ESG-Software im Vergleich

ESG-Software sammelt Nachhaltigkeitsdaten, berechnet den CO2-Fußabdruck und erstellt Berichte nach CSRD, ESRS und VSME. Sie hilft Mittelstand und Konzernen, Pflichten und Kundenanfragen mit weniger Handarbeit zu erfüllen.

Tools im Vergleich
10
Tools im Vergleich
Max BenzGeprüft von Max Benz · Tool-Daten aktualisiert im Oktober 2026Über suitApp

Nachhaltigkeitsdaten liegen in vielen Firmen verstreut: Energieabrechnungen in der Buchhaltung, Fuhrpark in einer Excel-Liste, Lieferantenangaben in E-Mails. Gleichzeitig fragen Banken, Großkunden und Behörden immer genauer nach Zahlen zu Emissionen, Lieferkette und Berichtsstandards wie CSRD, ESRS und VSME. Wer das von Hand zusammensucht, verliert Zeit und riskiert Fehler.

ESG-Software sammelt diese Daten an einem Ort, berechnet den CO2-Fußabdruck und erzeugt Berichte, die sich prüfen lassen. Auf dieser Seite vergleichst du zehn Anbieter: von deutschen Compliance-Plattformen wie osapiens und cubemos über Mittelstandslösungen wie Coolset bis zu Konzernsystemen wie Workiva und LucaNet. Dazu kommen reine CO2-Spezialisten wie Greenly, Plan A, Persefoni und Sweep sowie die modulare Plattform Envoria.

Achte beim Vergleich auf drei Dinge: Welche Standards und Module brauchst du wirklich? Wie gut lässt sich die Software an deine Buchhaltung und andere Systeme anbinden? Und wo liegen deine Daten? Preise nennen fast alle Anbieter nur auf Anfrage. Deshalb zeigen wir dir, welche Fragen du im Demo-Termin stellen solltest.

Unsere Empfehlungen nach Einsatzzweck

Aus unserem Ratgeber weiter unten

Mittelstand und VSME

Deckt VSME, CSRD und CO2-Bilanz in einer Plattform ab und richtet sich laut Anbieter an den Mittelstand.

Auch gut: cubemos

Details ansehen →
Konzern mit CSRD-Pflicht

Verbindet Finanz- und ESG-Berichte mit XBRL-Tagging und Prüfpfad.

Auch gut: LucaNet, Envoria

Details ansehen →
CO2-Bilanz und Dekarbonisierung

Bietet Bilanzierung, Produkt-Ökobilanzen und Reduktionsplanung.

Auch gut: Plan A, Persefoni, Sweep

Details ansehen →
Lieferkette und LkSG

Bündelt CSRD, CO2-Bilanz, Lieferkette und Produkt-Compliance.

Auch gut: cubemos

Details ansehen →

Alle 10 ESG-Software im Überblick

Zum Vergleichen zwei Tools markieren

Coolset LogoCoolsetKostenpflichtigKostenpflichtig

Coolset ist eine ESG- und Supply-Chain-Compliance-Plattform für mittelständische Unternehmen. Der Hauptsitz liegt in Amsterdam, die Niederlande. Das Unternehmen wurde 2022 gegründet und nennt mehr als 500 Kunden weltweit. Die Plattform bündelt mehrere Module: CSRD, VSME, EU-Taxonomie, CO2-Management mit Scope 1 bis 3, CBAM, EUDR, EUTR, PPWR und eine EcoVadis-Anbindung. Die gemeinsame Basis bietet Analysen, Automatisierungen, Zusammenarbeit und Nachvollziehbarkeit für Prüfungen. Pro Abonnement sind unbegrenzt viele Nutzer enthalten. Im CSRD-Modul erfasst du ESG-Daten zentral über Teams und Gesellschaften hinweg. Du kannst eine doppelte Wesentlichkeitsanalyse mit Input von Stakeholdern durchführen. Geführte Vorlagen schlagen Antworten vor und füllen Felder automatisch aus. Zu jeder Angabe verknüpfst du Nachweise. Berichte lassen sich als PDF und Word ausgeben, die XBRL-Vorbereitung ist vorgesehen. Gesammelte Daten kannst du für VSME, EU-Taxonomie und EUDR wiederverwenden. Die Methodik der CO2-Bilanz nach GHG Protocol ist laut Anbieter vom TÜV Rheinland zertifiziert. Für die Anbindung gibt es eine API. ERP-Systeme und Data Warehouses lassen sich integrieren. Außerdem nennt Coolset die Nutzung über KI-Assistenten per MCP. Bei Sicherheit nennt der Anbieter eine ISO-27001:2022-Zertifizierung, SOC-2-Type-II-Konformität und DSGVO-Konformität. Der Rechenzentrumsstandort wird nicht ausdrücklich angegeben. Onboarding und Support sind in jedem Modul ohne Aufpreis enthalten. Ein Team aus Sustainability Researchers und Customer Success Managern begleitet die Kunden, zudem gibt es ein Netzwerk von Auditoren. Preise nennt Coolset auf der Preisseite nicht. Für jedes Modul fragst du ein Angebot an. Coolset passt vor allem zu Mittelständlern mit ESG-, Einkaufs- und Compliance-Teams, die CSRD, VSME und Lieferkettenpflichten gemeinsam abdecken wollen.

