können, ohne einen Implementierungspartner zu benötigen. Über ein offenes API lassen sich zudem eigene Regeln und Anbindungen ergänzen, falls ein Marktplatz oder Versanddienstleister nicht bereits nativ unterstützt wird.
Vorteile
- Faires, transparentes Preismodell nach Bestellvolumen
- Schnelle Einrichtung ohne tiefe ERP-Komplexität
- Deutsches Unternehmen mit DE-Hosting
- Kostenlose Testphase ohne Zahlungsdaten
Nachteile
- Weniger tief als vollwertige ERP-Systeme bei komplexer Lagerlogistik
- Zusatzmodule für Bestand und Service kosten extra
- Kein dediziertes Mobile-App-Angebot
Integrationen: Amazon, eBay, Etsy, Shopify, WooCommerce und 4 weitere
3
ChannelEngineKostenpflichtigNiederländische Marktplatz-Orchestrierungsplattform für mittelständische bis große Händler, die Auftrag, Bestand und Produktdaten über viele Marktplätze synchronisiert.KostenpflichtigHosting EU
ChannelEngine ist eine niederländische Plattform für Marktplatz- und Multichannel-Management, die sich an mittelständische bis große Marken und Händler richtet, die ihre Präsenz über zahlreiche Marktplätze gleichzeitig steuern wollen. Die Software automatisiert Auftragsabwicklung, Bestandssynchronisation und Produktdaten über alle angebundenen Kanäle hinweg und bietet dabei unbegrenzte Marktplatz-Verbindungen in den Standardpaketen. Dein gesamtes Team erhält Zugriff auf alle verbundenen Marktplätze über eine gemeinsame Oberfläche, ergänzt durch dediziertes Customer-Success-Management, technischen Support und Schulungen über die hauseigene Learning Academy. Besonders hervorzuheben sind die spezialisierten Amazon-Vendor-Tools mit Recovery-Management für Rückforderungen sowie die Integrationsmöglichkeiten mit bestehenden ERP-, PIM- und WMS-Systemen. Damit fügt sich ChannelEngine nicht als eigenständiges Warenwirtschaftssystem, sondern als Orchestrierungsschicht zwischen deinen bestehenden Systemen und den angebundenen Marktplätzen wie Amazon, Walmart und Target ein. Für internationale Händler mit mehrsprachigem Betrieb unterstützt die Plattform unter anderem Englisch, Deutsch und Niederländisch und bedient damit auch den deutschsprachigen Markt. Das Preismodell setzt sich aus drei Komponenten zusammen: einer einmaligen Onboarding-Gebühr, deren Höhe von der Integrationskomplexität abhängt, einer monatlichen Lizenzgebühr, die sich nach Bruttowarenvolumen, Artikelanzahl, Geschäftseinheiten und geografischer Reichweite richtet, sowie einer erfolgsbasierten Komponente auf zusätzliches Marktplatzwachstum über eine vereinbarte Basislinie hinaus. Konkrete Listenpreise veröffentlicht ChannelEngine nicht, stattdessen erhältst du nach einem Beratungsgespräch ein individuelles Angebot, wobei gesonderte Marktplatzgebühren der jeweiligen Plattformen zusätzlich anfallen. ChannelEngine eignet sich vor allem für dich, wenn du als etablierte Marke oder Händler bereits über ein eigenes ERP-, PIM- oder WMS-System verfügst und dieses um eine leistungsfähige Marktplatz-Orchestrierung ergänzen willst, statt ein komplett neues System einzuführen. Für kleinere Händler mit geringem Marktplatzumsatz oder wenigen SKUs ist ChannelEngine aufgrund der Enterprise-Ausrichtung und des beratungsbasierten Preismodells eher überdimensioniert, hier sind schlankere Auftragsverwaltungstools meist die bessere Wahl. In der Praxis wird ChannelEngine häufig von internen IT- und E-Commerce-Teams gemeinsam mit einem Implementierungspartner eingeführt, da die Anbindung an bestehende ERP- und PIM-Systeme individuelle Konfiguration erfordert. Die Investition lohnt sich vor allem dann, wenn du bereits auf mehreren Marktplätzen aktiv bist und die manuelle Pflege von Preisen, Beständen und Angeboten zum Flaschenhals in deinem Team geworden ist.
