Kassensysteme im Vergleich

Ein Kassensystem erfasst Verkäufe, erstellt Belege und sichert Umsätze mit einer TSE nach Kassensicherungsverordnung. Wer Waren oder Leistungen gegen Bargeld verkauft, braucht eines. Hier vergleichst du Cloud-, iPad- und stationäre Kassen.

Tools im Vergleich
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mit Hosting in Deutschland
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kostenlos oder Freemium
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mit kostenloser Testphase
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Max BenzGeprüft von Max Benz · Tool-Daten aktualisiert im Oktober 2026Über suitApp

Wer im Laden, im Café, im Salon oder auf dem Markt verkauft, braucht eine Kasse, die den Gesetzen entspricht. Seit 2020 gilt die TSE-Pflicht, seit 2025 müssen Kassen beim Finanzamt gemeldet werden. Gleichzeitig soll die Kasse im Alltag schnell sein, Kartenzahlung können und die Daten sauber an die Buchhaltung geben. Die Auswahl ist groß und die Preise sind schwer zu vergleichen, weil Software, Hardware, TSE und Zahlungsgebühren oft getrennt berechnet werden.

Auf dieser Seite vergleichen wir zehn Kassensysteme: von der kostenlosen Kassen-App für den Marktstand bis zur stationären Kasse für Bäckereien. Du siehst, welche Systeme für Gastronomie, Einzelhandel oder Dienstleister gedacht sind, was sie kosten und welche Funktionen sie mitbringen. Die Preise stammen von den Anbieterseiten und gelten, soweit nicht anders genannt, netto.

Achte bei der Auswahl auf vier Dinge: die tatsächlichen Gesamtkosten pro Monat, die Branche, für die das System gebaut ist, die Hardware, die du bereits hast oder kaufen musst, und die Anbindung an deine Buchhaltung, etwa per DATEV-Export. Die Tipps unten helfen dir, das passende System für deinen Betrieb zu finden.

Unsere Empfehlungen nach Einsatzzweck

Aus unserem Ratgeber weiter unten

Restaurant und Café

Ist auf Gastronomie ausgerichtet und bietet Funkbonieren und Tischverwaltung.

Auch gut: Lightspeed Restaurant

Details ansehen →
Klein starten, mobil

Hat eine kostenlose Kassen-App und einen günstigen Kartenleser für den Einstieg.

Auch gut: SumUp Kassensystem

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Laden mit Onlineshop

Verbindet Kasse, Warenwirtschaft und Onlineshop in einem System.

Auch gut: flour, Tillhub

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Feste Kasse, Bäckerei

Liefert Kassen mit Branchenlösungen und über 300 Händlerpartner für den Vor-Ort-Service.

Auch gut: POSSUM

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Alle 10 Kassensysteme im Überblick

Zum Vergleichen zwei Tools markieren

orderbird Logoorderbirdab 99,90 € / MonatKostenpflichtig

orderbird ist ein Kassensystem-Anbieter aus Berlin, der 2011 gegründet wurde und nach eigenen Angaben über 17.000 Kunden in Europa betreut. Das Angebot besteht aus zwei Produkten. orderbird PRO richtet sich an Restaurants, Cafés und Bars und bietet Tischplan, Funkbonieren, digitale Speisekarte per QR-Code, Reservierungen und Gutscheine. orderbird MINI ist ein kompaktes All-in-one-Gerät mit Kassensoftware, Bondrucker, Kartenleser und Barcodescanner für mobile Einsätze, Salons und kleine Läden. Das System ist nach Angaben des Anbieters finanzamtkonform nach KassenSichV und GoBD, enthält eine zertifizierte TSE und bietet einen DATEV-Export. Über das Dashboard MY orderbird behältst du Umsätze in Echtzeit im Blick. PRO wird in drei Paketen S, M und L mit 12 Monaten Laufzeit angeboten. Die genannten Preise gelten nur bei gleichzeitiger Buchung der orderbird-Kartenzahlung, ohne sie erhöhen sich die Kosten um 20 Euro im Monat. MINI gibt es auch als monatlich kündbare Lizenz. orderbird passt zu dir, wenn du ein auf die Gastronomie zugeschnittenes System mit deutschem Support suchst. Ein kostenloser Testzeitraum wird auf den Preisseiten nicht genannt.

Vorteile

  • Auf die Gastronomie zugeschnitten
  • Deutscher Anbieter mit 24/7-Support
  • Finanzamtkonform nach Herstellerangabe

Nachteile

  • 12 Monate Mindestlaufzeit bei PRO
  • Preise gelten nur mit orderbird-Kartenzahlung
  • Kein kostenloser Tarif
Mobile AppCloudTischplan und TischverwaltungFunkbonierenQR-Code-SpeisekarteIntegrierte TSEDATEV-ExportReservierungen und Gutscheine
TarifePRO Paket S 99.90 €PRO Paket M 139.90 €PRO Paket L 169.90 €laut Anbieter

Integrationen: DATEV

Zettle by PayPal LogoZettle by PayPalKostenlos nutzbarFreemium

Zettle by PayPal ist ein mobiles Kassensystem für kleine Händler, Gastronomen und Dienstleister. Du nutzt die POS-App kostenlos auf iOS oder Android und nimmst Zahlungen über einen Kartenleser oder per Tap to Pay am Smartphone entgegen. Der neue PayPal Reader mit Touchscreen verbindet sich per USB-C oder Bluetooth, für Neukunden startet er laut Anbieter ab 29 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer, jeder weitere Reader kostet 79 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer. Die App erfasst Verkäufe, verwaltet Artikel und liefert Auswertungen. Für Zahlungen fallen transaktionsabhängige Gebühren an, deren Höhe du in den aktuellen Konditionen des Anbieters prüfen solltest. Hilfe-Center und Support stehen auf Deutsch zur Verfügung, die Lieferung der Hardware dauert etwa ein bis zwei Werktage. Beachte, dass Zettle derzeit in das Angebot PayPal Point of Sale überführt wird. Der Anbieter nennt als Stichtag für aktualisierte Bedingungen den 2. Juni 2026, die Produkte sollen laut Hilfeseite inhaltlich gleich bleiben und lediglich neue Namen wie PayPal Point of Sale App und PayPal Reader erhalten. Zettle passt vor allem zu kleinen Betrieben, die ohne feste Monatskosten starten möchten.