Vorteile

  • Unbegrenzte Nutzer pro Abonnement
  • Onboarding und Support ohne Aufpreis
  • Daten für mehrere Standards wiederverwendbar
  • ISO 27001 und SOC 2 Type II genannt
  • TÜV-zertifizierte GHG-Methodik laut Anbieter

Nachteile

  • Keine veröffentlichten Preise
  • Hosting-Standort nicht genannt
  • Sitz in den Niederlanden, Support nicht ausdrücklich auf Deutsch zugesichert
  • Jedes Modul wird einzeln angefragt
APICloudCSRD-BerichterstattungDoppelte WesentlichkeitsanalyseCO2-Bilanz Scope 1 bis 3VSME und EU-TaxonomieEUDR- und CBAM-ComplianceGeführte Vorlagen

Integrationen: ERP-Systeme, Data Warehouses, EcoVadis, Claude, ChatGPT

Workiva LogoWorkivaKostenpflichtigKostenpflichtig

Workiva Inc. hat seinen Hauptsitz in Ames, Iowa, USA. Das Unternehmen bietet eine cloudbasierte Plattform für vernetzte Berichterstattung in Finanzen, Rechnungswesen, Risiko und Compliance. Dazu gehören Finanzberichte, ESG- und CSRD-Nachhaltigkeitsberichte sowie interne Revision und Risikomanagement. Der Kern ist die Idee des Connected Reporting. Finanzzahlen und Nachhaltigkeitsdaten liegen in einer Plattform und sind miteinander verknüpft. Ändert sich eine Zahl an einer Stelle, wird sie in allen Berichten aktualisiert. Für CSRD unterstützt die Plattform nach Angaben mehrerer Quellen das Inline-XBRL-Tagging von ESRS-Angaben, Prüfpfade und die Konsolidierung über mehrere Gesellschaften. Seit 2024 setzt Workiva generative KI ein, etwa für Texte, Benchmarking mit Wettbewerbern, Risikoanalysen und Visualisierungen. Workiva richtet sich vor allem an große und börsennotierte Unternehmen, die Finanz- und Nachhaltigkeitsberichte aus einem Team heraus erstellen. Für kleine Betriebe mit einfachen Anforderungen ist der Umfang meist zu groß. Eine eigene Berechnung der CO2-Bilanz ist nicht der Schwerpunkt. Dafür bindest du Daten aus anderen Systemen an. Beim Hosting bietet Workiva laut Drittquellen Datenresidenz in den USA, der EU, im asiatisch-pazifischen Raum und in Kanada auf AWS. Eine Region in Irland wird dort für europäische Kunden genannt. Du solltest den Standort und das Thema US-Konzernstruktur mit dem Anbieter und deinem Datenschutzbeauftragten klären. Zum Preis gibt es keine öffentliche Liste. Workiva berechnet nach Lösungen, Anbindungen und Modulen und arbeitet mit Angebot auf Anfrage. Eine kostenlose Testversion ist nicht bekannt. Die Website war beim Abruf für uns nicht erreichbar, daher stammen die Angaben aus Sekundärquellen und sollten vor einer Entscheidung beim Anbieter geprüft werden.

Vorteile

  • Finanz- und Nachhaltigkeitsberichte in einer Plattform
  • XBRL-Tagging für ESRS
  • Prüfpfade und Mehrgesellschafts-Konsolidierung
  • Geeignet für große Konzerne
  • Datenresidenz in mehreren Regionen laut Drittquellen

Nachteile

  • Keine öffentlichen Preise
  • Hauptsitz in den USA
  • Für kleine Unternehmen meist überdimensioniert
  • Keine eigene CO2-Bilanzierung als Schwerpunkt
APICloudConnected ReportingCSRD- und ESRS-BerichteInline-XBRL-TaggingPrüfpfad und KonsolidierungKI-Unterstützung für TexteFinanz- und ESG-Daten verknüpft

Integrationen: AWS

Greenly LogoGreenlyKostenpflichtigKostenpflichtig

Greenly ist eine SaaS-Plattform zum Messen, Berichten und Reduzieren von CO2-Emissionen. Du erstellst Treibhausgasbilanzen, berechnest Produkt-Ökobilanzen nach ISO-Vorgaben und bündelst ESG-Daten für Rahmenwerke wie CSRD, TCFD, SBTi und CBAM auf einer prüfungsfähigen Oberfläche. Laut Anbieter beschleunigt sich die Berichterstellung um rund 80 Prozent. Der KI-Assistent EcoPilot unterstützt bei der Klimastrategie, Funktionen für Lieferantenmanagement helfen beim verantwortungsvollen Einkauf, und individuelle Maßnahmenpläne zeigen Wege zur Dekarbonisierung. Greenly nennt Zertifizierungen und Ausrichtungen wie SBTi, CDP, ISO 27001 und B Corp sowie EFRAG, EUDR und den Digitalen Produktpass. Nach eigenen Angaben nutzen mehr als 4.000 Kunden in über 30 Ländern die Plattform. Die Website ist französisch gehalten, ein deutschsprachiges Angebot ist nicht durchgängig vorhanden. Preise verweist der Anbieter auf eine eigene Preisseite ohne öffentlich einsehbare Zahlen. Das Werkzeug passt für kleine und mittlere Unternehmen, die mit klaren Vorlagen in die CO2-Bilanzierung einsteigen und später Berichtspflichten abdecken wollen. Vergleiche vor einer Entscheidung die Tarife und prüfe in einer Demo oder Testphase, ob der Funktionsumfang zu Deinem Alltag passt.

Vorteile

  • Bilanzierung und Berichte in einer Plattform
  • Produkt-Ökobilanzen enthalten
  • Große Kundenbasis in vielen Ländern
  • Zertifizierungen laut Anbieter

Nachteile

  • Website teils nur auf Französisch
  • Preise nicht öffentlich einsehbar
  • Weniger Fokus auf den deutschen Markt
CloudTreibhausgasbilanzProdukt-Ökobilanz (LCA)ESG-Berichte für CSRD, TCFD und SBTiKI-Assistent EcoPilotLieferantenmanagementDekarbonisierungspläne
osapiens LogoosapiensKostenpflichtigKostenpflichtig

