File-Sharing-Software ermöglicht das sichere Uebertragen, Speichern und Verwalten von Dateien - intern wie mit externen Partnern.
6 Tools im VergleichStand 2026 · suitApp
File-Sharing-Software sorgt dafuer, dass Dateien sicher von A nach B gelangen - ob im Team, mit Kunden oder mit Behoerden. Wer heute Dropbox oder WeTransfer nutzt, sollte prüfen, ob die Daten wirklich auf EU-Servern bleiben und ob eine Ende-zu-Ende-Verschluesselung aktiv ist. Die Auswahl reicht von kostenfreien Basisdiensten bis zu Self-Hosted-Lösungen für den Mittelstand.
WeTransfer ist eine niederländische Plattform zum schnellen und unkomplizierten Übertragen großer Dateien – gegründet 2009 in Amsterdam und heute Teil von Bending Spoons. Im kostenlosen Free-Plan können bis zu 2 GB pro Transfer ohne Registrierung versendet werden: Empfänger…
Vorteile
+Keine Registrierung nötig: Dateien bis 2 GB können sofort ohne Account versendet werden – ideal für den schnellen, einmaligen Austausch mit Kunden.
+Keine Kompression: Mediendateien (RAW-Fotos, Videos, Druckdaten) werden verlustfrei übertragen, was in der Kreativbranche entscheidend ist.
+Intuitives Interface: Die Oberfläche ist bewusst auf Einfachheit ausgelegt – Upload, E-Mail-Adresse, Absenden. Kaum Lernkurve.
Nachteile
−Datenschutzbedenken: Historisch wurden Daten auf US-amerikanischen Servern gespeichert, die dem Cloud Act unterliegen. Die vollständige DSGVO-Konformität ist trotz Eigentümerwechsel zu Bending Spoons nicht abschließend geklärt.
−Kurze Free-Linkgültigkeit: Links verfallen nach 7 Tagen; für längere Projektlaufzeiten oder Archivierungszwecke ist ein kostenpflichtiger Plan erforderlich.
−Werbung im Free-Plan: Kostenlose Transfers werden von Werbebildern begleitet, was in professionellen Kontexten unpassend wirken kann und das Nutzererlebnis stört.
Smash, erreichbar unter fromsmash.com, ist ein Dienst zum Versenden grosser Dateien, der sich optisch und funktional deutlich von klassischen Cloud-Speichern unterscheidet und stattdessen auf ein reduziertes, an eine Sprechblase erinnerndes Design setzt. Nutzer können direkt auf…
Vorteile
+Kostenlose Nutzung ganz ohne Registrierung möglich.
+Attraktives Design und einfache Bedienung direkt im Browser.
+Klare Sicherheits- und Verwaltungsfunktionen ab dem Team- und Enterprise-Tarif.
Nachteile
−Kostenlose Transfers über 2 GB werden ohne Priorität behandelt und können dadurch langsamer sein.
−Konkrete Monatspreise für Pro- und Team-Tarif werden erst im Bestellprozess auf der Website angezeigt.
−Ohne Zahlungsdaten ist unklar, wie stark sich die Kosten je nach Nutzerzahl im Team-Tarif unterscheiden.
Send Anywhere ist ein Dienst zur Dateiübertragung, der es ermöglicht, Dateien beliebiger Größe und beliebigen Typs zwischen Geräten zu senden, ohne dass Absender und Empfänger ein Konto anlegen müssen. Das zentrale Element ist ein sechsstelliger Zugangscode, mit dem sich Dateien…
Vorteile
+Kein Nutzerkonto für den Grundfunktionsumfang nötig, schneller Einstieg ohne Registrierung.
+Direkte Gerät-zu-Gerät-Uebertragung per Zugangscode als Alternative zur klassischen Link-Freigabe.
+Verfügbar auf praktisch allen gängigen Plattformen und Betriebssystemen.