Vorteile

  • Keine Grundgebühr für die App
  • Günstiger Einstieg mit Kartenleser
  • Bekannte Marke mit PayPal-Anbindung

Nachteile

  • Transaktionsgebühren pro Zahlung
  • Umstellung auf PayPal Point of Sale läuft
  • Begrenzte Funktionen für Gastronomie mit vielen Tischen
Mobile AppCloudKostenlose POS-AppTap to Pay am SmartphonePayPal Reader mit TouchscreenVerkaufsauswertungenArtikelverwaltungSchnelle Hardware-Lieferung
TarifePOS-App kostenloslaut Anbieter

Integrationen: PayPal

ETRON LogoETRONab 19,80 € / MonatKostenpflichtigHosting DE

ETRON onRetail ist ein cloudbasiertes System für den Handel. Es verbindet Kasse, Warenwirtschaft, Onlineshop und Kundenverwaltung in einer Plattform. Anbieter ist die ETRON Softwareentwicklungs- und Vertriebs GmbH aus München. Nach eigenen Angaben nutzen mehr als 6.000 Kunden das System, im Einsatz sind über 10.000 Kassen. Die Zielgruppe sind kleine und mittlere Unternehmen, Gründer und selbstständige Händler und Dienstleister aus über 40 Branchen. Genannt werden Handel, Mode, Friseur, Kosmetik, Gastronomie, Lebensmittel und Handwerk sowie Unternehmen mit mehreren Standorten. Das Kassenmodul bietet Verkauf, Retouren und Stornos und unbegrenzt viele Kassierer. Dazu kommen eine Lagerverwaltung mit Mehrlagerfunktion und automatischen Nachbestellvorschlägen sowie ein integrierter Onlineshop mit Abgleich von Artikeln und Beständen. Weitere Bausteine sind Kundenverwaltung, Angebote und Rechnungen, eine Firmenwebsite mit Buchungskalender und die Kartenzahlung über ETRON Pay. Du kannst Shopify, WooCommerce und Magento anbinden, ebenso Marktplätze wie Amazon, eBay und Zalando. Für die Buchhaltung gibt es einen DATEV-Export. Die Software läuft auf Windows-Tablets, Notebooks und PCs, der Zugriff ist auch per Browser möglich. Bei Internetausfall arbeitet die Kasse im Offline-Modus weiter. Für die Kassensicherungsverordnung nutzt ETRON eine Cloud-TSE von fiskaly. Die Software wird automatisch aktualisiert. Der Anbieter nennt Cloud-Hosting auf deutschen Servern und gibt an, DSGVO-konform zu arbeiten. Die Preise sind öffentlich und gelten netto bei jährlicher Vorauszahlung. Kasse Start kostet 19,80 Euro im Monat, Kasse Pro 54 Euro, Kasse & WaWi 109 Euro und das Paket All-in-one inklusive Onlineshop 169 Euro. Die Cloud-TSE kostet 124 Euro pro Jahr und Kasse. Die Einrichtung kostet einmalig 99 Euro. Eine monatliche Zahlung ist ebenfalls möglich, ebenso eine Laufzeit von zwei Jahren. Du kannst das System kostenlos testen. Dafür ist eine Registrierung nötig. ETRON passt für Händler, die Kasse, Lager und Shop aus einer Hand wollen.

Vorteile

  • Kasse, Lager und Onlineshop in einem System
  • Cloud-Hosting auf deutschen Servern
  • Öffentliche Preise mit vier Paketen
  • Offline-Modus bei Internetausfall
  • Sehr viele Branchen abgedeckt

Nachteile

  • Cloud-TSE kostet extra pro Kasse und Jahr
  • Einmalige Einrichtungsgebühr von 99 Euro
  • Preise netto und nur bei Jahresvorauszahlung am günstigsten
  • Keine API-Dokumentation genannt
Kostenlose TestphaseCloudKasse und WarenwirtschaftCloud-TSE (fiskaly)Integrierter OnlineshopMehrlagerverwaltungOffline-ModusDATEV-Export
TarifeKasse Start 19.80 €Kasse Pro 54 €Kasse & WaWi 109 €All-in-one inkl. Onlineshop 169 €laut Anbieter

Integrationen: Shopify, WooCommerce, Magento, Amazon, eBay und 5 weitere

Vectron LogoVectronKostenpflichtigKostenpflichtig

Die Vectron Systems AG mit Sitz in Münster zählt zu den etablierten deutschen Herstellern von Kassensystemen. Das Angebot richtet sich an Gastronomie, Bäckereien, Metzgereien, Hotels und den Einzelhandel. Zum Portfolio gehören das aktuelle Kassensystem POS 8, die Komplettlösung Vectron Smart, die Kasse, Zahlungsverkehr, Cloud-Dienste und Vor-Ort-Service bündelt, mobile Bestell- und Zahlungsgeräte sowie der Küchenmonitor Order Hub. Vectron-Kassen arbeiten laut Hersteller auch offline zuverlässig weiter. Cloud-Dienste ergänzen digitale Belege, Tischreservierungen und Treueprogramme, über DATEV Kassenarchiv online lassen sich Daten automatisch übertragen. Die Systeme sind TSE-konform, und es gibt flexible Abo-Modelle ebenso wie klassische Varianten mit Betrieb vor Ort. Zahlungsarten wie Girocard, Mastercard, Visa, Apple Pay und Google Pay werden unterstützt. Preise veröffentlicht Vectron nicht, du erhältst ein Angebot über einen Konfigurator oder den Fachhandel. Das passt zu Betrieben, die eine individuell beratene, robuste Lösung mit Händlerbetreuung wünschen. Für Gründer, die zum Festpreis online starten wollen, sind Cloud-Anbieter oft transparenter.