osapiens ist ein Softwareanbieter aus Deutschland (osapiens Holding GmbH). Die Kernplattform osapiens HUB vereint nach Angaben des Anbieters 26 Module auf einer gemeinsamen Datenbasis. Sie deckt regulatorische Compliance und operative Aufgaben ab. Für ESG-Themen sind vor allem die Solution Suites Carbon Management und Disclosures & Reporting relevant. Weitere Suites sind Supplier Intelligence, Product Compliance, Audit & Quality Assurance, Distribution sowie Maintenance & Repairs. Damit eignet sich osapiens für Unternehmen, die Nachhaltigkeitsberichte nicht isoliert betrachten, sondern zusammen mit Lieferkettenpflichten und Produktvorgaben. Das Reporting Cockpit führt Daten aus API, Dokument-Upload oder manueller Eingabe in einer zentralen Datenbasis zusammen. Der Anbieter nennt mehr als acht vorkonfigurierte Standards, darunter CSRD mit ESRS, VSME, GRI und ISSB. Verantwortlichkeiten lassen sich zuweisen, Eingaben werden bei der Erfassung geprüft. Live-Dashboards zeigen den Fortschritt der Datenerhebung. Berichte entstehen mit automatischem XBRL-Tagging. Nach Herstellerangaben sinkt der manuelle Aufwand um bis zu 60 Prozent, weil sich überlappende Anforderungen in einem Erfassungsprozess bündeln lassen. Emissionsdaten für Scope 1, 2 und 3 aus dem Carbon-Management-Modul fließen direkt in die Berichtsvorlagen. Regulatorisch nennt osapiens unter anderem CSRD, LkSG, CSDDD, EUDR, CBAM, PPWR und den digitalen Produktpass. Als Integration wird eine nahtlose SAP-Anbindung genannt. Der Anbieter spricht von mehr als 2.500 Kunden weltweit, genannt werden unter anderem Roche, Würth, Continental, Volkswagen, Lidl und Edeka. Die Zielgruppe reicht von großen Konzernen bis zu kleinen und mittleren Unternehmen. Preise veröffentlicht osapiens auf der Website nicht. Das Hosting und der Rechenzentrumsstandort werden dort ebenfalls nicht genannt. Du brauchst also ein individuelles Angebot und solltest Datenschutz und Hosting im Gespräch klären. Wegen des breiten Modulumfangs lohnt sich osapiens vor allem, wenn du mehrere Pflichten gleichzeitig abdecken willst.

Vorteile

  • Breite Plattform mit 26 Modulen auf einer Datenbasis
  • CSRD, LkSG, EUDR und CBAM an einem Ort
  • Anbieter aus Deutschland
  • SAP-Integration genannt
  • Vorkonfigurierte Standards wie ESRS, VSME und GRI

Nachteile

  • Keine öffentlichen Preise
  • Hosting-Standort nicht auf der Website genannt
  • Großer Funktionsumfang kann kleine Teams überfordern
  • Einführung erfordert vermutlich Abstimmung mit dem Anbieter
APICloudCSRD- und ESRS-ReportingCO2-Bilanz Scope 1 bis 3Lieferkettensorgfalt (LkSG, CSDDD)Produkt-Compliance und EUDRAutomatisches XBRL-TaggingLive-Dashboards zur Datenerhebung

Integrationen: SAP

cubemos LogocubemosKostenpflichtigKostenpflichtig

cubemos ist eine ESG-Compliance-Software mit KI-Unterstützung, die Berichtspflichten und Nachhaltigkeitsthemen in einem System zusammenführt. Die Plattform deckt CSRD- und ESRS-Berichte ab und erstellt daraus prüfungsfähige Dokumente. Die CO2-Bilanz mit den Scopes 1, 2 und 3 ist ebenso enthalten wie ein Modul für Transparenz in der Lieferkette, das Risiken erkennt und Sorgfaltspflichten wie LkSG, CSDDD, EUDR und PPWR automatisiert. Hinzu kommt die Klassifizierung von Tätigkeiten nach der EU-Taxonomie. Du startest mit Kernmodulen und erweiterst die Lösung bei wachsendem Bedarf. Die deutschsprachige Website und der Bezug zu deutschen Regelwerken machen cubemos für den DACH-Markt interessant. Preise veröffentlicht der Anbieter nicht, Du buchst eine Demo, um ein Angebot zu erhalten. Ein Kundenzitat beschreibt die Bedienung als intuitiv. Das Werkzeug passt für mittelständische Unternehmen, die erstmals oder neu strukturiert berichten müssen und eine modulare Lösung mit deutschem Regelwerksbezug suchen. Prüfe vor der Auswahl, wo die Daten gehostet werden, da der Anbieter dazu auf der Website keine Angabe macht.

Vorteile

  • Deutscher Regelwerksbezug
  • Modular erweiterbar
  • Deckt Berichte, CO2 und Lieferkette ab
  • Deutschsprachige Oberfläche

Nachteile

  • Keine öffentlichen Preise
  • Hosting-Standort nicht angegeben
  • Kleinere Marktpräsenz als internationale Anbieter
CloudCSRD- und ESRS-BerichteCO2-Bilanz Scope 1, 2 und 3Lieferkettentransparenz (LkSG, CSDDD)EUDR- und PPWR-UnterstützungEU-Taxonomie-KlassifizierungKI-Unterstützung
LucaNet LogoLucaNetKostenpflichtigKostenpflichtigHosting EU