Vorteile
- Unbegrenzte Marktplatz-Verbindungen in Standardpaketen
- Starke Integration in bestehende ERP-/PIM-/WMS-Landschaften
- Dediziertes Customer-Success-Management
- Aktiv im deutschsprachigen und europäischen Markt
Nachteile
- Keine öffentlichen Listenpreise
- Erfolgsbasierte Gebührenkomponente erschwert Kalkulation
- Für kleine Händler mit wenig SKUs überdimensioniert
Integrationen: Amazon, Walmart, Target, ERP-Systeme, PIM-Systeme und 1 weitere
4
JTL-WawiKostenlos nutzbarKostenlose Basis-Warenwirtschaft aus Deutschland mit Auftragsabwicklung, Marktplatz-Anbindung und modularem JTL-Ökosystem für wachsende Onlinehändler.FreemiumHosting DE
JTL-Wawi ist die Warenwirtschafts- und Auftragsabwicklungssoftware der JTL-Software GmbH aus Hürth bei Köln und mit mehreren zehntausend aktiven Nutzern eines der meistgenutzten ERP-Systeme für den Onlinehandel im deutschsprachigen Raum. Du verwaltest damit Artikel, Kunden, Lieferanten und Belege zentral: von Angebot über Auftrag und Rechnung bis zum Lieferschein. Das integrierte Product Information Management bildet deinen kompletten Artikelstamm ab, während das Bestellwesen Lieferantenbestellungen und Wareneingänge automatisiert erfasst. JTL-Wawi ist Teil des modularen JTL Smart Commerce Ökosystems, das neben der Warenwirtschaft auch ein Warehouse-Management-System, Marktplatz-Anbindungen, einen eigenen Onlineshop, eine Kassenlösung und seit 2026 den KI-Agenten Juno umfasst, der repetitive Aufgaben wie Repricing oder Kundenservice-Antworten automatisch übernimmt. Die Kernsoftware läuft klassisch als Server-Client-Anwendung unter Windows und lässt sich lokal im eigenen Netzwerk oder über JTL Cloud Hosting betreiben, sodass du zwischen On-Premise und Cloud wählen kannst. Über Schnittstellen bindest du Amazon, eBay, Kaufland, Otto sowie zahlreiche Shopsysteme direkt an, gleichst Bestände in Echtzeit ab und vermeidest Überverkäufe bei paralleler Nutzung mehrerer Kanäle. Individuelle Workflows automatisieren wiederkehrende Prozesse, und über DATEV- sowie Lexware-Anbindungen wandern deine Belege direkt in die Finanzbuchhaltung. Besonders interessant für wachsende Händler: Die Basisversion von JTL-Wawi steht kostenlos zum Download bereit, du zahlst erst für Erweiterungen wie JTL-WMS, zusätzliche Marktplatz-Module, Cloud-Hosting oder Premium-Support. Damit senkt JTL die Einstiegshürde deutlich gegenüber klassischen ERP-Lizenzmodellen, während etablierte Händler ihr System modular um Produktion, Kundenservice oder Finance-Module erweitern können. Über ein Partnernetzwerk von mehr als 500 zertifizierten Dienstleistern europaweit und ein aktives Forum mit über 54.000 Mitgliedern findest du bei Fragen schnell Unterstützung. JTL-Wawi eignet sich für dich, wenn du als deutschsprachiger Onlinehändler eine bewährte, lokal gehostete und DSGVO-konforme Komplettlösung suchst, die mit deinem Geschäft mitwächst, von der ersten Bestellung bis zum mehrstelligen Millionenumsatz. Wegen der Windows-Basis und des Server-Client-Aufbaus ist die Einarbeitung anfangs etwas technischer als bei reinen Cloud-SaaS-Tools, dafür behältst du volle Kontrolle über deine Daten und Prozesse.