Vorteile

  • Deutscher Hersteller mit Händlernetz
  • Auch offline einsatzfähig
  • Branchenlösungen für Bäckerei, Metzgerei und Hotel

Nachteile

  • Keine veröffentlichten Preise
  • Beratungsintensiver Einstieg
  • Weniger für spontanes Online-Selbstbuchen geeignet
CloudOn-PremiseKassensystem POS 8Vectron Smart mit Zahlungsverkehr und ServiceMobile BestellgeräteKüchenmonitor Order HubOffline-BetriebDATEV Kassenarchiv online

Integrationen: DATEV, Girocard und Kreditkarten, Apple Pay, Google Pay

Lightspeed Restaurant LogoLightspeed Restaurantab 89 € / MonatKostenpflichtig

Lightspeed ist ein international tätiger Anbieter von Kassensystemen, der in Deutschland vor allem mit Lightspeed Restaurant für die Gastronomie auftritt. Du wählst zwischen den Tarifen Basic, Core und Pro, die sich in Lizenzzahl und Funktionsumfang unterscheiden. Basic umfasst eine Lizenz mit stationärer oder Tablet-Kasse, QR-Code-Bestellung und Standard-Zahlungsraten. Core ergänzt Küchenmonitor, Bestandsverwaltung, Aufgabenverwaltung und Gutscheine, Pro bietet zusätzlich Click and Collect, Lieferung und Anbindung von Drittplattformen. Grundlage ist ein Ökosystem aus Kasse, mobilem Handgerät Tableside, Küchenmonitor, Reservierungen, integrierten Zahlungen und der Reporting-App Pulse. Funktionen wie Advanced Insights, Lightspeed AI und Benchmarks sind in allen Tarifen enthalten. Viele Erweiterungen wie Reservierungen oder Marketing-Automatisierung kosten extra. Support ist rund um die Uhr per Chat und Telefon verfügbar. Lightspeed richtet sich an Restaurants, die mit wachsendem Betrieb oder mehreren Standorten skalieren wollen. Für sehr kleine Betriebe sind die Einstiegskosten höher als bei Anbietern mit kostenloser Software. Eine Demo kannst du kostenlos anfragen, eine Testphase nennt der Anbieter auf der Preisseite nicht.

Vorteile

  • Skalierbar für mehrere Standorte
  • 24/7 Chat- und Telefon-Support
  • Umfangreiche Analysen inklusive

Nachteile

  • Höhere Einstiegskosten
  • Viele Funktionen nur als Add-on
  • Keine Testphase auf der Preisseite genannt
APIMobile AppCloudStationäre und mobile KasseKüchenmonitor (KDS)QR-Code-Bestellung und -ZahlungBestandsverwaltungReporting-App PulseIntegrierte Zahlungen
TarifeBasic 89 €Core 159 €Pro 249 €laut Anbieter

Integrationen: UberEats, Buchhaltungssysteme, Reservierungsplattformen, PMS

SumUp Kassensystem LogoSumUp KassensystemKostenlos nutzbarFreemium

Das SumUp Kassensystem verbindet Kassensoftware, Kartenzahlung und Hardware in einer Lösung für Gastronomie, Einzelhandel und Dienstleister. Du kaufst die Hardware einmalig, etwa die SumUp Kasse mit 13,3-Zoll-Händlerdisplay und separatem Kundendisplay, und zahlst keine Gerätemiete. Die Software ist in der Basisversion kostenlos, das Paket Plus kostet 49 Euro pro Monat zuzüglich Mehrwertsteuer und ergänzt unter anderem Raumpläne, Anbindung an Buchhaltungssysteme und Barcode-Scanning. Zum Funktionsumfang zählen Karten- und Barzahlungen, Mitarbeiter- und Artikelverwaltung, Echtzeit-Berichte und die Einbindung von Treueprogrammen. Das System erfüllt die deutschen Vorgaben zur TSE und nutzt WLAN zur Verbindung. Für Kartenzahlungen fällt eine Transaktionsgebühr von 1,39 Prozent an, mit dem Plus-Paket sinkt sie auf 0,79 Prozent. Bei Bestellungen ab 90 Euro ist eine Ratenzahlung bis 24 Monate möglich. Die Stärke von SumUp liegt im günstigen Einstieg und in der einfachen Bedienung. Für sehr komplexe Gastronomiebetriebe mit vielen Stationen sind spezialisierte Anbieter oft funktionsreicher. Wenn du ohne laufende Fixkosten starten und flexibel bleiben willst, ist SumUp eine naheliegende Wahl.