LucaNet ist eine cloudbasierte CFO Solution Platform aus Deutschland, die Finanz- und Controlling-Teams bei Konsolidierung, Planung und Reporting unterstützt. Das Unternehmen wurde 1999 in Berlin gegründet und zählt nach eigenen Angaben mehr als 6.500 Kunden weltweit, darunter größere Konzerne wie Allianz, Bayer, Volkswagen und Hannover Rück. Seit 2022 hält die Investmentgesellschaft Hg eine Mehrheitsbeteiligung an LucaNet. Im Kern bringt die Plattform Daten aus unterschiedlichen Quellsystemen in einem gemeinsamen Datenmodell zusammen und automatisiert darauf aufbauend den Konzernabschluss, die Unternehmensplanung sowie das Management-Reporting. Neben der klassischen Konsolidierung deckt LucaNet Extended Planning and Analysis (xP&A), ESG-Reporting inklusive CSRD, ESRS und doppelter Wesentlichkeitsanalyse, Disclosure Management mit KI-gestützter Texterstellung, eine XBRL-Suite für die digitale Berichterstattung, Steuer-Compliance-Themen wie Pillar Two und Country-by-Country-Reporting, Leasingbilanzierung nach IFRS 16 sowie Banking- und Cash-Management-Funktionen ab. Die Software richtet sich vor allem an mittelständische und größere Unternehmen mit mehreren Konzerngesellschaften, komplexen Konsolidierungskreisen und internationalem Berichtswesen. Nach Angaben von LucaNet eignet sich die Plattform besonders für Firmen mit etwa 50 bis 5.000 Mitarbeitenden, einem Jahresumsatz ab rund 100 Millionen Euro und zehn oder mehr rechtlichen Einheiten. Adressiert werden Rollen wie CFOs, Group Accountants, Controller, Sustainability Manager und Steuerverantwortliche. Für kleine Betriebe oder Einzelunternehmen ohne Konzernstruktur ist LucaNet in der Regel überdimensioniert. Technisch läuft LucaNet als Cloud-Lösung auf AWS-Infrastruktur mit mehreren Regionen und einer angegebenen Verfügbarkeit von 99,9 Prozent. Die Plattform bietet nach Unternehmensangaben über 300 vorgefertigte Schnittstellen zu gängigen ERP-, HR- und CRM-Systemen, darunter SAP, Microsoft Dynamics, Oracle, DATEV und Sage, sowie einen Excel-Import und APIs für individuelle Datenquellen. Preislich verfolgt LucaNet ein gestaffeltes Lizenzmodell mit den Paketen Basic, Advanced und Professional, wobei Advanced als Empfehlung hervorgehoben wird. Konkrete Preise werden auf der Website nicht veröffentlicht, Interessenten müssen eine individuelle Software-Demo anfragen. Verträge werden für mindestens zwölf Monate abgeschlossen, längere Laufzeiten sind möglich. Eine kostenlose Testversion ist auf der offiziellen Seite nicht ausgewiesen, lediglich eine persönliche Produktdemo wird angeboten. Für Unternehmen, die ihre Konzernabschlüsse, Planungsprozesse und Nachhaltigkeitsberichte bislang in Excel oder verteilten Einzellösungen abbilden, bietet LucaNet eine zentrale, auf Finance-Prozesse spezialisierte Plattform mit breitem Funktionsumfang von der Konsolidierung bis zur ESG-Berichterstattung. Der Umfang und die Komplexität der Lösung bedeuten jedoch auch einen entsprechenden Einführungs- und Schulungsaufwand sowie eine Preisgestaltung, die erst im individuellen Angebot sichtbar wird.

Vorteile

  • Breiter, integrierter Funktionsumfang von Konsolidierung bis ESG-Reporting in einer Plattform
  • Große Auswahl an vorgefertigten Schnittstellen zu gängigen ERP- und Buchhaltungssystemen
  • Etabliertes deutsches Unternehmen mit langjähriger Erfahrung im Finance-Bereich (seit 1999)
  • Cloud-Infrastruktur mit hoher angegebener Verfügbarkeit (99,9 Prozent)
  • Speziell auf komplexe Konzernstrukturen und regulatorische Anforderungen zugeschnitten

Nachteile

  • Keine öffentlichen Preise, Kosten werden erst nach individueller Anfrage sichtbar
  • Eher für mittelständische und große Unternehmen mit Konzernstruktur ausgelegt, für kleine Betriebe meist überdimensioniert
  • Keine kostenlose Testversion, nur eine persönliche Software-Demo verfügbar
  • Mindestvertragslaufzeit von zwölf Monaten, was Flexibilität einschränkt
APICloudFinanzkonsolidierung für Konzernabschlüsse nach mehreren Standards und WährungenUnternehmensplanung und Extended Planning and Analysis (xP&A)Management-Reporting und BI-DashboardsESG-Reporting mit CSRD-, ESRS- und Wesentlichkeitsanalyse-UnterstützungDisclosure Management mit KI-gestützter TexterstellungXBRL-Suite für digitale Berichterstattung (Tagger, Cloud, Auditor, Vision)
TarifeAuf Anfrage Auf Anfragelaut Anbieter

Integrationen: SAP, Microsoft Dynamics, Oracle, DATEV, Sage und 1 weitere

Envoria LogoEnvoriaKostenpflichtigKostenpflichtigHosting EU

Envoria ist eine SaaS-Plattform aus München für Reporting, Compliance und Wirkungsmessung. Sie sammelt Nachhaltigkeits-, Finanz- und Risiko-Kennzahlen, konsolidiert sie automatisch und erzeugt auditfähige Berichte mit Prüfpfad. Das System besteht aus mehr als zehn Modulen. Im ESG-Bereich gibt es unter anderem Emissionsmanagement, Klimarisikobewertung, Lieferkettenmanagement, EUDR, KPI-Management, EU-Taxonomie und Strategiemanagement. Weitere Module decken Leasingbilanzierung nach IFRS 16, Erlösrealisierung nach IFRS 15 und Risikomanagement ab. Dashboards und Berichte sind konfigurierbar, regulatorische Hinweise sind direkt im System hinterlegt. KI-Funktionen umfassen den Chatbot EVA, eine Emissionszuordnung und Risikoanalysen. Der Anbieter nennt den Friend-Status bei der EFRAG, ein GRI-zertifiziertes Tool, das GHG Protocol und ein ISAE-3402-Type-II-Audit. Die Plattform läuft in einer EU-Cloud, ist DSGVO-konform und bietet Schnittstellen für die Anbindung an bestehende Systeme. Preise sind nicht veröffentlicht, Du erhältst sie über eine Demo. Das Werkzeug passt für mittlere und große Unternehmen in Deutschland, die ESG- und Finanzberichte auf einer Plattform führen möchten. Vergleiche vor einer Entscheidung die Tarife und prüfe in einer Demo oder Testphase, ob der Funktionsumfang zu Deinem Alltag passt.