Nachteile
−Standardmäßige Link-Gültigkeit von nur 48 Stunden im kostenlosen Plan.
−Keine Passwortsicherung oder Downloadbenachrichtigung im Basisplan enthalten.
−Transferlimit von 10 GB im kostenlosen Plan geringer als bei manchen spezialisierten Wettbewerbern.
Filemail ist ein Dienst zum Versenden grosser Dateien, der sich sowohl an Einzelnutzer als auch an Unternehmen mit hohen Anforderungen an Managed File Transfer richtet. Der Kerngedanke ist simpel: Dateien werden hochgeladen und über einen Link oder direkt per E-Mail an den…
Vorteile
+Sehr großzügige oder unbegrenzte Transfergrößen in den bezahlten Tarifen.
+Eigene Enterprise-MFT-Stufe mit Compliance-Zertifizierungen für regulierte Branchen.
+Klare Funktionsstaffelung von kostenloser Einzelnutzung bis Managed File Transfer.
Nachteile
−Die kostenlose Stufe ist mit 5 GB und 7 Tagen Verfügbarkeit deutlich kleiner dimensioniert als bei manchen Wettbewerbern.
−Konkrete Preise für Personal-, Pro- und Business-Tarife werden von Filemail nicht einheitlich öffentlich gelistet, sondern hängen von Region und Vertrag ab.
−Für reine Gelegenheitsnutzer ohne Compliance-Anforderungen wirkt der Funktionsumfang teils überdimensioniert.
SwissTransfer ist ein kostenloser Dienst des Schweizer Hosting-Anbieters Infomaniak zum Versenden grosser Dateien. Das Angebot richtet sich an alle, die schnell und ohne Kosten Dateien oder ganze Ordner mit anderen teilen wollen, ohne dafür ein Konto anlegen zu müssen. Nutzer…
Vorteile
+Komplett kostenlos nutzbar, keine versteckte Bezahlstufe für den Kernfunktionsumfang.
+Mit 50 GB pro Transfer deutlich großzügiger als viele kostenlose Wettbewerber.
+Serverstandort Schweiz mit strengen Datenschutzgesetzen, attraktiv für datenschutzbewusste Nutzer.
Nachteile
−Keine Business- oder Team-Funktionen wie Nutzerverwaltung, eigene Domains oder Markenanpassung.
−Ohne kostenpflichtigen kDrive-Speicher sind Dateien nur zeitlich begrenzt verfügbar.
−Kein Support für klassische Enterprise-Anforderungen wie SSO oder Audit-Logs.
TransferNow ist ein französischer Dienst zum kostenlosen und kostenpflichtigen Versenden grosser Dateien, der sich mit einem verspielten Design und einer klaren Preisstaffelung an Privatnutzer, Freelancer und Unternehmen richtet. In der kostenlosen Version lassen sich laut…
Vorteile
+Transparente, öffentlich gelistete Preise für Premium- und Team-Tarif.
+Grosszuegiges Speicherkontingent zusätzlich zur reinen Transfergröße.
+SSO- und Domain-Anpassung bereits im Einstiegstarif Premium enthalten.
Nachteile
−Die kostenlose Stufe bietet mit 5 GB und 7 Tagen deutlich weniger als die bezahlten Tarife.
−Der günstigere Starter-Tarif mit 10 GB Transfergröße und 100 GB Speicher deckt nur sehr kleine Anforderungen ab.
−Enterprise-Preise werden erst auf Anfrage genannt und sind nicht öffentlich einsehbar.
File-Sharing-Software ermöglicht das strukturierte Uebertragen und gemeinsame Verwalten von Dateien über Netzwerke oder das Internet. Sie ersetzt E-Mail-Anhaenge durch kontrollierte Zugriffsrechte, Versionsverwaltung und Freigabelinks - für Teams genauso wie für den sicheren Datenaustausch mit externen Partnern.