Vorteile
- Basisversion dauerhaft kostenlos
- Sehr große deutschsprachige Community mit 54.000+ Mitgliedern
- Modular um WMS, Shop, POS und KI erweiterbar
- Server in Deutschland verfügbar, DSGVO-konform
Nachteile
- Klassische Windows-Installation wirkt technischer als reine Cloud-Tools
- Umfang der Erweiterungen macht Preisvergleich unübersichtlich
- Ersteinrichtung erfordert Einarbeitungszeit
Integrationen: Amazon, eBay, Kaufland, Otto, Shopify und 6 weitere
5
LinnworksKostenpflichtigBritische Cloud-Plattform für Auftragsabwicklung, Bestandsführung und Lagerprozesse über 100+ Kanäle, Preise nach Bestellvolumen statt Umsatzbeteiligung.KostenpflichtigHosting EU
Linnworks ist eine britische Multichannel-Commerce-Plattform, die Auftragsabwicklung, Bestandsführung und Lagerprozesse für schnell wachsende Onlinehändler in einem System zusammenführt. Über mehr als 100 Verkaufskanäle wie Amazon, eBay und TikTok Shop sowie über 70 Versanddienstleister synchronisierst du Bestellungen, Bestände und Versandlabels zentral, ohne einzelne Kanäle manuell pflegen zu müssen. Das automatisierte Auftragsrouting sortiert eingehende Bestellungen nach hinterlegten Regeln, während die KI-gestützte Funktion Spotlight AI Auffälligkeiten in Prozessen erkennt und Optimierungsvorschläge liefert. Im Kern deckt Linnworks drei Bereiche ab: Auftragsmanagement mit anpassbaren Ansichten und automatisierten Workflows, Bestandsmanagement mit Echtzeit-Synchronisation über alle Kanäle inklusive Lagerplatz-Konfiguration, Chargenverfolgung und Stücklisten für Sets und Bundles, sowie Lagerprozesse mit digitalem Pick-and-Pack, Bestandsprognosen und einer mobilen Scanner-App für die Kommissionierung. Für den Versand bietet die Plattform native Anbindungen an zahlreiche Carrier mit automatisierter Versanddienstzuweisung und unbegrenztem Label-Druck. Beim Preismodell setzt Linnworks bewusst auf Bestellvolumen statt auf Umsatzbeteiligung: Die Tarife richten sich nach der Anzahl verarbeiteter Bestellungen, nicht nach deinem Umsatz, und es fallen keine prozentualen Gebühren an. Für erweiterte Funktionen wie die Analytics-Lösung Conjura oder detaillierte Bestandsprognosen kommen optionale Zusatzmodule als Festpreis hinzu, zusätzlich kann eine einmalige Onboarding-Gebühr anfallen, deren Höhe vom Implementierungsaufwand abhängt. Konkrete Einstiegspreise nennt Linnworks nicht öffentlich, sondern erstellt nach einem Beratungsgespräch ein individuelles Angebot. Linnworks richtet sich vor allem an schnell wachsende E-Commerce-Händler, die bereits über mehrere Kanäle verkaufen und ihre bisher manuellen Prozesse ablösen wollen, weil sie mit dem Bestellvolumen nicht mehr mitkommen. Die Plattform ist vollständig cloudbasiert (SaaS) und über eine offene API auch für individuelle Workflow-Integrationen ausgelegt, etwa an Buchhaltungssysteme wie QuickBooks. Für kleinere Händler mit geringem Bestellvolumen oder ohne internationale Ambitionen kann der Funktionsumfang und das beratungsbasierte Preismodell im Vergleich zu schlankeren, transparenter bepreisten Tools zunächst überdimensioniert wirken. Dank der Herkunft aus dem britischen Markt kennt sich Linnworks besonders gut mit den Anforderungen internationaler Verkäufer aus, die parallel in mehreren Ländern und Währungen agieren. Für europäische Händler, die ihre Abläufe über Landesgrenzen hinweg konsolidieren wollen, ist das ein klarer Vorteil gegenüber rein national ausgerichteten Auftragsverwaltungen.