Vorteile

  • Anbieter aus München
  • EU-Cloud und DSGVO-konform
  • Modular erweiterbar
  • Verbindet ESG- mit Finanzberichten

Nachteile

  • Keine öffentlichen Preise
  • Viele Module erfordern Einführungsaufwand
  • Eher für größere Organisationen ausgelegt
APICloudEmissionsmanagementKlimarisikobewertungLieferkettenmanagement und EUDREU-Taxonomie und KPI-ManagementIFRS-Module für Leasing und ErlöseKI-Chatbot EVA

Integrationen: API-Schnittstellen

Plan A LogoPlan AKostenpflichtigKostenpflichtig

Plan A ist eine Software für Carbon Accounting und Nachhaltigkeitsmanagement, mit der Unternehmen ihren Treibhausgas-Fußabdruck messen, berichten und senken. Die Plattform sammelt Emissionsdaten, berechnet sie nach GHG Protocol und erstellt Berichte für Stakeholder. Laut Anbieter sind die Berechnungsmethoden TÜV-Rheinland-zertifiziert, außerdem verweist Plan A auf eine B-Corp-Zertifizierung und SOC 2. Für regulatorische Anforderungen werden unter anderem CSRD, ESRS, EU-Taxonomie, CBAM sowie Offenlegungen nach britischen und US-Vorgaben genannt. Mit Planungs- und Prognosefunktionen leitest Du Reduktionsmaßnahmen ab. Die Oberfläche setzt zusätzlich auf KI-Unterstützung. Das Unternehmen hat Büros in Paris und Berlin und ist damit im deutschsprachigen Markt präsent. Preise veröffentlicht der Anbieter nicht, Du fragst ein Angebot über eine Demo an. Das Werkzeug passt für mittelständische Unternehmen und Konzerne, die CO2-Bilanz, CSRD-Berichterstattung und Reduktionsplanung in einem System bündeln wollen. Prüfe vor der Auswahl, welche Module Dein Berichtsumfang tatsächlich braucht und wie die Datenerfassung für Deine Lieferkette funktionieren soll. Vergleiche vor einer Entscheidung die Tarife und prüfe in einer Demo oder Testphase, ob der Funktionsumfang zu Deinem Alltag passt.

Vorteile

  • TÜV-Rheinland-zertifizierte Berechnung laut Anbieter
  • Büro in Berlin
  • Deckt Bilanzierung und Reporting ab
  • SOC-2-Sicherheitsstandard

Nachteile

  • Keine öffentlichen Preise
  • Hosting-Standort nicht klar angegeben
  • Funktionsumfang pro Modul nicht im Detail einsehbar
CloudCO2-Bilanzierung nach GHG ProtocolCarbon Reporting für StakeholderDekarbonisierungsplanung mit PrognosenDatenerfassung für EmissionsdatenCSRD- und ESRS-BerichteEU-Taxonomie und CBAM
Persefoni LogoPersefoniKostenpflichtigKostenpflichtig

Persefoni ist eine cloudbasierte Plattform für Carbon Accounting und Nachhaltigkeitsmanagement. Du misst Treibhausgasemissionen in den Scopes 1, 2 und 3, richtest Dich an Standards wie GHG Protocol, TCFD und Science Based Targets aus und erstellst prüfungsfähige Berichte für Offenlegungsvorgaben wie CSRD oder die kalifornischen Gesetze SB 253 und SB 261. Für die Reduktion bietet die Software Netto-Null-Zielsetzung, Reduktionsmodelle und Werkzeuge für den Austausch mit Lieferanten. Spezielle Funktionen für finanzierte Emissionen richten sich an Finanzdienstleister. Mit PersefoniAI stehen ein Copilot für Fragen zur CO2-Bilanzierung, eine Anomalieerkennung für große Datensätze und eine Zuordnung von Emissionsfaktoren in natürlicher Sprache bereit. Der Anbieter nennt mehr als 10.000 Teams als Nutzer, darunter Snowflake, Xerox und Under Armour. Es gibt zwei Tarife, PRO und ADVANCED, wobei ADVANCED regulatorisches Reporting, Dekarbonisierung und finanzierte Emissionen umfasst. Konkrete Preise stehen nicht öffentlich. Das Werkzeug passt für international tätige Unternehmen und Finanzinstitute, die eine englischsprachige, auf Audits ausgelegte Lösung suchen.

Vorteile

  • Für Audits ausgelegte Berichte
  • Starke Funktionen für Finanzdienstleister
  • KI-gestützte Zuordnung von Emissionsfaktoren
  • Große internationale Kundenbasis

Nachteile

  • Oberfläche und Support primär englischsprachig
  • Keine öffentlichen Preise
  • Kein erkennbarer Fokus auf den deutschen Markt
CloudCO2-Bilanz für Scope 1, 2 und 3Berichte für CSRD und weitere VorgabenNetto-Null-Ziele und ReduktionsmodelleLieferantenmanagementFinanzierte Emissionen für FinanzinstituteKI-Copilot und Anomalieerkennung
Sweep LogoSweepKostenpflichtigKostenpflichtig

Sweep ist eine Plattform für ESG- und CO2-Management, die Nachhaltigkeitsdaten aus dem Unternehmen und der Wertschöpfungskette an einem Ort bündelt. Statt Tabellen mit manueller Dateneingabe erhältst Du eine zentrale Datenbasis für prüfungsfähige Berichte. Der KI-Assistent Sweepy ordnet Einkaufsdaten zu, beantwortet Fragebögen, entwirft Offenlegungen und baut Dashboards auf Basis Deiner eigenen Daten. Unterstützt werden Standards und Rahmenwerke wie CSRD, ISSB, GRI, GHG Protocol, CDP und PCAF. Typische Einsatzfelder sind regulatorische Compliance, das Aufdecken von Einsparpotenzialen, das Management von Lieferkettenrisiken und transparente ESG-Kommunikation. Zu den genannten Kunden gehören L'Oréal, Swisscom, SSE, Bouygues und Rothschild & Co. Der Anbieter wird nach eigenen Angaben 2026 von IDC MarketScape und Verdantix als führend im Bereich Enterprise Carbon Management eingestuft. Preise nennt Sweep nicht öffentlich, Du buchst eine Demo. Das Werkzeug passt für größere Unternehmen mit mehreren Standorten und Lieferketten, die ESG-Daten konsolidieren und auditierbar berichten müssen. Vergleiche vor einer Entscheidung die Tarife und prüfe in einer Demo oder Testphase, ob der Funktionsumfang zu Deinem Alltag passt.