Vorteile

  • Kostenlose Basissoftware
  • Keine Hardware-Miete
  • Einfache Einrichtung und Bedienung

Nachteile

  • Kartengebühren fallen pro Zahlung an
  • Weniger Spezialfunktionen für große Gastronomiebetriebe
  • Hardware muss zunächst gekauft werden
Mobile AppCloudTSE-konforme KassensoftwareKartenzahlung integriertMitarbeiter- und ArtikelverwaltungEchtzeit-BerichteTreueprogramm-AnbindungHardware zum Kauf ohne Miete
TarifeKassensystem Basis kostenlosKassensystem Plus 49 €laut Anbieter

Integrationen: Buchhaltungssoftware, Treueprogramme

flour Logoflourab 23 € / MonatKostenpflichtig

flour ist ein cloudbasiertes Kassensystem mit integrierter Warenwirtschaft. Anbieter ist die flour GmbH aus Deutschland. Das System ist für den Einsatz in Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgelegt und erfüllt laut Anbieter die Vorgaben von TSE, RKSV und GoBD. flour richtet sich an Einzelhändler mit einem oder mehreren Läden, an Filialisten, Omnichannel-Händler, Großhändler und Dienstleister wie Salons und Kosmetikstudios. Der Schwerpunkt liegt klar im Handel. Die Kasse läuft im Browser auf Tablet, Smartphone oder PC. Du musst also keine App installieren. Zu den Funktionen gehören die Kassierfunktion, Lagerverwaltung, Filialverwaltung für mehrere Standorte, Kundenverwaltung mit Treueprogrammen, digitale Bons, Selbstbedienungskassen, Auswertungen in Echtzeit und eine Zeiterfassung für Mitarbeiter. Neu ist eine Terminplanung. Mit flour Go gibt es außerdem eine mobile Kasse. Bestehende Hardware wie Terminals, Drucker und Scanner kannst du anschließen. Auf Wunsch bietet flour auch Komplettpakete mit Hardware an. Über Schnittstellen verbindest du das System mit Shopify, WooCommerce und Shopware, mit Billbee, Xentral und PDS sowie mit DATEV und Lexware Office. Als Zahlungsanbieter nennt der Hersteller Adyen und Pay One. Eine offene REST-API steht für eigene Anbindungen bereit. Die Preise sind öffentlich. Es gibt drei Tarife: Base, Plus und Business. Bei monatlicher Zahlung kosten sie 23, 69 und 129 Euro pro Monat. Bei jährlicher Zahlung sinken die Preise laut Anbieter um 17 Prozent auf 19, 59 und 109 Euro. Dazu kommen Zusatzkosten, etwa 14 Euro im Monat für TSE oder RKSV, 19 Euro pro weiterer Kasse und 69 Euro pro weiterer Filiale. Die Einrichtung kostet einmalig 99 Euro. Du kannst flour 14 Tage kostenlos testen. Angaben zum Serverstandort macht der Anbieter auf der Startseite nicht. Er nennt nur automatische Updates und Backups in der Cloud. flour passt für Händler, die Kasse, Lager und Onlineshop in einem System verbinden wollen.

Vorteile

  • Öffentliche Preise mit drei klaren Tarifen
  • Läuft im Browser auf jedem Gerät
  • Schnittstellen zu Shopify, WooCommerce und Shopware
  • Offene REST-API
  • 14 Tage kostenlos testbar

Nachteile

  • Zusatzkosten für TSE, weitere Kassen und Filialen
  • Einmalige Einrichtungsgebühr von 99 Euro
  • Schwerpunkt Handel, weniger Gastro-Funktionen
  • Serverstandort nicht genannt
Kostenlose TestphaseAPICloudCloud-Kasse im BrowserLagerverwaltungMehrere FilialenKundenverwaltung und TreueprogrammZeiterfassungDigitale Bons
Tarifeflour Base 23 €flour Plus 69 €flour Business 129 €laut Anbieter

Integrationen: Shopify, WooCommerce, Shopware, Billbee, Xentral und 6 weitere

Tillhub LogoTillhubab 30 € / MonatKostenpflichtigHosting DE

Tillhub ist ein cloudbasiertes Kassensystem, das vor allem auf dem iPad läuft. Das Unternehmen Tillhub GmbH sitzt in Deutschland und wurde 2015 gegründet. Seit 2022 gehört es zum Zahlungsdienstleister Unzer. Das System ist modular aufgebaut. Du buchst nur die Funktionen, die du wirklich brauchst. Tillhub richtet sich an Einzelhändler, Gastronomen und Dienstleister. Genannt werden zum Beispiel Floristen, Kosmetikstudios, Friseure, Juweliere, Bäckereien, Kioske, Fitnessstudios, Cafés und Bars. Auch Filialisten und Franchise-Unternehmen mit mehreren Standorten gehören zur Zielgruppe. Zu den Kernfunktionen zählen Bar- und Kartenzahlung, mobiles Bezahlen, Artikel- und Lagerverwaltung, Kunden- und Mitarbeiterverwaltung, Verkaufsauswertungen sowie ein DATEV-Export für die Buchhaltung. Je nach Branche gibt es eigene Pakete. Für die Gastronomie sind das etwa Tisch- und Raumplanung, Splitzahlung, Trinkgeldfunktion und Handhelds für den Service. Für Dienstleister gibt es Kundenverwaltung, Buchungskalender und Gutscheine. Die mobile Kasse Tillhub POS Go hat Bondrucker und Kartenterminal bereits eingebaut. Zusätzliche Module wie Orderpro für mobile Bestellungen oder Livehub als Kundendisplay lassen sich ergänzen. Das System arbeitet auch offline weiter. Für die Kassensicherungsverordnung bietet Tillhub eine Cloud-TSE über fiskaly an. Als Hardware nennt der Anbieter unter anderem Drucker von Epson, Kartenleser und Kassenschubladen. Kartenzahlung läuft über Unzer-Terminals. Beim Hosting gibt Tillhub an, dass die Daten in deutschen Rechenzentren liegen. Die Verbindung ist per SSL verschlüsselt, die Server sind redundant ausgelegt. Bei den Preisen ist Tillhub nicht ganz transparent. Auf der Preisseite steht das iPad-Kassensystem ab 69 Euro pro Monat. Die mobile Kasse POS Go gibt es ab 30 Euro pro Monat inklusive TSE. Für Gastronomie, Einzelhandel und Dienstleistung nennt der Anbieter keinen festen Preis. Den genauen Betrag ermittelst du über den Preisrechner oder die Beratung. Eine kostenlose Demo und eine unverbindliche Beratung werden angeboten, eine feste Testphase nennt der Anbieter nicht. Tillhub passt für Betriebe, die ein flexibles iPad-System mit deutschem Hosting suchen und bereit sind, den Preis individuell zu klären.

