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Konzernabschluss in Echtzeit durchführen

Mit S/4HANA for Group Reporting hat SAP eine moderne Lösung für die agile und automatisierte Erstellung des Konzernabschlusses veröffentlicht. Sie bietet die notwendige technische Integration in die bestehenden SAP-Reporting-Prozesse, um Einzelabschlüsse, Konsolidierungsschritte und Zwischenergebniseliminierungen einfach zu einem validen Konzernabschluss zusammenzutragen.

Was genau umfasst der Konzernabschluss dabei und welche Vorteile bietet die Software-Lösung S/4HANA bei der Bearbeitung?

Was ist ein Konzernabschluss?

Der Begriff Konzernabschluss bezeichnet einen Jahres- oder Zwischenabschluss eines Konzerns. Dabei wird die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage der Konzern-Unternehmen gesammelt dargestellt. Das Ergebnis dient relevanten Parteien wie der Konzernleitung oder Teilhabern bei der Entscheidungsfindung für die weitere Geschäftsplanung.

Der Prozess der Zusammenfassung von Jahresabschlüssen der einzelnen Unternehmen zu einem Konzernabschluss wird auch als Konsolidierung bezeichnet.

Der Konzernabschluss umfasst:

  • die Einzelabschlüsse der Unternehmen des Konzerns
  • Konsolidierungsschritte der Summenabschlüsse (Kapital, Schulden, Aufwands- und Ertragskonsolidierung, Zwischenergebniseliminierung, Steuerabgrenzungen …)

Diese komplexe Zusammenführung wird nun mit SAP S/4Hana for Group Reporting des bekannten EPR-System-Anbieters erleichtert.

Welche Unternehmen sind verpflichtet, den Konzernabschluss zu erstellen?

In Deutschland geben das Handelsgesetzbuch (HGB) und das Publizitätsgesetz (PublG) vor, welche Unternehmen der Konzernrechnungslegungspflicht unterliegen. Von der Verpflichtung betroffen sind:

  • Mutterunternehmen, die mindestens ein Tochterunternehmen unmittelbar oder mittelbar beherrschen.

Dabei können diverse Konstellationen zu einer Befreiung von der Pflicht führen. Das gilt beispielsweise, wenn:

  • das Tochterunternehmen wegen Einbeziehungswahlrechten nicht in den Konzernabschluss einbezogen werden muss.
  • das Mutterunternehmen nach den IFRS (International Financial Reporting Standards) in Verbindung mit ergänzenden handelsrechtlichen Vorschriften einen Konzernabschluss aufstellt.
  • das Mutterunternehmen als Tochterunternehmen in einen Konzernabschluss einbezogen wird.
  • das Mutterunternehmen gewisse Schwellenwerte in der Bilanzsumme, Umsatzerlösen oder durchschnittlichen Mitarbeiterzahl unterschreitet.

Wie hilft die Software von SAP bei der Umsetzung?

SAP ist ein weltweit etabliertes Unternehmen, das Software für Enterprise Resource Planning (EPR) herstellt. Der Begriff SAP steht synonym für das zentrale Softwareprodukt des Unternehmens, SAP ERP. Zusätzlich hat das Unternehmen viele weitere Dienstleistungen wie Datenbanklösungen und Datawarehousing.

Insgesamt wird durch die SAP-Software der Ablauf sämtlicher Geschäftsprozesse eines Unternehmens unterstützt. Dazu gehören:

  • Buchführung,
  • Controlling,
  • Vertrieb,
  • Einkauf,
  • Produktion,
  • Lagerhaltung,
  • Transport und
  • Personalwesen.

Der Begriff S/4HANA beschreibt dabei die neuste Generation der SAP-Software-Suite für Enterprise Resource Planning.

Ansatz der neuen Version ist es, das Produktportfolio des Anbieters in Richtung Cloud-Computing zu stärken. Dafür basiert es auf der In-Memory-Plattform SAP HANA und ist mobil in der Cloud, lokal (On-Premises) oder hybrid einsetzbar.

Durch den Fokus auf das Group Reporting in der neusten Ausführung der Software wird das Unternehmen gezielt bei dem Erstellen von Konzernabschlüssen unterstützt. Dazu fasst die neue Version von SAP mehrere Funktionen von Vorgängern und Software-Geschwistern zusammen.

Durch sie wird die Integration zwischen den operativen Buchhaltungen der Tochtergesellschaften und dem zentralen Konsolidierungssystem der Muttergesellschaft ermöglicht. Die Einzelbelege der Finanzbuchhaltungen werden dabei stets in Echtzeit mit den Daten der Konsolidierung kommuniziert und abgeglichen. So wird schnell erkannt, welche Belege der Finanzbuchhaltung bereits in der Konsolidierung festgehalten sind.

Diese Verknüpfung mit dem Konsolidierungssystem ist auch dann möglich, wenn nicht alle Unternehmen den Zugriff zu S/4HANA haben. Hier wird auf die bestehenden ERP-Systeme zugegriffen und Daten ausgetauscht.

Nicht zuletzt hat S/4HANA mehrere Analyse- und Reporting-Funktionen, die ein ausführliches Berichtswesen erfüllen können.

Insgesamt hilft es dabei:

  • die administrative Arbeit durch den Cloud-Zugriff zu reduzieren.
  • Systembrüche zwischen verschiedenen ERP-Systemen zu eliminieren.
  • durch unmittelbaren Zugriff auf die Daten Konsolidierung in Echtzeit zu ermöglichen.
  • Zeit einzusparen und spontan auf Reportings und Änderungen reagieren zu können.
  • von den etablierten, marktüblichen Prozessen durch SAP zu profitieren.

Welche weiteren Vorteile bietet S/4HANA for Group Reporting?

Unternehmen, die den Konzernabschluss mit SAP S/4Hana for Group Reporting erstellen, profitieren von mehreren weiteren Vorteilen. Dazu gehören:

  • tiefe Integration mit der operativen Buchhaltung der Tochterunternehmen
  • geringe Konfiguration für einfache Sachverhalte
  • einheitliche Weboberfläche und einheitliches Datenmodell
  • Anbindung an die Analytics Cloud für das Erstellen von Reportings
  • Nutzung bekannter Reporting-Werkzeuge
  • Voll- oder Teilintegration von SAP S/4HANA

Fazit

Die aufwendige Arbeit, Einzelbelege und Daten mehrerer Tochterunternehmen aus verschiedenen ERP-Systemen zu extrahieren, harmonisieren und in ein Konsolidierungstool zu übertragen, wird dank des neuen SAP-Systems S/4HANA for Group Reporting reduziert. Dabei werden Daten in Echtzeit abgeglichen, Fehler eliminiert und die Möglichkeit, auch kurzfristig Reportings zu erstellen, macht den Ablauf agiler. Als zentralisiertes Finanzsystem mit einem einheitlichen Datenmodell werden die Abläufe der Konzernabschluss-Erstellung geglättet.

Wie in ihrer jahrelangen Berufserfahrung bewiesen, steigert SAP dadurch erneut die Effizienz und Innovationsfähigkeit von Unternehmen weltweit.


Max Benz

Max ist der Mitgründer und CEO von suitApp.

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