Vorteile

  • Breite Unterstützung für Berichtsstandards
  • KI-gestützte Datenzuordnung
  • Auf Konzerne und Lieferketten ausgelegt
  • Prüfungsfähige Berichte aus einer Datenbasis

Nachteile

  • Keine öffentlichen Preise
  • Eher für größere Unternehmen ausgelegt
  • Einführung erfordert Datenanbindung und Projektaufwand
CloudZentrale Sammlung von ESG- und CO2-DatenKI-Assistent SweepyCSRD-, ISSB- und GRI-BerichteGHG Protocol und CDPPCAF für FinanzinstituteLieferkettenmanagement

Was ist ESG-Software?

ESG steht für Environmental, Social, Governance, also Umwelt, Soziales und Unternehmensführung. ESG-Software ist eine Cloud-Anwendung, die Kennzahlen aus diesen drei Bereichen erfasst, auswertet und in Berichte überführt. Sie ersetzt verstreute Tabellen durch eine Datenbasis mit Prüfpfad.

Typische Funktionen sind:

  • CO2-Bilanz: Berechnung der Emissionen nach Scope 1, 2 und 3 auf Basis des GHG Protocol.
  • Berichte: Vorlagen für CSRD und ESRS, teils auch für VSME, GRI, CDP oder die EU-Taxonomie.
  • Wesentlichkeitsanalyse: Bewertung, welche Themen für dein Unternehmen berichtspflichtig oder relevant sind.
  • Lieferkette: Abfrage von Daten bei Lieferanten, zum Beispiel für Lieferkettensorgfalt oder EUDR.
  • Datenimport: Anbindung an Buchhaltung, ERP und Energiedaten.

Die Anbieter setzen unterschiedliche Schwerpunkte. Greenly, Plan A, Persefoni und Sweep kommen aus der CO2-Bilanzierung und haben später Berichtsfunktionen ergänzt. Workiva und LucaNet kommen aus der Finanzberichterstattung und binden ESG-Zahlen an Konzernabschluss und Controlling an. osapiens, cubemos und Coolset bündeln Compliance-Pflichten wie CSRD, Lieferkette und Produktvorgaben in einer Plattform. Welche Herkunft besser passt, hängt davon ab, wer in deinem Unternehmen das Thema verantwortet: Nachhaltigkeitsteam, Einkauf oder Finanzabteilung.

Auswahlkriterien: Worauf du beim Vergleich achten solltest

Fang nicht mit der Funktionsliste an, sondern mit deiner Pflicht. Hängt dein Unternehmen direkt unter die CSRD, brauchst du ESRS-Vorlagen, eine Wesentlichkeitsanalyse und einen prüffähigen Bericht. Wirst du nur von Kunden oder der Bank nach Zahlen gefragt, reicht oft ein schlanker Bericht nach VSME plus eine CO2-Bilanz.

  • Standards und Module: Prüfe, ob CSRD, ESRS, VSME, GRI, CDP oder EU-Taxonomie wirklich abgedeckt sind, und ob Module wie Lieferkette oder EUDR extra kosten.
  • Datenanbindung: Frage nach Schnittstellen zu deinem ERP, deiner Buchhaltung und zu Energieversorgern. Manueller Import bleibt sonst der größte Zeitfresser.
  • Methodik der CO2-Bilanz: Lass dir zeigen, welche Emissionsfaktoren genutzt werden und ob die Methode extern geprüft wurde. Plan A nennt zum Beispiel eine Zertifizierung nach GHG Protocol durch den TÜV Rheinland.
  • Prüfpfad: Wirtschaftsprüfer wollen Quellen und Änderungen nachvollziehen können.
  • Skalierung: Envoria wirbt mit mehr als zehn kombinierbaren Modulen, Workiva und LucaNet zielen auf mehrere Gesellschaften und Konzernstrukturen.
  • KI-Funktionen: Sweep, Persefoni und Greenly bieten KI-Assistenten. Teste, ob sie dir echte Arbeit abnehmen, etwa beim Zuordnen von Emissionsfaktoren.
  • Support und Sprache: Für deutsche Berichte hilft ein Anbieter mit deutschsprachigem Team und deutschen Vorlagen.

Preise und Kosten von ESG-Software

Keiner der verglichenen Anbieter veröffentlicht auf der Website eine feste Preisliste für seine Kernprodukte. Bei cubemos, Envoria, Greenly, Plan A, Coolset und LucaNet verweisen die Seiten auf Demo oder Anfrage. Sweep nennt Pakete für Enterprise, Midmarket, Finanzinstitute und einen Einstieg namens Sweep Starter, aber ohne Preise. Persefoni spricht von gestaffelten Plänen (Pro und Advanced) und einer kostenlosen Anmeldung, individuelle Preise gibt es für Compliance-Leistungen.

Was die Kosten in der Praxis bestimmt:

  • Umfang der Module: CO2-Bilanz allein ist günstiger als CSRD-Bericht plus Lieferkette plus Produkt-Compliance.
  • Unternehmensgröße: Anzahl der Standorte, Gesellschaften und Datenquellen.
  • Einrichtung: Datenanbindung und Schulung kosten zusätzlich Zeit oder Geld.
  • Beratung: Manche Anbieter verkaufen Services zur Wesentlichkeitsanalyse separat.

Plane daher mit einem Angebot nach Demo. Frage ausdrücklich nach Laufzeit, Kündigungsfrist, Preisanpassungen und danach, ob neue Standards wie ein Update der ESRS im Preis enthalten sind. Mehrere Angebote zu vergleichen lohnt sich, weil die Pakete schwer zu vergleichen sind. Vergleiche Anbieter immer auf Basis desselben Leistungsumfangs.

Datenschutz, DSGVO und Hosting

ESG-Software verarbeitet vor allem Unternehmensdaten, aber auch personenbezogene Daten, etwa Mitarbeiterzahlen, Pendelwege oder Ansprechpartner bei Lieferanten. Deshalb brauchst du einen Auftragsverarbeitungsvertrag und Klarheit über den Speicherort.