Vorteile
- Preis nach Bestellvolumen statt Umsatzbeteiligung
- Sehr breite Kanal- und Carrier-Abdeckung
- Offene API für individuelle Workflows
- KI-gestützte Prozessoptimierung
Nachteile
- Keine öffentlich einsehbaren Einstiegspreise
- Beratungsbasierter Einstieg dauert länger als Self-Service-Tools
- Für kleine Händler mit wenig Bestellvolumen tendenziell überdimensioniert
Integrationen: Amazon, eBay, TikTok Shop, Shopify, WooCommerce und 2 weitere
6
OdooKostenlos nutzbarOdoo ist eine belgische Open-Source All-in-One Business Suite mit ERP, CRM, E-Commerce und mehr als 50.000 Apps für KMU bis Mid-Market.FreemiumHosting DE
Odoo ist eine belgische Open-Source-Softwareplattform, die seit 2005 von der Odoo SA (ehemals OpenERP) in Grand Rosiere, Belgien, entwickelt wird. Die Suite deckt mit über 50 Kern-Apps und mehr als 50.000 Community-Apps im App Store praktisch jeden Geschäftsprozess ab: Vertrieb und CRM, Buchhaltung und Finanzen, Lagerverwaltung, Fertigung, Personalwesen, E-Commerce und Website, Projektmanagement sowie Kassensysteme. Mit weltweit über 15 Millionen Nutzern und 8.000 Partnern gehört Odoo zu den meistgenutzten Business-Softwarepaketen überhaupt. Odoo ist in zwei Editionen erhältlich: Die Community Edition steht kostenlos unter der LGPLv3-Lizenz zur Verfuegung und kann auf eigener Hardware oder bei einem beliebigen Hosting-Anbieter betrieben werden. Die Enterprise Edition ergaenzt die Community-Basis um proprietaere Module, Odoo Studio (No-Code App Builder), Multi-Company-Management und eine externe REST-API. Für das Hosting bietet Odoo SA eigene Cloud-Infrastruktur auf Servern in Belgien und Frankfurt (Deutschland) an, sodass DSGVO-konforme Datenhaltung in der EU problemlos möglich ist. Für den DACH-Markt sind GoBD-konforme Buchhaltungsmodule über zertifizierte DACH-Partner verfuegbar. Die Preisgestaltung ist transparent und wird in Euro ausgewiesen: Der Free-Tier erlaubt eine einzelne App mit unbegrenzt vielen Nutzern kostenlos, der Standard-Tarif kostet 19,90 EUR pro Nutzer und Monat (jaehrliche Abrechnung) für alle Apps, der Custom-Tarif 29,90 EUR pro Nutzer und Monat und schaltet zusaetzlich Odoo Studio, Mehrfirmen-Betrieb und externe API frei. Beide bezahlten Tarife beinhalten unbegrenzten Support sowie Hosting und Wartung ohne versteckte Kosten. Staerken von Odoo sind die enorme Funktionsbreite aus einer Hand, die vollstaendige Integration aller Module, ein grosses Partner-Oekosystem und die Möglichkeit, On-Premise zu betreiben. Herausforderungen bestehen vor allem bei der Einarbeitung aufgrund der Vielzahl an Modulen, bei der nativen deutschen GoBD-Lokalisierung (die aktuell Partnerprojekte erfordert) sowie bei Migrations-Aufwaenden zwischen Major-Versionen wie v17 auf v18.
Vorteile
- Open-Source Community Edition kostenlos und ohne Nutzerlimit unter LGPLv3 verfuegbar, ideal für technisch versierte Teams und Open-Source-Begeisterte.
- Transparente EUR-Preise ohne versteckte Kosten: alle Apps, Support und Hosting in einem Tarif ab 19,90 EUR pro Nutzer und Monat.
- EU-Anbieter mit Servern in Belgien und Frankfurt -- DSGVO-konforme Datenhaltung innerhalb Europas ohne Umwege.
- Modulares System mit über 50.000 Apps im Store erlaubt stufenweisen Ausbau genau nach Bedarf.
- Vollstaendige Integration aller Module verhindert Datensilos und reduziert den Schnittstellenaufwand gegenueber Einzellösungen.
Nachteile
- Steile Lernkurve durch die große Anzahl an Modulen und Konfigurationsoptionen -- Implementierungsprojekte erfordern oft externe Beratung.