Vorteile

  • Modular: Du zahlst nur für benötigte Funktionen
  • Daten in deutschen Rechenzentren
  • Pakete für Handel, Gastro und Dienstleister
  • Mobile Kasse mit integriertem Drucker und Terminal
  • Arbeitet auch ohne Internet weiter

Nachteile

  • Preise für Gastro, Handel und Dienstleistung nicht öffentlich
  • Fokus auf iPad
  • Keine feste Testphase genannt
  • Kosten hängen vom gewählten Modulumfang ab
CloudiPad-KasseCloud-TSE (fiskaly)LagerverwaltungDATEV-ExportTisch- und RaumplanungBuchungskalender
TarifeMobile Kasse POS Go 30 €iPad Kassensystem 69 €laut Anbieter

Integrationen: DATEV, Unzer, fiskaly, Epson

POSSUM LogoPOSSUMab 19 € / MonatKostenpflichtig

POSSUM Kassensysteme werden von der Heimpel GmbH aus Deutschland betrieben. Der Anbieter verkauft Kassenhardware zusammen mit der passenden Software. Die Systeme sind für Gastronomie, Einzelhandel, Bäckereien, Friseure, Kioske, Foodtrucks und Lieferdienste gedacht. Anders als reine Cloud-Kassen arbeitet POSSUM vor allem lokal. Die Kasse funktioniert für die Grundfunktionen auch ohne Internet. Optional gibt es die Cloud-Dienste myPOSSUM mit einem Dashboard für Auswertungen. Alle Systeme haben eine TSE nach KassenSichV bereits eingebaut. Zu den Funktionen zählen Verkauf mit integriertem Bondruck, Kundendisplay, Mehrbenutzer-Anmeldung mit Zuordnung pro Bediener, Artikel- und Preisverwaltung, Berichte und Verkaufsauswertungen sowie Trinkgeld bei Kartenzahlung. Zubehör wie Drucker, Scanner und Kassenschublade lässt sich anschließen. Optional gibt es eine DATEV-Schnittstelle, eine Anbindung von Lieferdiensten, digitale Bons, ein Windows-Backoffice und einen Küchenmonitor. Kartenzahlungen sind unter anderem mit Visa, Mastercard, Maestro, Apple Pay und Google Pay möglich. Bei der Hardware gibt es mehrere Modelle. Das Tablet-System POSSUM10 kostet laut Anbieter 599 Euro, das stationäre System POSSUM16 G2DS 999 Euro und das Gastro-Gerät HEGA7116 1.099 Euro. Mobile Geräte wie POSSUM5 Lite starten bei 149 Euro. Die Software kostet beim Hauptsystem 49 Euro pro Monat oder 39 Euro bei jährlicher Zahlung, für ein verknüpftes mobiles Gerät 19 Euro pro Monat. Alle genannten Preise gelten netto. Alternativ kannst du die Systeme über 60 Monate leasen, zum Beispiel POSSUM10 ab 69,90 Euro im Monat inklusive Software, TSE, Einrichtung und Schulung. Ein Support an 365 Tagen im Jahr ist enthalten. Eine kostenlose Testphase nennt der Anbieter nicht, es gibt aber eine Online-Demo. Angaben zu einem Serverstandort für die optionalen Cloud-Dienste macht die Startseite nicht. Eine Cloud-API wird in der Support-Dokumentation erwähnt. POSSUM eignet sich für Betriebe, die eine robuste Kasse mit festen Hardwarepaketen bevorzugen und nicht von einer ständigen Internetverbindung abhängen wollen.

Vorteile

  • Öffentliche Preise für Hardware und Software
  • TSE in allen Systemen eingebaut
  • Funktioniert für Grundfunktionen ohne Internet
  • Leasing über 60 Monate möglich
  • Support an 365 Tagen inklusive

Nachteile

  • Zusatzmodule wie DATEV oder Lieferdienste kosten extra
  • Hardware muss gekauft oder geleast werden
  • Cloud-Funktionen nur optional
  • Keine feste Testphase, nur Online-Demo
APICloudOn-PremiseKassenhardware mit TSEOffline-BetriebKundendisplayKüchenmonitorDATEV-SchnittstelleLieferdienst-Anbindung
TarifeSoftware Hauptsystem 49 €Software mobiles Gerät 19 €POSSUM10 Hardware 599 €laut Anbieter

Integrationen: DATEV, Visa, Mastercard, Maestro, Apple Pay und 1 weitere

ready2order Logoready2orderab 35,90 € / MonatKostenpflichtig

ready2order ist ein cloudbasiertes Kassensystem aus Österreich, das auf Tablets, Smartphones und Computern mit iOS, Android, Windows und macOS läuft. Du kannst es für Einzelhandel, Gastronomie, Friseursalons und viele weitere Branchen einsetzen. Das Grundpaket Kassensystem-Abo kostet 35,90 Euro pro Monat und enthält alle Grundfunktionen, dazu kommt eine einmalige Aktivierungsgebühr von 99 Euro. Bei jährlicher Zahlung sparst du laut Anbieter 132 Euro. Spezielle Funktionen buchst du als Zusatzpaket: das Gastro-Paket mit Tischverwaltung und Küchenbon, ein Kassenbuch, digitale Belege per QR-Code sowie das verpflichtende TSE-Paket für die Fiskalisierung. Alle Preise verstehen sich zuzüglich Mehrwertsteuer. Für Kartenzahlungen bietet der Anbieter mit readyPay eine eigene Lösung mit 1,23 Prozent pro Transaktion. Schulungen und Komplett-Setup sind optional als Servicepakete buchbar. Die Stärke liegt in der Hardware-Unabhängigkeit und dem modularen Aufbau, du zahlst nur für Funktionen, die du wirklich brauchst. Die Summe aus Grundpaket und Zusatzpaketen kann am Ende jedoch deutlich über dem Einstiegspreis liegen, was du bei der Kalkulation berücksichtigen solltest.