  • Envoria nennt sich DSGVO-konform und EU-Cloud-basiert, ist nach ISAE 3402 Typ II geprüft und sitzt in München.
  • Coolset gibt ISO 27001:2022 und SOC 2 Typ II an und hat den Sitz in Amsterdam. Die Methodik der CO2-Bilanz wurde laut Anbieter von TÜV Rheinland und SGS zertifiziert.
  • Greenly nennt ISO 27001 für Informationssicherheit, Plan A nennt SOC 2.
  • LucaNet betreibt die Plattform auf AWS mit Multi-Region-Redundanz und getrennten Mandanten.
  • Persefoni läuft in der Cloud mit AWS als Partner, einen Datenstandort nennt die Startseite nicht.
  • Workiva ist ein US-Unternehmen. Laut Sekundärquellen liegen Daten europäischer Kunden in einer EU-Region bei AWS in Dublin. Prüfe zusätzlich, wie der Anbieter mit dem Zugriff durch US-Behörden umgeht.

Für cubemos, osapiens und Sweep nennen die Startseiten keinen konkreten Datenstandort. Frage das im Gespräch ab und lass dir Standort, Unterauftragnehmer und Zertifikate schriftlich bestätigen. Wenn du in einer regulierten Branche arbeitest, nimm außerdem den Datenschutzbeauftragten früh in die Auswahl.

Welche Software passt zu dir? Empfehlungen nach Einsatzzweck

Die folgenden Empfehlungen sind Orientierung, kein Test. Prüfe jede Lösung in einer Demo mit deinen echten Daten.

  • Mittelstand mit VSME-Anfragen von Kunden oder Banken: Coolset deckt VSME, CSRD und CO2-Bilanz in einer Plattform ab und richtet sich laut Anbieter an den Mittelstand. Auch cubemos unterstützt VSME und CSRD und kommt aus Deutschland.
  • Konzern mit CSRD-Pflicht und enger Finanzanbindung: Workiva verbindet Finanz- und ESG-Berichte mit XBRL-Tagging und Prüfpfad. LucaNet bindet ESG-Reporting an Konsolidierung und Controlling an, und Envoria bietet Nachhaltigkeits-, Finanz- und Risikoberichte modular an.
  • Fokus auf CO2-Bilanz und Dekarbonisierung: Greenly bietet Bilanzierung, Produkt-Ökobilanzen und Reduktionsplanung, Plan A setzt auf eine zertifizierte Methodik und zeigt Standorte in Paris und Berlin. Persefoni und Sweep eignen sich, wenn du Scope 3 und Lieferantendaten in den Mittelpunkt stellst.
  • Lieferkette, LkSG und Produktvorgaben: osapiens bündelt CSRD, CO2-Bilanz, Lieferkette und Produkt-Compliance, cubemos deckt zusätzlich LkSG, EUDR und PPWR ab.

Wenn du unsicher bist, starte mit dem Bericht, den du in den nächsten zwölf Monaten wirklich liefern musst, und wähle die Software, die genau diesen am besten abbildet.

CSRD, Omnibus und VSME: Welche Pflichten gelten 2026?

Die CSRD verpflichtet Unternehmen zu standardisierten Nachhaltigkeitsberichten nach den ESRS. Mit dem Omnibus-Paket wurde der Anwendungsbereich 2026 stark eingeschränkt. Nach den von uns geprüften Quellen (IHK Osnabrück und weitere Fachseiten) gilt die Richtlinie (EU) 2026/470 vom 18. März 2026: Berichtspflichtig sind künftig Unternehmen ab durchschnittlich 1.000 Mitarbeitern und 450 Millionen Euro Nettoumsatz. Die Umsetzung in nationales Recht ist bis 19. März 2027 vorgesehen. Prüfe den Stand für dein Unternehmen vor der Anschaffung, weil die deutsche Umsetzung noch Details verändern kann.

Für kleinere Unternehmen heißt das nicht, dass das Thema entfällt:

  • VSME: Die EU-Kommission hat am 30. Juli 2025 eine Empfehlung für einen freiwilligen Standard für kleine und mittlere Unternehmen veröffentlicht. Banken und Großkunden nutzen ihn, um Daten bei ihren Partnern abzufragen.
  • Lieferketten: Auch ohne eigene Berichtspflicht gibst du Daten an berichtspflichtige Kunden weiter.
  • Weitere Vorgaben: LkSG, EUDR, CBAM und PPWR betreffen je nach Branche unabhängig von der CSRD. cubemos, Coolset, Greenly und osapiens bieten dafür eigene Module.

Für kleinere Firmen ist deshalb oft eine Software mit VSME-Vorlage und CO2-Bilanz sinnvoller als eine vollständige CSRD-Lösung für Konzerne.

Integrationen und Datenqualität: Woher kommen die Zahlen?

Die beste Berichtsvorlage hilft nicht, wenn die Daten fehlen. In den meisten Projekten kostet die Datensammlung mehr Zeit als das Erstellen des Berichts. Frage deshalb vor dem Kauf nach konkreten Datenquellen.

  • Finanzdaten: Ausgabenbasierte Schätzungen der CO2-Bilanz brauchen Buchungen aus Buchhaltung oder ERP. LucaNet und Workiva kommen aus dem Finanzbereich und haben hier einen Vorsprung. cubemos nennt DATEV als Partner.
  • Energie und Mobilität: Zählerstände, Stromrechnungen und Fuhrparkdaten lassen sich oft per Import oder Schnittstelle laden.
  • Lieferanten: Für Scope 3 braucht es Daten der Zulieferer. Persefoni und Greenly nennen eigene Funktionen zur Lieferantenansprache, osapiens und cubemos verbinden das mit Lieferkettensorgfalt.
  • KI-Hilfe: Sweep, Persefoni und Greenly setzen Assistenten für das Zuordnen von Daten ein. Kontrolliere die Ergebnisse trotzdem stichprobenartig.

Lege vor dem Start fest, wer die Daten liefert und wie oft sie aktualisiert werden. Eine saubere Zuständigkeit ist wichtiger als jede Zusatzfunktion. Frage den Anbieter außerdem, wie er mit fehlenden Daten umgeht und ob Schätzwerte im Bericht als solche markiert werden.