- Deutsche GoBD-Lokalisierung nicht nativ von Odoo SA, sondern über DACH-Partner-Apps, was zu Abhaengigkeiten und Mehrkosten fuehren kann.
- Versionsmigration (z. B. v17 auf v18) ist aufwaendig und erfordert bei vielen Customizations professionelle Unterstützung.
- Pricing eskaliert mit steigender Nutzerzahl und aktivierten Custom-Features; bei großen Teams können Gesamtkosten signifikant steigen.
- Umfang der Plattform kann kleinere Teams ueberfordern -- für sehr einfache Anwendungsfaelle sind schlanke Einzellösungen oft praktikabler.
Integrationen: PayPal, Stripe, Shopify, WooCommerce, Slack und 2 weitere
7
PlentyONEab 59 € / MonatCloudbasierte Multichannel-Plattform aus Kassel für Produktmanagement, Bestand, Auftragsabwicklung und Versand über 150+ Verkaufskanäle hinweg.KostenpflichtigHosting DE
PlentyONE, früher als plentymarkets bekannt, ist eine cloudbasierte Multichannel-Commerce-Plattform aus Kassel, über die Händlerinnen und Händler jährlich mehr als 116 Millionen Bestellungen und ein Bruttowarenvolumen von rund 9,8 Milliarden Euro abwickeln. Die Plattform bündelt Produktmanagement (PIM), Bestandsführung, Auftragsabwicklung und Versand in einem System und verbindet dich mit über 150 Verkaufskanälen, darunter Amazon, eBay, Kaufland, Otto sowie eigene Onlineshops. Du steuerst damit den gesamten Bestellprozess zentral: von der Kanal-übergreifenden Produktdatenpflege über automatisierte Preis- und Bestandsabgleiche bis zur Versandetikettenerstellung mit DHL, DPD oder UPS. Das System ist modular aufgebaut und wächst mit deinem Geschäft: Einsteiger starten mit Shop-Erstellung und Marktplatzanbindung, während größere Teams zusätzliche Lager- und Kassensysteme (POS), erweiterte Automatisierungsregeln sowie B2B- und Business-Intelligence-Funktionen hinzubuchen. Über eine offene Plugin-Architektur lassen sich individuelle Erweiterungen und Schnittstellen zu ERP-, CRM- und Buchhaltungssystemen wie DATEV realisieren. PlentyONE positioniert sich damit zwischen reiner Auftragsverwaltung und vollwertigem ERP-System. Beim Preismodell zahlst du monatlich gestaffelt nach Funktionsumfang: Der Einstiegstarif Lite richtet sich an Soloselbstständige und Start-ups, Lite+ an wachsende Multichannel-Teams, Expand an etablierte kleine und mittlere Unternehmen und Scale an Händler mit hohem Bestellvolumen. Für sehr große Organisationen gibt es den individuell kalkulierten Ultimate-Tarif mit persönlichem Account-Management. Eine 30-tägige kostenlose Testphase erlaubt dir, die Plattform vor dem Kauf ausführlich zu prüfen. Als in Kassel gegründetes und in Deutschland gehostetes Unternehmen legt PlentyONE besonderen Wert auf DSGVO-konforme Datenverarbeitung, was das System besonders für deutsche und europäische Händler attraktiv macht, die Wert auf lokale Datenhaltung legen. Die Kombination aus großer Marktplatzabdeckung, tiefer Automatisierung und einem eingespielten Partner- und Agenturnetzwerk macht PlentyONE zu einer der etablierten Adressen für Multichannel-Auftragsverwaltung im deutschsprachigen Raum, auch wenn der große Funktionsumfang bei kleinen Teams zunächst Einarbeitungszeit erfordert. Gerade Agenturen und Systemhäuser im DACH-Raum haben sich in den letzten Jahren auf PlentyONE-Implementierungen spezialisiert, sodass du bei Bedarf auf ein breites Netzwerk erfahrener Dienstleister für Einrichtung, Individualisierung und laufenden Betrieb zurückgreifen kannst, statt alles allein umsetzen zu müssen.