Vorteile

  • Hardware-unabhängig
  • Modular erweiterbar
  • Geeignet für viele Branchen

Nachteile

  • Zusatzpakete erhöhen die Gesamtkosten
  • Einmalige Aktivierungsgebühr
  • TSE-Paket ist kostenpflichtig und verpflichtend
Mobile AppCloudLäuft auf iOS, Android, Windows und macOSModulare ZusatzpaketeGastro-Paket mit TischverwaltungDigitaler Beleg per QR-CodeKassenbuchEigene Kartenzahlung readyPay
TarifeKassensystem-Abo 35.90 €laut Anbieter

Integrationen: readyPay

Was ist ein Kassensystem?

Ein Kassensystem ist die Kombination aus Software und Hardware, mit der du Verkäufe erfasst, Belege erstellst und Umsätze auswertest. Es ersetzt die klassische Registrierkasse. Moderne Systeme laufen als App auf iPad, Android-Gerät oder als Kasse mit eigenem Touchscreen. Viele speichern die Daten in der Cloud und lassen dich Umsätze von unterwegs abrufen.

Technisch zählt es zu den elektronischen Aufzeichnungssystemen. Deshalb muss jede Buchung durch eine zertifizierte Technische Sicherheitseinrichtung (TSE) abgesichert sein. Die TSE steckt als Hardware-Modul im Gerät oder läuft als Cloud-TSE beim Anbieter, wie bei ETRON, das eine Cloud-TSE von Fiskaly nutzt.

Typische Funktionen sind:

  • Artikelverwaltung mit Preisen, Steuersätzen und Varianten
  • Bondruck oder digitaler Beleg
  • Tagesabschluss und Kassenbuch
  • Auswertungen nach Zeit, Artikel und Mitarbeiter
  • Export für Steuerberater, zum Beispiel nach DATEV

Gastronomische Systeme wie orderbird bringen zusätzlich Tischverwaltung und Küchenbons mit. Handelssysteme wie flour setzen eher auf Warenwirtschaft und Filialverwaltung.

Auswahlkriterien: Worauf solltest du achten?

Die beste Kasse ist die, die zu deinem Betrieb passt. Prüfe deshalb zuerst, wofür ein System gebaut ist. Lightspeed Restaurant und orderbird zielen auf Gastronomie. Tillhub, flour und ETRON sprechen vor allem Handel und Dienstleister an. ready2order deckt Einzelhandel, Gastronomie und Dienstleister ab.

Weitere Kriterien:

  • Gesamtkosten: Rechne Software, TSE, Hardware, Zahlungsgebühren und Einrichtung zusammen.
  • Hardware: Läuft das System auf deinem iPad oder brauchst du eine feste Kasse wie bei POSSUM oder Vectron?
  • Offline-Betrieb: Was passiert, wenn das Internet ausfällt? Lightspeed und ETRON nennen einen Offline-Modus.
  • Kartenzahlung: Ist ein Terminal integriert, oder brauchst du einen separaten Zahlungsanbieter?
  • Buchhaltung: Gibt es einen DATEV-Export oder eine Schnittstelle zu deiner Software?
  • Vertrag: Monatlich kündbar oder feste Laufzeit?
  • Support: Erreichbarkeit und Hilfe bei der Einrichtung.

Teste das System vor dem Kauf, wenn der Anbieter eine Testphase anbietet.

Preise und Kosten im Überblick

Die Preismodelle unterscheiden sich stark. Die folgenden Angaben stammen von den Anbieterseiten und sind teils netto. Prüfe vor dem Kauf immer den aktuellen Stand.

  • Tillhub: Mobile Kasse POS Go ab 30 Euro im Monat, iPad-Kassensystem ab 69 Euro im Monat.
  • flour: Base 23 Euro, Plus 69 Euro, Business 129 Euro im Monat.
  • ETRON: von 19,80 Euro (Kasse Start) bis 169 Euro im Monat (All-in-one inklusive Onlineshop).
  • ready2order: 35,90 Euro pro Gerät und Monat, einmalig 99 Euro Aktivierung. Das TSE-Paket kostet 15,90 Euro im Monat extra. Zahlungen über readyPay kosten 1,23 Prozent.
  • SumUp Kassensystem: Kasse für 399 Euro netto einmalig, Basis-Software kostenlos, Plus-Tarif 49 Euro im Monat. Transaktionsgebühr 1,39 Prozent, mit Zahlungen Plus 0,79 Prozent.
  • Zettle by PayPal: Kassen-App kostenlos, erster Kartenleser 29 Euro, jeder weitere 79 Euro (jeweils zuzüglich MwSt).
  • POSSUM: Software ab 49 Euro im Monat für das Hauptsystem, 19 Euro für ein mobiles Gerät. Das Gerät POSSUM10 kostet 599 Euro einmalig.
  • Lightspeed Restaurant: laut Preisübersicht ab 89 Euro im Monat bei jährlicher Zahlung, Hardware extra.