ESG-Software im Markt-Überblick

10 Tools im Vergleich
0 mit Hosting in Deutschland
0 mit Free-Trial oder Free-Plan
5 mit öffentlicher API
Hosting-Standort10Anbieter Made in Germany 0 (0%) EU (ohne DE) 2 (20%) Außerhalb EU 8 (80%)
Preismodell10Anbieter Kostenpflichtig 10 (100%)
Capabilities5Anbieter mit API 5 (100%)
Marktübersicht: Preis vs Bekanntheit der AnbieterGrößere Punkte = bekanntere Anbieter laut Backlink-Profil und Such-TrafficPREISWERT · ETABLIERTPREMIUM · ETABLIERTPREISWERT · NEWCOMERPREMIUM · NEWCOMERPreisniveaukostenlos / Free-TierEnterprise / hochpreisigBekanntheit & EtabliertheitMarktführerNewcomer / NischePlan APlan APlan ASweepSweepSweepPersefoniPersefoniPersefoniGreenlyGreenlyGreenlycubemoscubemoscubemosCoolsetCoolsetCoolsetosapiensosapiensosapiensWorkivaWorkivaWorkivaLucaNetLucaNetLucaNetEnvoriaEnvoriaEnvoria
Top-Integrationen in der Kategorie SAP 2 API-Schnittstellen 1 AWS 1 ERP-Systeme 1 Data Warehouses 1 EcoVadis 1 Claude 1 ChatGPT 1 Microsoft Dynamics 1 Oracle 1
Standard-Features in der Kategorie CSRD- und ESRS-Berichte 3 Lieferantenmanagement 2 CO2-Bilanz Scope 1 bis 3 2 CO2-Bilanzierung nach GHG Protocol 1 Carbon Reporting für Stakeholder 1 Dekarbonisierungsplanung mit Prognosen 1 Datenerfassung für Emissionsdaten 1 EU-Taxonomie und CBAM 1

Häufige Fragen

Was ist ESG-Software?

ESG-Software ist eine Cloud-Anwendung, die Daten zu Umwelt, Sozialem und Unternehmensführung sammelt, den CO2-Fußabdruck berechnet und Berichte nach Standards wie CSRD, ESRS oder VSME erzeugt. Sie ersetzt verteilte Tabellen durch eine zentrale Datenbasis mit Prüfpfad. Je nach Anbieter gehören auch Wesentlichkeitsanalyse, Lieferantenabfragen und Datenimport aus Buchhaltung oder ERP dazu.

Brauche ich als kleines Unternehmen ESG-Software?

Nicht immer. Seit dem Omnibus-Paket 2026 sind nur noch große Unternehmen direkt CSRD-pflichtig. Doch Banken und Großkunden fragen oft Daten nach dem freiwilligen VSME-Standard ab. Dann lohnt sich eine schlanke Lösung für CO2-Bilanz und VSME-Bericht, oft schon vor der ersten Anfrage. Prüfe die Lage für dein Unternehmen vor einer Anschaffung.

Was kostet ESG-Software?

Die meisten Anbieter nennen keine Preise auf der Website, sondern erstellen Angebote nach einer Demo. Der Preis hängt von Modulen, Unternehmensgröße, Standorten und Einrichtung ab. Frage immer nach Laufzeit, Kündigungsfrist und ob neue Standards im Preis enthalten sind. Ein Vergleich mehrerer Angebote mit gleichem Leistungsumfang hilft, Preise sauber einzuordnen.

Was ist der Unterschied zwischen CSRD und VSME?

Die CSRD ist eine EU-Richtlinie mit Berichtspflicht nach den ESRS für große Unternehmen. VSME ist eine Empfehlung der EU-Kommission vom 30. Juli 2025 für einen freiwilligen, schlankeren Standard für kleine und mittlere Unternehmen. Er dient oft als Datengrundlage für Banken und Kunden. Welcher Weg passt, hängt davon ab, ob du selbst berichtspflichtig bist.

Welche ESG-Software eignet sich für den Mittelstand?

Coolset richtet sich laut Anbieter an den Mittelstand und deckt VSME, CSRD und CO2-Bilanz ab. Auch cubemos aus Deutschland bietet VSME, CSRD, CO2-Bilanz und Lieferkettenmodule. Teste beide mit deinen eigenen Daten und vergleiche Aufwand für Einrichtung und Datenimport. Für Konzerne mit Finanzfokus sind eher Workiva oder LucaNet passende Kandidaten.

Wie berechnet ESG-Software den CO2-Fußabdruck?

Die Software ordnet Verbrauchs- oder Ausgabendaten Emissionsfaktoren zu und rechnet sie nach dem GHG Protocol in Scope 1, 2 und 3 um. Fragen solltest du nach Datenbank der Faktoren und externer Prüfung der Methode, zum Beispiel durch TÜV Rheinland bei Plan A oder Coolset. Prüfe auch, ob Schätzwerte im Bericht als solche gekennzeichnet werden.

Wo werden meine Daten gespeichert?

Das unterscheidet sich je Anbieter. Envoria nennt eine EU-Cloud, LucaNet nutzt AWS mit Multi-Region-Aufbau, Workiva speichert laut Sekundärquellen europäische Daten in Dublin. Bei anderen Anbietern nennt die Startseite keinen Standort. Lass dir Standort und Unterauftragnehmer vertraglich bestätigen. Das gilt auch für Unterauftragnehmer des Anbieters.

Was solltest du in einer Demo fragen?

Bitte um eine Demo mit deinen echten Daten. Frage nach Datenschnittstellen zu Buchhaltung und ERP, Emissionsfaktoren, Prüfpfad, Datenstandort, Zertifikaten, Gesamtkosten über drei Jahre und danach, wie Updates der Standards eingepflegt werden. Notiere, wer bei dir Daten liefern muss. Lass dir die Antworten schriftlich geben, damit du Angebote später sauber vergleichen kannst.

Ähnliche Kategorien