Cloud vs. Self-Hosted: Was passt zu Ihrem Unternehmen?
Cloud-Lösungen wie Dropbox, OneDrive oder Google Drive starten schnell und erfordern keine eigene Infrastruktur. Self-Hosted-Plattformen wie Nextcloud oder ownCloud laufen auf eigenen Servern und geben vollstaendige Kontrolle über Speicherort und Zugriffsprotokoll. Für den Mittelstand mit sensiblen Kundendaten ist Self-Hosted oft die sicherere Wahl.
DSGVO und EU-Hosting: Was wirklich zählt
Entscheidend ist der Serverstandort und der Sitz des Anbieters. Dienste aus den USA unterliegen dem CLOUD Act - US-Behoerden können auf dort gespeicherte Daten zugreifen, auch wenn die Server in Europa stehen. DSGVO-konforme Alternativen hosten ausschliesslich in der EU und haben keinen US-Mutterkonzern. Anbieter wie FTAPI, luckycloud oder Nextcloud erfullen diese Anforderung.
Ende-zu-Ende-Verschluesselung: Der Goldstandard
Bei Ende-zu-Ende-Verschluesselung (E2E) werden Dateien bereits auf dem Geraet des Senders verschluesselt und erst beim autorisierten Empfaenger entschluesselt. Der Anbieter hat keinen Zugriff auf den Klartext. Dienste wie Filen, Proton Drive oder FTAPI bieten echte E2E-Verschluesselung. Dropbox und Google Drive verschluesseln zwar die Uebertragung, sehen die Dateien jedoch selbst im Klartext.
KI-Funktionen in File-Sharing-Software 2026
File-Sharing-Software hat folgende Funktionen:
2026 integrieren viele Plattformen KI-gestuetzte Suche und automatische Inhaltsklassifizierung. Box AI ermöglicht das Stellen von Fragen direkt an Dokumente. Dropbox Dash sucht KI-gestuetzt über alle verbundenen Tools. Microsoft 365 Copilot analysiert Dateien in OneDrive kontextbezogen. Diese Funktionen sind meist Premiumfunktionen und kommen mit eigenen Datenschutzfragen.
Kostenlos vs. Premium: Was der Unterschied bedeutet
Kostenfreie Pläne sind für Einzelpersonen oder kleine Teams mit begrenzten Anforderungen geeignet. Google Drive bietet 15 GB gratis, Dropbox 2 GB. Premium-Pläne starten ab etwa 5 bis 15 Euro pro Nutzer und Monat und liefern größere Speichermengen, Admin-Konsolen, Audit-Logs und Compliance-Funktionen. Für Unternehmen mit mehr als zehn Mitarbeitern lohnt sich fast immer ein kostenpflichtiger Plan.
Made in Germany: Anbieter mit deutschem Serverstandort
Mehrere Anbieter betreiben ihre Infrastruktur ausschliesslich in Deutschland: FTAPI (Muenchen), luckycloud (Berlin) und leitzcloud (Deutschland) sind vollstaendig DSGVO-konform und ohne US-Abhaengigkeit. Auch ownCloud und Nextcloud stammen aus Deutschland und können On-Premises oder bei einem deutschen Hoster betrieben werden. Diese Anbieter eignen sich besonders für Anwaltskanzleien, Steuerberater und Gesundheitsunternehmen.
Preise und Pläne im Überblick
Die Preise variieren je nach Speichervolumen und Nutzerzahl stark. Dropbox Business kostet ab 15 Euro pro Nutzer pro Monat, Box Business ab rund 15 Dollar. Nextcloud ist als Open-Source-Software kostenlos, verursacht aber Hosting- und Administrationskosten. FTAPI und luckycloud bieten Unternehmensplaene ab etwa 5 bis 10 Euro pro Nutzer. leitzcloud startet für einen Nutzer mit 250 GB bei rund 17 Euro pro Monat.