Bei Vectron und orderbird haben wir keine verlässlichen Listenpreise gefunden. Hole dir ein Angebot ein.

Datenschutz, DSGVO und Hosting

Ein Kassensystem verarbeitet Verkaufsdaten, oft auch Mitarbeiter- und Kundendaten. Cloud-Anbieter sind dabei Auftragsverarbeiter. Du brauchst daher einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung (AVV) mit dem Anbieter und musst die Datenverarbeitung im Verzeichnis deiner Verarbeitungstätigkeiten aufführen.

Wichtig ist der Serverstandort. Tillhub nennt Serverstandorte in Deutschland und ist laut Anbieter GoBD- und TSE-konform. ETRON betreibt seine Cloud-Software auf deutschen Servern. Bei den übrigen Anbietern in diesem Vergleich haben wir keine eindeutige Angabe zum Serverstandort auf den Anbieterseiten gefunden. Frage dort nach, wenn dir ein Hosting in Deutschland oder der EU wichtig ist.

Außerdem relevant:

  • GoBD: Die Daten müssen unveränderbar und über zehn Jahre abrufbar bleiben. Vectron nennt dafür ein Fiscal-Archiv in seinen Cloud-Diensten.
  • Datenexport: Kläre, ob du bei einem Anbieterwechsel alle Daten bekommst.
  • Zahlungsdaten: Kartendaten laufen über den Zahlungsdienstleister, nicht über deine Kasse.

Offline-fähige Systeme speichern Daten zunächst lokal, zum Beispiel POSSUM. Das reduziert die Abhängigkeit vom Internet, ersetzt aber keine Datensicherung.

Welche Software passt zu dir? Empfehlungen nach Einsatzzweck

Die Empfehlungen basieren auf den Angaben der Anbieter. Teste vor dem Kauf, ob die Bedienung zu deinem Team passt.

  • Du führst ein Restaurant, Café oder eine Bar: orderbird ist auf Gastronomie ausgerichtet und bietet Funkbonieren und Tischverwaltung. Lightspeed Restaurant hat einen Küchenmonitor und mehrere Standorte in einem Dashboard.
  • Du startest klein oder verkaufst mobil: Zettle by PayPal hat eine kostenlose Kassen-App und einen günstigen Kartenleser für den Einstieg. SumUp Kassensystem bietet eine Komplettlösung aus Kasse und Kartenzahlung ohne Hardware-Miete.
  • Du betreibst einen Laden mit Onlineshop: ETRON verbindet Kasse, Warenwirtschaft und Onlineshop in einem System. flour synchronisiert den Bestand zwischen Filialen und Onlineshops. Tillhub bietet modulare Pakete mit DATEV-Export.
  • Du brauchst eine feste Kasse für Bäckerei, Metzgerei oder Hotel: Vectron liefert Kassen mit Branchenlösungen und über 300 Händlerpartner für den Vor-Ort-Service. POSSUM verkauft Kassen mit integriertem Kartenterminal und Drucker.

Für Friseure, Kosmetikstudios und Dienstleister ohne klare Branchenlösung eignet sich ready2order als flexibles System für iOS, Android, Windows und macOS.

Gesetzliche Pflichten: TSE, Belegpflicht und Meldung

Für Kassensysteme gelten in Deutschland drei zentrale Pflichten aus dem Kassengesetz. Die Kassensicherungsverordnung und die Abgabenordnung regeln die Details.

  • TSE-Pflicht: Jedes elektronische Aufzeichnungssystem braucht eine vom BSI zertifizierte Technische Sicherheitseinrichtung. Sie gilt seit 2020, mit Übergangsfristen bis 30. September 2020.
  • Belegausgabepflicht: Für jeden Geschäftsvorfall musst du einen Beleg ausgeben. Das geht auf Papier oder digital. Dein Kunde muss ihn nicht mitnehmen.
  • Meldepflicht: Seit 2025 meldest du dein Kassensystem elektronisch beim Finanzamt. Systeme, die du ab 1. Juli 2025 anschaffst, meldest du innerhalb eines Monats. Das gilt auch für die Außerbetriebnahme.

Verstöße können mit Bußgeld bis zu 25.000 Euro geahndet werden. Daneben solltest du die Aufzeichnungen nach GoBD führen und den Export im Format der DSFinV-K liefern können, falls das Finanzamt eine Kassenprüfung durchführt.

Die meisten Anbieter in diesem Vergleich liefern TSE und Exportformat mit. Bei ready2order ist das TSE-Paket ein kostenpflichtiges Zusatzpaket. Bei POSSUM ist die TSE nach Anbieterangabe Teil der Systeme.

Frage deinen Steuerberater, welche Besonderheiten für deine Branche gelten.

Hardware, Kartenzahlung und Integrationen

Neben der Software entscheidet die Hardware über Alltagstauglichkeit und Kosten. Es gibt drei Grundmodelle:

  • App auf vorhandenem Gerät: ready2order und Tillhub laufen auf Tablets. Du brauchst zusätzlich Drucker und Schublade, wenn du Bons und Bargeld nutzt.
  • All-in-one-Gerät: orderbird MINI hat laut Anbieter Drucker, Scanner und Kartenleser eingebaut. Bei Tillhub vereint die mobile Kasse POS Go ebenfalls mehrere Geräte. SumUp bietet eine Kasse mit zwei Touchscreens.
  • Stationäre Kasse: Vectron und POSSUM liefern Kassenhardware inklusive Zubehör.

Bei der Kartenzahlung gibt es zwei Wege: ein integriertes Terminal des Systemanbieters, wie bei SumUp, Zettle oder readyPay, oder ein separater Zahlungsanbieter. Die Gebühren pro Transaktion fallen zusätzlich zur Software an.