Vorteile
- Sehr breite Marktplatz- und Kanalabdeckung
- In Deutschland entwickelt und gehostet, DSGVO-konform
- Modular von Solo-Sellern bis Enterprise skalierbar
- 30 Tage kostenlos testen
Nachteile
- Großer Funktionsumfang erfordert Einarbeitungszeit
- Höhere Einstiegstarife als reine Nischen-Tools
- Enterprise-Preise nur auf Anfrage
Integrationen: Amazon, eBay, Kaufland, Otto, Shopify und 5 weitere
8
Zoho InventoryKostenlos nutzbarCloudbasierte Bestands- und Auftragsverwaltung von Zoho mit kostenlosem Einstiegsplan, Multichannel-Sync und Anbindung an Zoho Books, Xero und QuickBooks.FreemiumHosting EU
Zoho Inventory ist die cloudbasierte Bestands- und Auftragsverwaltung aus dem Zoho-Ökosystem, mit der du Verkäufe über Online- und Offline-Kanäle an einem zentralen Ort organisierst. Die Software deckt den gesamten Bestellzyklus ab: von der Auftragserfassung über die Lagerverwaltung an mehreren Standorten bis zur Versandabwicklung mit UPS, FedEx und weiteren Carriern. Seriennummern- und Chargenverfolgung sorgen für Rückverfolgbarkeit, während Barcode-Erstellung und -Scanning die Wareneingangs- und Kommissionierprozesse beschleunigen. Automatisierte Workflows und eigene Funktionen lassen sich zusätzlich per Skript an individuelle Geschäftsprozesse anpassen. Besonders stark ist Zoho Inventory in der Multichannel-Synchronisation: Verkäufe aus Shopify, WooCommerce und Etsy laufen automatisch in einem gemeinsamen Bestand zusammen, sodass Überverkäufe über verschiedene Kanäle hinweg vermieden werden. Über die Anbindung an Zoho Books, Xero und QuickBooks fließen Bestellungen direkt in die Buchhaltung, und Zahlungsanbieter wie Stripe und PayPal lassen sich nahtlos integrieren. Als Teil der breiteren Zoho-Suite spielt die Software zudem eng mit Zoho CRM und Zoho Books zusammen, was für Unternehmen interessant ist, die bereits andere Zoho-Produkte im Einsatz haben. Das Preismodell ist gestaffelt und bei jährlicher Abrechnung besonders günstig: Der kostenlose Free-Plan deckt bis zu 50 Bestellungen im Monat mit einem Nutzer und zwei Lagerstandorten ab, inklusive Funktionen wie Sets, Dropshipping und Rückstandsverwaltung. Die kostenpflichtigen Tarife Standard, Professional, Premium und Enterprise erweitern schrittweise Bestellvolumen, Nutzerzahl und Lagerstandorte, wobei einzelne Zusatzfunktionen wie weitere Nutzer, zusätzliche Standorte oder erweiterte Lagerlogistik separat hinzugebucht werden können. Zoho Inventory eignet sich für dich, wenn du eine preislich zugängliche, aber funktional breite Lösung für Bestands- und Auftragsverwaltung suchst und idealerweise bereits im Zoho-Ökosystem unterwegs bist. Für europäische Kunden bietet Zoho eine EU-Datenresidenz an, ein spezifischer Serverstandort in Deutschland ist jedoch nicht garantiert, was bei strengen DSGVO-Anforderungen vorab geprüft werden sollte. Für sehr große, komplexe Lagerstrukturen mit umfangreicher Produktionslogistik stößt die Software im Vergleich zu spezialisierten ERP-Systemen an ihre Grenzen, für kleine bis mittlere Multichannel-Händler bietet sie dagegen ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Vorteile
- Kostenloser Einstiegsplan verfügbar
- Enge Anbindung an Zoho Books, CRM und weitere Zoho-Tools
- Günstige Preisstaffelung bei Jahresabrechnung
- Breite Auswahl an E-Commerce- und Buchhaltungsintegrationen
Nachteile
- Kein garantierter Serverstandort in Deutschland
- Komplexe Lagerlogistik erfordert kostenpflichtige Zusatzmodule
- Voller Funktionsumfang entfaltet sich erst im Zoho-Ökosystem
Integrationen: Shopify, WooCommerce, Etsy, Zoho Books, Xero und 6 weitere
Was ist Order Management Software?
Order Management Software (OMS) übernimmt die zentrale Steuerung des gesamten Bestellprozesses: von der Auftragserfassung über Lagerbestand und Kommissionierung bis zur Versandetiketten-Erstellung. Anders als ein reines Kassensystem oder ein einzelnes Shop-Backend synchronisiert eine OMS Bestellungen und Bestände über alle angebundenen Kanäle hinweg, sodass du zum Beispiel gleichzeitig auf Amazon, eBay, Kaufland und im eigenen Shop verkaufen kannst, ohne Überverkäufe zu riskieren.
Order Management Software vs. klassische Warenwirtschaft (ERP)
Der Übergang ist fließend: Reine Auftragsverwaltungen wie Billbee konzentrieren sich auf Bestellabwicklung, Rechnungsstellung und Versand, während vollwertige ERP-Systeme wie Odoo oder die ERP-Systeme in unserem Vergleich zusätzlich Buchhaltung, Produktion und Personalwesen abdecken. Für Händler ohne komplexe Produktionsprozesse reicht meist eine spezialisierte Order Management Software völlig aus und ist schneller eingerichtet als ein vollständiges ERP.
Auswahlkriterien: Worauf du bei der Wahl achten solltest
Wichtige Kriterien sind die Anzahl und Art deiner Verkaufskanäle, dein monatliches Bestellvolumen, ob du eine Cloud-Lösung oder eine lokal gehostete Installation bevorzugst, und wie transparent das Preismodell ist. Tools wie Zoho Inventory und Billbee zeigen ihre Preise offen auf der Website, während Enterprise-Plattformen wie ChannelEngine individuelle Angebote nach Beratungsgespräch erstellen.
Preise im Überblick: Von kostenlos bis Enterprise
- Kostenlos starten: JTL-Wawi bietet eine dauerhaft kostenlose Basisversion, Zoho Inventory einen Free-Plan bis 50 Bestellungen im Monat.
- Einstiegspreis ab rund 9 Euro: Billbee berechnet nach Bestellvolumen, beginnend bei 9 Euro monatlich.
- Mittleres Preissegment: PlentyONE startet bei 59 Euro im Monat für Solo-Seller und Start-ups.
- Enterprise auf Anfrage: Linnworks und ChannelEngine kalkulieren individuell nach Bestellvolumen beziehungsweise Marktplatzumsatz.
DSGVO und Hosting-Standort
Für Händler im DACH-Raum ist der Serverstandort oft ein wichtiges Kriterium. JTL-Wawi, PlentyONE, Billbee und Afterbuy sind deutsche Unternehmen mit Hosting in Deutschland. Internationale Anbieter wie Zoho Inventory oder Linnworks bieten zwar eine EU-Datenresidenz an, garantieren aber keinen spezifischen Serverstandort in Deutschland, was du bei strengen Compliance-Anforderungen vorab prüfen solltest.
Marktplatz-, Shop- und Versandintegrationen
Alle vorgestellten Tools binden die wichtigsten Marktplätze wie Amazon, eBay und Kaufland an, unterscheiden sich aber in der Kanaltiefe: Linnworks deckt über 100 Kanäle und 70 Versanddienstleister ab, PlentyONE mehr als 150 Verkaufskanäle. Für die Buchhaltung bieten die meisten Lösungen DATEV-, Lexware- oder Zoho-Books-Anbindungen, sodass Bestellungen automatisch in deine Finanzbuchhaltung übernommen werden.
Für wen eignet sich welches Tool?
Solo-Seller und kleine Teams mit überschaubarem Bestellvolumen fahren mit Billbee oder der kostenlosen Basis von JTL-Wawi am günstigsten. Wachsende Multichannel-Händler profitieren von PlentyONE oder Zoho Inventory. Schnell skalierende Händler mit internationalem Fokus setzen eher auf Linnworks, während etablierte Marken mit bestehendem ERP- oder PIM-System ChannelEngine als Orchestrierungsschicht ergänzen.