Integrationen: Vectron nennt DATEV-Anbindung, digitale Belege und Online-Bestellung. Lightspeed führt Schnittstellen zu Buchhaltung, Dienstplänen und Reservierungen. ETRON bietet Onlineshop und Terminbuchung im selben System.

Kassensysteme im Markt-Überblick

10 Tools im Vergleich
2 mit Hosting in Deutschland
2 mit Free-Trial oder Free-Plan
3 mit öffentlicher API
Hosting-Standort10Anbieter Made in Germany 2 (20%) EU (ohne DE) 0 (0%) Außerhalb EU 8 (80%)
Preismodell10Anbieter Freemium 2 (20%) Kostenpflichtig 8 (80%)
Capabilities10Anbieter mit API 3 (30%) mit Mobile-App 5 (50%) mit Free-Trial 2 (20%)
Marktübersicht: Preis vs Bekanntheit der AnbieterGrößere Punkte = bekanntere Anbieter laut Backlink-Profil und Such-TrafficPREISWERT · ETABLIERTPREMIUM · ETABLIERTPREISWERT · NEWCOMERPREMIUM · NEWCOMERPreisniveaukostenlos / Free-TierEnterprise / hochpreisigBekanntheit & EtabliertheitMarktführerNewcomer / NischeorderbirdorderbirdorderbirdSumUp KassensystemSumUp KassensystemSumUp Kassensystemready2orderready2orderready2orderVectronVectronVectronZettle by PayPalZettle by PayPalZettle by PayPalPOSSUMPOSSUMPOSSUMLightspeed RestaurantLightspeed RestaurantLightspeed RestaurantflourflourflourTillhubTillhubTillhubETRONETRONETRON
Top-Integrationen in der Kategorie DATEV 6 fiskaly 2 Apple Pay 2 Google Pay 2 Shopify 2 WooCommerce 2 Buchhaltungssoftware 1 Treueprogramme 1 readyPay 1 UberEats 1
Standard-Features in der Kategorie DATEV-Export 3 Cloud-TSE (fiskaly) 2 Lagerverwaltung 2 Offline-Modus 2 Offline-Betrieb 2 Digitale Bons 2 Tischplan und Tischverwaltung 1 Funkbonieren 1

Häufige Fragen

Brauche ich als Kleinunternehmer ein Kassensystem mit TSE?

Das hängt davon ab, ob du eine elektronische Kasse nutzt. Wenn ja, braucht sie eine TSE, auch als Kleinunternehmer. Eine offene Ladenkasse oder reine Rechnungsstellung ohne Kasse ist davon ausgenommen. Die Belegausgabepflicht gilt grundsätzlich für alle. Kläre Sonderfälle mit deinem Steuerberater.

Muss ich mein Kassensystem beim Finanzamt melden?

Ja. Seit 2025 gilt die Meldepflicht für elektronische Aufzeichnungssysteme nach § 146a Abs. 4 AO. Systeme, die du ab dem 1. Juli 2025 anschaffst, meldest du innerhalb eines Monats nach der Anschaffung. Auch die Außerbetriebnahme musst du melden. Die Meldung erfolgt elektronisch.

Was kostet ein Kassensystem pro Monat?

Die Preise liegen je nach Anbieter zwischen null und rund 170 Euro im Monat. Zettle und die Basis-Version von SumUp haben eine kostenlose Software, Tillhub startet bei 30 Euro, ETRON bei 19,80 Euro. Dazu kommen oft Hardware, TSE-Paket und Gebühren für Kartenzahlungen. Vergleiche die Gesamtkosten.

Welches Kassensystem eignet sich für die Gastronomie?

Für Gastronomie sind orderbird und Lightspeed Restaurant ausgelegt. orderbird bietet Funkbonieren und Tischverwaltung, Lightspeed einen Küchenmonitor und mehrere Standorte. Auch Vectron und POSSUM nennen Gastronomie als Branche. Teste die Bedienung im Servicealltag, bevor du dich festlegst.

Gibt es ein kostenloses Kassensystem?

Ja, mit Einschränkungen. Zettle by PayPal bietet eine kostenlose Kassen-App, du zahlst aber für den Kartenleser und pro Transaktion. SumUp hat eine kostenlose Basis-Software, die Kasse selbst kostet 399 Euro netto. Prüfe, ob Funktionen wie Warenwirtschaft oder TSE zusätzlich kosten.

Was ist der Unterschied zwischen Cloud-Kasse und stationärer Kasse?

Cloud-Kassen speichern Daten beim Anbieter und laufen oft auf Tablets, zum Beispiel Tillhub oder ETRON. Stationäre Kassen wie von POSSUM oder Vectron sind feste Geräte und arbeiten oft lokal. Cloud bietet Fernzugriff, stationär bietet mehr Unabhängigkeit vom Internet. Viele Systeme haben einen Offline-Modus.

Kann ich mein Kassensystem mit DATEV verbinden?

Mehrere Anbieter nennen eine DATEV-Anbindung oder einen DATEV-Export, etwa Tillhub und Vectron. Bei anderen Systemen prüfst du die Schnittstellen direkt beim Anbieter. Ein sauberer Export spart deinem Steuerberater Zeit und senkt Fehler bei der Buchhaltung.

Wie wechsle ich zu einem anderen Kassensystem?

Plane den Wechsel zu einem ruhigen Zeitpunkt. Exportiere vorher Artikel, Umsätze und Tagesabschlüsse, denn du musst die Daten zehn Jahre lang aufbewahren. Melde das neue System beim Finanzamt und das alte als außer Betrieb. Frage nach Hilfe beim Datenimport.

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